Die Bonn Challenge: Aufforstung für den Klimaschutz

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Wiederaufforstung
Wiederaufforstung

Wälder spielen auf Grund der Speicherung von CO2 bei der Bekämpfung des Treibhausgaseffekts und somit auch im Klimaschutz eine wichtige Rolle. Mit der vor fünf Jahren ins Leben gerufenen „Bonn Challenge“ sollen deshalb weltweit insgesamt 150 Millionen Hektar Wald bis zum 2020 wieder aufgeforstet werden. Darunter sind EL Salvador und Ruanda.

Die beiden Länder leiden durch ihre Waldverluste in den vergangenen Jahrzehnten besonders stark unter den Folgen des Klimawandels. Das Bundesumweltministerium unterstützt beide Länder nun im Zuge der so genannten Bonn Challenge beim Wiederaufbau der Wälder mit fast 14 Millionen Euro. Beide Länder haben sich ambitionierte Ziele für den Wiederaufbau ihrer Wälder gesetzt: So hat Ruanda in seinem Umwelt-Entwicklungsplan das Ziel festgeschrieben, bis zum Jahr 2020 wieder 30 Prozent Waldbedeckung zu erreichen. Denn inzwischen sind 30 Prozent der weltweiten Waldfläche bereits gerodet und weitere 20 Prozent degradiert, das heißt stark geschädigt.

Mit dem Raubbau an den heimischen Wäldern wird nicht nur der Klimawandel angeheizt, sondern auch die nachhaltige Entwicklung vor Ort ist gefährdet, denn der Wald ist gleichzeitig auch Lebensgrundlage für die Bewohner ländlicher Gegenden. Eine erste Zusammenarbeit wurde bereits beim Aufbau und der Bewirtschaftung von Kaffeewäldern vereinbart. Darüber hinaus sollen die Regierungen Ruandas und El Salvadors bei der Entwicklung von Rahmenbedingungen unterstützt werden, die den Wiederaufbau von Wäldern auch für private Investoren attraktiv machen. So kann das Wiederaufforstungsprojekt erweitert und über das Förderprogramm der Internationalen Klimaschutzinitiative hinaus fortgeführt werden.

Im Jahr 2011 hat die Bundesregierung mit der Bonn Challenge den Grundstein für das Wiederaufforstungsprojekt gelegt. Die Aktionsplattform ist inzwischen das wichtigste internationale Netzwerk zur Rettung der Wälder. Bis zum Jahr 2030 sollen 350 Millionen Hektar Waldfläche wiederaufgeforstet werden. Bereits jetzt haben sich fast 30 Länder verpflichtet, insgesamt 113 Millionen Hektar Fläche zu bewalden. Es folgten regionale Konferenzen der Aktionsplattform in Lateinamerika 2015 und Afrika 2016. Dort konnten konkrete Ideen entwickelt werden. Auf der Website des Projekts sind

Das Schöne an der Plattform: Die Bonn Challenge ist keinesfalls ein geschlossenes Netzwerk. Ob als potentieller Investor um Projekte zu finanzieren, Landbesitzer, der Fläche zur Wiederaufforstung zur Verfügung stellt oder als Pädagoge, der die Idee des Netzwerks und die Wichtigkeit von Aufforstungsprojekten nach außen trägt – jeder kann sich auf seine Art und Weise an der Bonn Challenge beteiligen.

 

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