E-Tanken auch für Wohnungseigentümer und Mieter

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Foto: BSW Solar/Upmann. Das Laden für Elektroautos soll nun auch für Mieter und Wohnungseigentümer einfacher werden.

An der eigenen Stromtankstelle sein Elektroauto bequem über Nacht laden. Dies bietet sich vor allem für die Besitzer von Einfamilienhäusern an. Mieter und Wohnungseigentümer müssen allerdings bisher meist auf öffentlich zugängliche Ladestationen ausweichen. Doch es ist Besserung in Sicht.

Mit einer Kaufprämie von 4.000 Euro und einer zehnjährigen Befreiung von der Kfz-Steuer versucht die Bundesregierung den Umstieg auf Elektroautos schmackhaft zu machen. Gleichzeitig fördert die Regierung die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur. 7.500 Ladestationen sind mittlerweile in 1.100 deutschen Städten und Gemeinden installiert.

Doch zumindest für Häuslesbesitzer ist die eigene Stromtankstelle eigentlich ein Muss. An einer Wandladestation, Wallbox genannt, lässt sich das Fahrzeug sicher und bequem laden. Sie braucht wenig Platz und die Kosten sind überschaubar.

Den Kürzeren ziehen allerdings bisher Mieter und Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern. Denn wenn sie ihre eigene Stromtankstelle auf ihrem Stellplatz, beispielsweise in einer Tiefgarage einrichten wollen, ist die Zustimmung des Mieters oder der Wohnungseigentümergemeinschaft notwendig. Denn bei der Installation, insbesondere der Leitungsverlegung, muss auf die Bausubstanz, also Gemeinschaftseigentum, eingewirkt werden. In der Praxis wird die Zustimmung meist versagt, wie Kurt Sigl, Präsident der Bundesverbands E-Mobilität (BEM), berichtet. „Bei mir stapeln sich hunderte von Mails von Mietern und Wohnungseigentümern, die auf ihren Stellplätzen auf eigene Kosten Ladestationen für ihre E-Autos installieren wollen und sie dürfen es nicht“, sagt Sigl.

Doch nun ist Besserung in Sicht. Zu Beginn der kommenden Legislaturperiode sollen allerdings Vorschläge für eine Reform des Miet- und Wohnungseigentumsrechts vorgelegt werden, um die Situation zu verbessern, kündigte die Bundesregierung jüngst an. Zudem sollen EU weit künftig alle Neubauten mit Vorverkabelungen oder Leerrohren für den optionalen Anschluss von Ladestationen ausgerüstet werden.

Über neueste Innovationen im Bereich der Ladetechnik informiert nun auch der Baden-Württemberg Pavillon als größter Ausstellungstand zur Elektromobilität auf der Hannover Messe vom 24. bis zum 28. April. 34 baden-württembergische Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentieren dort unter dem Motto „Boosting future mobility“ und unter Federführung der Landesagentur E-Mobil BW ihre Lösungen für die vernetzte Elektromobilität von Morgen.

Weitere Informationen: E-Mobil BW