El Niños kleine Schwester – steht uns ein weiteres Wetterchaos bevor?

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La Niña folgt El Niño
La Niña folgt El Niño

Seit dem letzten Jahr hat El Niño der Welt klimatisch schwer zugesetzt. Dürren, Hungernöte und Tiersterben sind nur drei der schweren Folgen der Wetteranomalie. Klimaforscher vermuten, dass dieses Phänomen beim nächsten Auftreten aufgrund des Klimawandels noch stärker ausfallen könnte als es bisher bereits der Fall war. Doch bevor sich die Forscher damit weiter auseinander setzten können, steht das nächste klimatische Ereignis scheinbar bereits bevor – La Niña.

La Niña ist die Bezeichnung für eine Klimaanomalie, die meist auf El Niño folgt und eine Art Gegenpart zu diesem darstellt. Zwar seien die Auswirkungen von La Niña Forschern zufolge lange nicht so extrem wie die des großen Bruders, doch seien die Konsequenzen für die betroffenen Menschen, nach dem mittlerweile abgeklungenen „Super-El-Nino“ umso härter. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von La Niña wird von der US-amerikanischen Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA auf 75 Prozent geschätzt und für den kommenden Herbst und Winter erwartet. Erste Vorzeichen wurden bereits dokumentiert.

Im Rahmen der Wetteranomalie La Niña kühlt sich das Oberflächenwasser im äquatorialen Bereich des Ostpazifiks überdurchschnittlich ab. In diesem Bereich befand sich die von El Niño verursachte Warmwasserzunge. Die Abkühlung wird durch einen hohen Luftdruckunterschied zwischen Südamerika und Indonesien verursacht. Als Folge davon werden die Passatwinde verstärkt angetrieben und große Mengen Wasser nach Westen getrieben.

Mit La Niña sind genau entgegengesetzte Wetterphänomene zu den El Niño-Auswirkungen zu erwarten. So werden sich zuvor überschwemmte Regionen auf Dürren einstellen müssen, während die von Dürre betroffenen Gegenden mit Überschwemmungen zu rechnen haben. So bringt das La-Niña-Phänomen beispielsweise für Nordaustralien feuchteres Wetter und mehr Monsun-Regen im Nordwesten Indiens. Im Gegensatz dazu wird es an der Westküste Süd- und Zentralamerikas sowie in Nordamerika trockener. Es treten also wieder die regional typischen Klimaverhältnisse auf, welche jedoch durch La Niña verstärkt werden.

Weltweit könnten die beiden Klima-Phänomene insgesamt 100 Millionen Menschen beeinträchtigen, wobei UN-Schätzungen zufolge über 60 Millionen Menschen unter Lebensmittelunsicherheit und Hunger leiden, allein 40 Millionen davon in Süd- und Ostafrika. Durch die Dürren verkommen die Ernten, während gleichzeitig die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen weltweit zurückgehen und die Weltbevölkerung rasant zunimmt. Selbst wenn die extremer werdenden Auswirkungen von El Niño nicht mit dem Klimawandel im Zusammenhang stehen, so zeichnen doch beide zusammen genommen ein erschreckendes Bild für die Zukunft.

Quellen:
http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/21565-la-nina-kuendigt-sich-an
http://www.energiezukunft.eu/klimawandel/klimakapriolen-auf-el-nino-folgt-la-nina-gn104179/
http://www.elnino.info/k1_1.php

 

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