Drei Zentren für die Elektro-Offensive

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Generation EQ, Exterieur. Foto: Daimler
Generation EQ, Exterieur. Foto: Daimler

Beim Pariser Automobilsalon vergangenen September stellte Daimler seine neue Elektromobilitätssparte vor. In der Seine-Metropole machte der Konzern mit seiner Studie „Generation EQ“ auf sich aufmerksam. Die E-Mobilitäts-Reihen sollen als eigene Marke in den Konzern integriert werden, ähnlich den Marken AMG oder Maybach. Die erste Serienversion wurde für 2019 angekündigt. Ihre Elektro-Offensive führen die Stuttgarter konsequent fort. Inzwischen werden in allen drei Pkw-Werken in Deutschland auch E-Autos hergestellt.

Nach Bremen und Sindelfingen erhielt nun auch das Mercedes Werk in Rastatt den Zuschlag für die Produktion von Elektrofahrzeugen der neuen Produkt- und Technologiereihe „EQ“. In Rastatt werden künftig Modelle der Kompaktklasse hergestellt. Das Rastatter Mercedes-Benz Werk hat die Führungsrolle für Kompaktwagen im globalen Produktionsnetzwerk von Daimler inne. Aufbauend auf die Erfahrungen in der Serienproduktion werden die Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen vorbereitet.

 „Unsere deutschen Mercedes-Benz Pkw-Werke haben eine entscheidende Rolle bei der Elektromobilität. Sie sind Kompetenzzentren für die Produktion von Elektrofahrzeugen im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars. In unseren Werken integrieren wir dank hochflexibler Strukturen Elektrofahrzeuge in die Serienfertigung und steigern mit der effizienten Integration innovativer Industrie 4.0-Anwendungen unsere Wettbewerbsfähigkeit. Damit nutzen wir die Chancen der Elektromobilität optimal und begrenzen den Investitionsbedarf deutlich“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain.

Das Mercedes-Benz Werk in Rastatt ist Arbeitsplatz für über 6.500 Mitarbeiter und damit größter Arbeitgeber in der Region. Produziert werden an der französischen Grenze die Kompaktwägen A- und B-Klasse sowie das kompakte SUV GLA. Vergangenes Jahr liefen mehr als 300.000 Fahrzeuge vom Band. „Mit der neuen Absichtserklärung schreiben wir das Zukunftsbild fort und schaffen für unsere Beschäftigten gute Perspektiven auch im Zeitalter der Elektromobilität. Das Mercedes-Benz Werk Rastatt wird das Kompetenzzentrum für die Produktion von neuen kompakten EQ-Modellen. Im Jahr unseres 25-jährigen Jubiläums ist dies eine tolle Botschaft für unsere hochmotivierte Mannschaft“, so Thomas Geier, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Rastatt.

Mit der Produkt- und Technologiereihe „EQ“ startet der Daimler-Konzern seine Elektro-Offensive. Bis in das Jahr 2022 sollen mehr als zehn neue Elektrofahrzeuge in Serie gehen. Um das zu schaffen, pumpt der Autobauer zehn Milliarden Euro in den Ausbau seiner Elektromobilitätssparte. Produziert werden die neuen Elektroautos auf vier Kontinenten. Bis 2025 soll der Anteil von Elektroautos zwischen 15 und 25 Prozent des Gesamtabsatzes liegen. 2019 startet mit dem EQC das erste Serienfahrzeug.

Quelle: Daimler