Energie sparen durch Dachdämmung mit Naturmaterialien

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Wärmedämmung mit Naturmaterialien
Wärmedämmung mit Naturmaterialien

Herkömmliche Dämmstoffe aus mineralischen oder gar fossilen Rohstoffen haben eine schlechte Umweltbilanz. Ihre Herstellung ist energieaufwändig, sie können nur schlecht recycelt werden und sogar gesundheitsschädlich sein. Eine sinnvolle Alternative stellen ökologisch unbedenkliche, nachwachsende Rohstoffe dar, welche die Umwelt schon beim Anbau schonen. Solche Naturmaterialien sind gerade unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, aber auch aufgrund der effizienten Wärme-dämmung zu bevorzugen. Ein weiterer Vorteil ist die große Energieeinsparung bei der Gewinnung des Rohstoffes und der Verarbeitung zu ökologischen Baustoffen. Erfahren Sie nachfolgend, welches natürliche Material sich am besten zur Wärmedämmung bei einer Dachbodensanierung eignet.

Vorteile einer Wärmedämmung mit natürlichen Materialien aus ökologischer und nachhaltiger Sicht:

  • Ökologische Baustoffe sichern ein schadstofffreies Wohnen und ein angenehmes Raumklima
  • Im Sommer bieten sie einen besseren Hitzeschutz
  • Sie bestehen zumeist aus feuchtigkeitsregulierendem Material
  • Der Aspekt der Nachhaltigkeit ist aufgrund der nachwachsenden Rohstoffe gegeben
  • Beim Ab müssen natürliche Materialien nicht als Sondermüll entsorgt werden

Effiziente Dachbodenisolierung und gesetzlicher Anspruch

Bei einer Nutzung des Dachbodens als Abstellraum reicht eine Isolierung mit druckfesten Dämmplatten oder Dämmelementen aus. Dafür kann auch Rollfilz in Frage kommen. Bei einer Holzbalkendecke ist eine Dampfbremse zusätzlich erforderlich. Bei einer Betondecke entfällt diese. Bei einem Dachausbau zu Wohnzwecken erweist sich die Zwischensparrendämmung mit Klemmfilz als die effizienteste Art der Wärmedämmung.

Bezüglich der gesetzlichen Energieeinsparverordnung müssen Besitzer oder Käufer von Altbauten sich Gedanken über ihre Nachrüstungspflicht machen. Bislang ungedämmte oberste Geschossdecken müssen nachgerüstet werden, nicht alleine aufgrund der eigenen hohen Energiekosten, sondern da nachweislich die verloren gegangene Energie durch das Dach mit 25% zur CO²-Emission beiträgt.

Welche Naturdämmstoffe eignen sich für die Dachisolierung?

Nachfolgend stellen wir die gebräuchlichsten natürlichen Dämmstoffe, deren Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten vor. Mehr denn je ist es heute ratsam, eine bewusste Entscheidung zu treffen:

  • Holzfaser
  • Zellulose aus Altpapier
  • Hanf
  • Jute
  • Flachs
  • Schilf
  • Perlite
  • Blähton

Als ökologisch sinnvoll und als ausgezeichnete Wärmedämmung haben sich Holzfaserdämmplatten zur Zwischen- und Aufsparrendämmung erwiesen. Die Bindung der Platten erfolgt durch Wasserdampf, also auf natürliche Weise. Ein Vorteil liegt bei der Verwendung von Holz als Dämmstoff nicht nur in der Wand- und Decken-, sondern auch in der Trittschalldämmung.

Zellulose besteht aus Altpapier und wird, wie Perlite und Blähton, meist als Hohlraumdämmung verwendet. Es bestehen eine gute Wärmeleitfähigkeit und ein optimaler Schallschutz, der aber vor Feuchtigkeit geschützt werden muss.

Einer der günstigsten ökologischen Materialien ist Jute, bestehend aus dem Bast rasch wachsender Pflanzen. Gebrauchte Jutekaffeesäcke werden zu Dämmstoffen verarbeitet und sind in allen Stärken als Rollenware zu haben. Sie bieten einen ausgezeichneten sommerlichen Hitzeschutz und mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,038 W/Km die optimale Wärmedämmung. Jute ist zudem einfach in der Verarbeitung und ungezieferresistent.

In den Fokus geraten zunehmend auch heimische Rohstoffe wie Flachs, Hanf oder Gras als Rollenware oder als Dämmplatten. Hanf und Flachs besitzen dieselbe Wärmeleitfähigkeit von 0,040 bis 0,0045 W/Km. Sie sind natürlich feuchtigkeitsregulierend, recycelbar und ungezieferresistent. Der Nachteil liegt in der geringen Druckbelastung.

Schilf eignet sich ebenso gut als Wärmedämmung in der Form von Matten, die nur durch Pressung und Bindung hergestellt werden, deshalb ist Schilf einer der besten ökologisch-nachhaltigen Alternativen. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,055 W/Km.

(Quelle: http://benz24.de/oekologisch-daemmen/)

 

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