Die Bürgerwerke eG – Zukunft der Stromversorgung

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Grüner Strom von Bürgern für Bürger zu einem fairen Preis, das ist die Idee der Bürgerwerke eG. Und sie scheint zu funktionieren.

Inzwischen 28 Energiegenossenschaften haben sich deutschlandweit den Bürgerwerken eG in Heidelberg angeschlossen, wodurch das Netzwerk bundesweit Ökostrom anbieten kann – ein bisher einzigartiges Modell in Deutschland. Jeder Bürger nimmt dabei ein Stück weit selbst die Energieversorgung in die Hand, denn der Strom stammt aus 100 Prozent Erneuerbarer Energien. Ein Zehntel liefern die Anlagen der Energiegenossenschaften, also Bürgerwind- oder Bürgersolarkraftwerke, die von den Mitgliedern der jeweiligen Energiegenossenschaft finanziert werden. Der fehlende Strom wird von einem Wasserkraftwerk in Bayern bereitgestellt.

Bisher ist der Strom bei vielen Anbietern ein „anonymes Produkt“. Das heißt, die Verbraucher wissen oftmals nicht, aus welchen Kraftwerken sie ihren Strom beziehen und ob es sich dabei tatsächlich um den angepriesenen Ökostrom handelt. Die Bürgerwerke setzen hier ein Zeichen: „Wir wollen den Energiesektor demokratischer und transparenter machen. Unser Ziel ist, dass die Bürger sich selbst mit Energie aus eigenen Anlagen vor Ort versorgen.“, so Felix Schäfer, Vorstand der Bürgerwerke eG. Schließlich sind in den vergangenen Jahren ist nicht nur die Zahlen der Energiegenossenschaften gestiegen, sondern auch deren Anlagen. Somit findet man inzwischen oftmals schon in unmittelbarer Nachbarschaft dezentrale Wind- und Solaranlagen, fast die Hälfte davon durch Energiegenossen-schaften betrieben. Mit den Bürgerwerken können die Bewohner vor Ort tatsächlich diesen Strom beziehen. Auf der Homepage des Verbunds werden alle Erzeugungsanlagen der 28 Energiegenossen-schaften sowie die Bürger, die hinter deren Bau stehen, vorgestellt. Und was passiert nun mit den Erlösen aus dem Stromverkauf? Diese fließen nicht etwa in die Hände der Bürgerwerke eG, sondern gehen direkt zurück an die jeweilige Energiegenossenschaft vor Ort. 

Mit diesem Modell bieten sich für die Energiegenossen-schaften neue Perspektiven der Stromvermarktung: Sie können ihren produzierten Strom jenseits der Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vermarkten, um anschließend neue Anlagen zu bauen. Voraussichtlich werden sich weitere Energiegenossen-schaften dem Verbund Bürgerwerke eG anschließen, die Gespräche laufen. Beste Voraussetzung also, damit Bürgerinnen und Bürger ihre Energieversorgung bald selbst in Hand nehmen können. Denn „Die Zukunft der Erneuerbarer Energien ist regional, erneuerbar und demokratisch – genau das bieten die Bürgerwerke jetzt schon an.“, so der Vorstand Felix Schäfer überzeugt.

 

 

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