CORE Organic Initiative – 2-ORG-COWS

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Im Rahmen der CORE Organic Initiative forschen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus insgesamt 21 Ländern bereits seit 2004 zusammen rund um das Thema „ökologischer Landbau“. Im Rahmen der bereits dritten Verlängerung des Programms wurden Anfang diesen Jahres 11 Projekte initiiert, die bis 2018 neue Erkenntnisse und einen regen Wissensaustausch zwischen den beteiligten Ländern fördern sollen.

Zwei dieser Projekte werden von Forschern aus Deutschland koordiniert: die Projekte „SusOrganic“ und „2-ORG-COWS“. CEP berichtete bereits über CORE Organic allgemein und über SusOrganic, welches von Dr. Barbara Sturm, Leiterin der Gruppe Nacherntetechnologie im Fachgebiet Agrartechnik der Uni Kassel, koordiniert wird. Das 2-ORG-COWS-Projekt wird von Sven König koordiniert, der ebenfalls an der Uni Kassel tätig ist.

Wie der Projektname bereits verrät, dreht sich hierbei die Forschung um Rinder. Das Ziel ist es, auf Basis eines interdisziplinären Forschungsdesigns – unter Einbeziehung der Disziplinen Tierzucht, Tierernährung, Tierhaltung und Agrartechnik – neuartige funktionale Merkmale und die damit verbundenen Umweltdeskriptoren eingehend zu bewerten. Diese Bewertung soll dann die Voraussetzung für die Umsetzung von ökologischen Zuchtstrategien für Zweinutzungsrinder, welche in ökologischen Weidesystemen gehalten werden, sowie für ein vorbeugendes Gesundheitsmanagement bilden.

Als Zweinutzungsrassen werden landwirtschaftliche Haustierrassen bezeichnet, die nicht einfach nur ein einseitiges Leistungsmerkmal besitzen, wie zum Beispiel eine „Milchkuh“, sondern für die Produktion zweier Grunderzeugnisse eingesetzt werden. So wird beispielsweise das in Deutschland weit verbreitete „Fleckvieh“ sowohl für die Milch- als auch für die Fleischerzeugung genutzt. Es gibt noch weitere Rinderrassen, die sich für die Zweinutzung eignen. Diese Rassen werden im Rahmen von 2-ORG-COWS untersucht und bewertet.

Die Anpassung des Zweinutzungs-Rindes auf weidebasierten Haltungssystemen und die gleichzeitige Anpassung bzw. Optimierung der Einbindung von Funktions- (Gesundheits-) Merkmalen gelten dabei als übergeordnete Ziele. Zur identischen Erfassung dieser Merkmale wird in allen Versuchsherden die sogenannte SensOor® Technologie eingesetzt. Gearbeitet wird in folgenden Themenkreisen:

a) Produktionssysteme
b) neuartige Erfassungssysteme
c) genetische Evaluierungen
d) Optimierung von Zuchtprogrammen
e) optimiertes Herdenmanagement für weidebasierte Betriebe

An dem Projekt beteiligen sich neben Deutschland – in Form des Koordinators Sven Koenig (Uni Kassel) – auch Polen, Slovenien, die Schweiz, Frankreich, Belgien, die Niederlande sowie die Türkei.

 

 

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