Das Starterset für Kommunen

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Mit dem Starterset-Elektromobilität wollen Kommunen

Die Elektromobilität wird zukünftig eine immer größere Rolle in unserem Alltag spielen. Doch damit diese erfolgreich in Stadtentwicklung und Verkehrskonzepte integriert werden kann, müssen vor allem die Kommunen selbst als treibende Kraft und mit entsprechendem Know how eingebunden werden. Hierbei bietet die Homepage „Starterset Elektromobilität“ einen ersten Einstieg mit praktischen Tipps. 

Auf der Homepage finden Kommunen – und jeder Interessierte – Handlungsempfehlungen zu den verschiedenen Bereichen, in denen es sinnvoll ist, Elektrofahrzeuge einzusetzen.

Dafür steht zunächst ein Maßnahmenkatalog zur Verfügung, mit dessen Hilfe schnell und einfach eine individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt wird. Dabei kann eine Auswahl getroffen werden zwischen eines oder mehreren der Handlungsfelder, in denen Elektromobilität integriert werden kann: zum Beispiel E CarSharing, E Fuhrparks oder Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr. Anschließend bewertet man zu dem jeweiligen Handlungsfeld die verfügbaren Ressourcen und gewünschten Ziele. Neben der Kosten-Nutzen Kalkulation erhält man zudem einerseits einen Überblick zu den hierbei relevanten Punkten, die es bei der Umsetzung zu beachten gilt, anderseits auch Praxisbeispiele aus anderen Städten. 

Doch in welchen Bereichen kann die Elektromobilität eigentlich sinnvoll eingesetzt werden? Da ist – ganz klar – erstmal der Individualverkehr. Hierbei spielt das E CarSharing, also das Ausleihen eines Elektroautos über ein Kundenkonto eines Anbieters, eine entscheidende Rolle. Mit einem derartigen Angebot können Interessierte sich durch Probefahrten erstmal langsam an ein E-Auto herantasten. Durch Maßnahmen, wie beispielsweise kostenlose Probefahrten, lässt sich die Elektromobilität im Individualverkehr weiterhin fördern. Auch in der kommunalen Flotte ist es sinnvoll Elektrofahrzeuge ergänzend oder als Ersatz zu den „normalen“ Fahrzeugen einzusetzen. Darüber hinaus bietet der Güterwirtschaftsverkehr ein besonders günstiges Einsatzprofil für Elektrofahrzeuge. Hier sind es besonders die Kurier-Express-Dienste die von den E-Autos profitieren können. Darüber hinaus lassen sich im Werkverkehrs – also dem Transport von Waren für das eigene Unternehmen – durch die meist regelmäßigen Fahrten Ladezeiten der Batterie gut planen. Zuletzt ist im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Umstieg auf Elektromobilität zu bedenken. Mit E-Bussen ist der ÖPNV nicht nur klimafreundlich, sondern verursacht wesentlich weniger Lärm und ermöglicht einen emissionsfreien Busverkehr. Erste Busse fahren bereits – wie beispielsweise auf der Linie 48 in Hamburg. 

Entscheidet sich eine Kommune schließlich für die Einführung von Elektromobilität in einem der Bereiche, so müssen bereits bestehende Stadtentwicklungskonzepte berücksichtigt werden. So bietet die Homepage auch eine Antwort auf die Fragen, wie Kommunen die Planung und Einführung für E CarSharing und weitere Modelle im Bereich der Elektromobilität entsprechend vorantreiben können und was es bei der Planung von klimafreundlichen sowie nachhaltigen Verkehrskonzepten zu beachten gilt. Eine herausragende Bedeutung kommt hier den Ladestationen zu, denn erst deren ausreichende und gut vernetzte Verteilung führt schlussendlich auch zum Ziel: die Erhöhung der Elektromobilität im Alltagsverkehr. 

Erarbeitet wurden die Ratschläge und Anreize im Rahmen des Förderprogramms Modellregionen Elektromobilität BMVI. Dabei sind Ergebnisse und Erfahrungen eingeflossen, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zusammen mit seinen Projektpartnern (Automobilhersteller, Energieversorgungsunternehmen, Kommunen, Verkehrsbetriebe, wissenschaftliche Einrichtungen und weitere) in den vergangenen Jahren beim Aufbau von Elektromobilität sammeln konnte. 

 

 

One Response

  1. Martin Uffmann

    17. März 2015 15:28

    Vielleicht wäre es auch mal interessant, zu untersuchen, ob und wenn ja wie elektrifizierte Zweiräder für den umtriebigen Verkehr der großen Innnenstädte geeignet sind – können beispielsweise E-Roller die Umwelt entlasten und den Geräuschpegel dämpfen?

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