Die Zukunft von Biomasseanlagen

,

Biomasseanlagen
Biomasseanlagen

Das neue EEG 2017 stellt viele Anlagenbetreiber erneuerbarer Energien vor neue Herausforderungen. Energiestaatssekretär Dr. Thomas Giese aus Rheinland-Pfalz sieht dennoch eine Zukunftsperspektive für Bioenergie, da sie für die Energiewende sehr hilfreich sein kann. Die Leistung einer solchen Anlage sollte nicht unterschätzt werden, weshalb er zusicherte, dass sein Bundesland sich für die Interessen der Branche einsetzen wird.

Dr. Thomas Giese, der Staatssekretär im Ministerium für Energie, Umwelt, Ernährung und Forsten Rheinlad-Pfalz, sprach vergangene Woche in Reinsfeld vor Vertretern aus Politik, Naturschutz, Landwirtschaft und betroffenen Anlagenbetreibern. Das Thema der Veranstaltung lautete „Wie sieht die Biogasanlage 2020+ aus?“. Laut Giese haben Biogasanlagen trotz neuem Erneuerbare-Energien-Gesetz sehr wohl eine Zukunftsperspektive, wenn diese ökonomisch und ökologisch nachhaltig sind und über flexible und bedarfsgerechte Leistung verfügen. Zu diesem Zweck wurde nun eine Expertengruppe gegründet, die Beispielanlagen beleuchten und Zukunftsmodelle erarbeiten soll, um Betreiber im ganzen Land zu unterstützen. Denn Rheinland-Pfalz will sich weiter für die Interessen der Branche einsetzen.

Giese ermahnt, dass Biogasanlagen für die Energiewende nicht überschätzbar sind. Auf Grund der problemlosen Speicherung, steht deren Energie bei Bedarf schnell zur Verfügung. Jedoch wäre dafür ein dezentraler Ausbau nötig, der die Anlagen in räumliche und zeitliche Nähe zu den Verbrauchern bringt. Dies könnte mit Biogasanlagen gut umgesetzt werden, was am Ende die Netze entlasten würde. Des Weiteren würde es die Notwendigkeit von milliardenteuren „Kapazitätsreserven“, wie z.B. Kohlekraftwerke, vermindern.

Zusätzlich könnten diese Anlagen z.B. Wärme verkaufen und Regelenergie ins öffentliche Netz einschleusen und so weitere Einnahmen erzielen. Als Folge dessen hätten sie dann die Möglichkeit, sich der Verwertung von Rest- und Abfallstoffen zuzuwenden.

Der Staatssekretär lobte dabei die Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz, Thüringen und Bayern während der EEG Neuerung, da dadurch Verbesserungen erzielt wurden. Ihre Kernforderung: verbindliche Regelung und ein ausreichender Zubaukorridor für Biomasseanlagen. Des Weiteren forderten sie eine faire Vergütung für effiziente Biomasseanlagen. Auch wenn das Ausschreibungsmodell des EEG 2017 nicht das Optimum sei, wurde trotzdem erreicht, dass der Vergütungssatz angehoben wurde und die Förderung von Biomasseanlagen auch nach Ablauf der 20 Jahre, die das EEG laufen soll, fortgesetzt wird.

Im Großen und Ganzen aber kritisierte Giese das EEG. Denn es sei beschlossen worden, um den Ausbau von Erneuerbaren Energien zu fördern. Durch das neue Gesetz würde der Ausbau mit den Korridoren aber eher begrenzt, was eindeutig nicht dazu beitragen würde, die 1,5 Grad Grenze der Klimaschutzkonferenz zu verwirklichen.

Quelle: Bundesumweltportal 

 

Leave a Reply