Deutscher Fahrradpreis geht in die nächste Runde

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Deutscher Fahrradpreis
Deutscher Fahrradpreis

Bereits zum 17.Mal wird der bundesweite Wettbewerb zum Deutschen Fahrradpreis ausgelobt. Gesucht werden beispielhafte Maßnahmen, Projekte und Aktionen, die den Radverkehr in Deutschland fördern. 

Ob Radfahren im Alltag, in der Freizeit oder im Tourismus – teilnehmen kann an dem Wettbewerb im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans jeder, dessen eingereichte Beiträge als Vorbild und Anregung für weitere Projekte und Maßnahmen der Radverkehrsförderung dienen. Darüber hinaus soll das Image des Fahrrads in der Öffentlichkeit aufgewertet werden, um schließlich mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren zu bewegen. Die Gewinner der Kategorien „Infrastruktur“, „Service“ und „Kommunikation“ erwarten jeweils 3.000 Euro.

Unterschieden bei der Preisvergabe werden vier Kategorien:

– „Die fahrradfreundlichste Persönlichkeit“,

–  „Infrastruktur“

– „Service“ und

–  „Kommunikation“.

Die „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ zeichnet dabei eine prominente Person aus, die im Alltag und in der Freizeit ungewöhnlich häufig das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzt und damit das Image des Fahrrads in besonderer Weise aufwertet. Sie wird von den Initiatoren und Partnern des Wettbewerbs vorgeschlagen und gewählt.

Zur Kategorie Infrastruktur gehören Projekte und Maßnahmen, die den Radverkehr in Alltag, Freizeit und Tourismus durch Planungs- oder Baumaßnahmen fördern. Darunter fallen unter anderem der Bau oder Ausbau von Rad- und Radschnellwegen, die Beschilderung von Fahrradwegen, Radverkehrskonzepte, innovative Planung für bauliche Anlagen für den Radverkehr oder Ladestationen für E-Bikes sowie innovative Fahrradstationen. Wie das gehen kann zeigte 2016 die Stadt Nürnberg mit dem Projekt „Radständer für die Nordstadt“ den ersten Platz für sich entscheiden. Bezeichnend für das Projekt war vor allem der intensive Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie dem Einzelhandel. 

Unter die Kategorie Service fallen Dienstleistungen und Produkte, die das Radfahren in Alltag, Freizeit und Tourismus erleichtern und unterstützen. Wichtig hierbei ist vor allem, dass sie einen gemeinnützigen Charakter haben. Hierzu zählen beispielsweise Radroutenplaner, touristische und gastronomische Serviceangebote mit Fahrradbezug sowie Infomaterialien und Karten zu Radtouren. Im vergangenen Jahr konnte sich in dieser Kategorie das „Kiezkaufhaus“ in Wiesbaden über den Preis freuen. Die Idee dahinter ist die Verbindung von komfortablem Online-Handel und umweltbewusster Nahversorgung.

Zur Kategorie Kommunikationsmaßnahmen zählt die Verbreitung von Botschaften über Massenmedien (Rundfunk, Internet, Printmedien), Bücher, Videos, Apps, CDs, Podcasts, auf Veranstaltungen, durch Aktionen sowie über Plakate und Broschüren sowie herausragendes kommunikatives Engagement einzelner Personen, wie zum Beispiel Kampagnen zur Verbesserung des Images von Radverkehr, Blogs und Mobilitätsleitbilder. 

Wie werden die Sieger nun nach Bewerbungsende, die bis zum15.Januar läuft, bestimmt? Eine Jury zur Wahl der fahrradfreundlichsten Persönlichkeit besteht aus Vertretern der Initiatoren des Wettbewerbs: dem BMVI, der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS), sowie den Partnern, dem Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) und dem Verbund Service und Fahrrad g.e.V. (VSF). Zur Entscheidung, wer die Auszeichnungen in den Kategorien „Service“, „Infrastruktur“ und „Kommunikation“ erhält, wird diese Jury durch fachkundige Vertreter aus Fahrradindustrie, Verkehrsplanung, Verbänden, Tourismus und Kommunikation ergänzt. 

Da jeder am Wettbewerb teilnehmen kann, der einen Mehrwert für den Radverkehr schafft, kann man sich auf eine große Bandbreite von Projekten freuen – nur so gelingt es schließlich auch, alle beim Thema Radverkehr ins Boot zu holen. 

 

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