Deutschland als Energievorbild für Indonesien

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SolarTower

Auch wenn die Energiewende bisher nicht unbedingt rund verläuft, hat die Industrie- und Techniknation Deutschland mit dem Ausstieg aus der Atomkraft und dem Ausbau erneuerbarer Energien durchaus eine weltweite Vorbildfunktion inne. So besichtigten beispielsweise Anfang März indonesische Energie-Experten in Adlershof eine der größten Solarstromanlagen Berlins.

Der Besuch der indonesischen Delegation erfolgte auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisiert. Mehrere Experten des indonesischen Energieministeriums und der Indonesian Renewable Energy Society besichtigten dabei die Photovoltaikanlage des Gewerbekomplexes „Am Oktogon – Campus für Gewerbe und Technologie“ in der Nachbarschaft des zukünftigen Berliner Großflughafens Berlin Brandburg sowie den Hersteller der dort verbauten Photovoltaikmodule, die Soltecture GmbH.

Die auf den Dächern des Gewerbecampus installierte Photovoltaikanlage ist seit Dezember 2010 am Netz und eine der größten in Berlin. Bisher wurden auf einer Modulfläche von 5.600 Quadratmetern rund 383.000 Kilowattstunden Solarstrom produziert und dadurch etwa 270.000 Tonnen CO2 vermieden. Im Rahmen von weiteren Neubauprojekten soll die Anlage noch um weitere 10.000 Quadratmeter aufgestockt werden und so bei einer angestrebten Nennleistung von 1.010 Kilowattpeak ein jährlichen Solarstrom-Energieertrag von 820 Megawattstunden pro Jahr möglich machen.

Klaus Pahl von dem Berliner Projektentwicklungsunternehmen immexa, das Büroflächen und Produktionshallen auf dem „Am Oktogon“-Gewerbekomplex errichtet und vermietet, berichtet von den technischen Vorlieben der indonesischen Besucher: „Besonderes Interesse zeigten unsere Gäste am Konzept des Neubauprojekts SolarTower. Hier werden innovative Fassadenmodule eingebaut, die sauberen Strom aus der Gebäudehülle liefern und außerdem architektonische Akzente setzen.“

Der sieben Stockwerke und 24 Meter hohe SolarTower ist aktuell noch in Planung und soll nach Fertigstellung rund 3.500 Quadratmeter Mietfläche bieten. An der Außenfassade des Gebäudes werden sichtbare Photovoltaikmodule angebracht sein, die das Bekenntnis des „Am Oktogon – Campus für Gewerbe und Technologie“ zu High- und Green-Tech auch optisch unterstreichen.

Ob die indonesische Delegation aufgrund ihrer Begeisterung demnächst ein ähnliches Projekt an den Start bringt, bleibt abzuwarten…

Matthias Schaffer

 

One Response

  1. Nicklas Tuberdu

    5. April 2012 15:14

    Ganz rund läuft es zwar noch nicht mit der Energiewende, das stimmt , dennoch hat Deutschland bereits in einigen Projekten bewiesen, wie modernste Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen. Die Oktogon-Photovoltaikanlage ist dafür nur ein Beispiel.
    Es gibt jedoch noch viele andere Möglichkeiten wie erneuerbare Energien national und international wettbewerbsfähig gemacht werden können: [url]http://www.siemens.de/energie-effizienz/energie-effizienz.html[/url]

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