CO2-Konzentration fällt nicht mehr unter 400ppm

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CO2-Gehalt nie mehr unter 400 ppm
CO2-Gehalt nie mehr unter 400 ppm

Von Jahr zu Jahr ist mehr des Treibhausgases CO2 in der Erdatmosphäre. Vor gerade einmal drei Jahren überschritt die Konzentration erstmals die 400 ppm-Marke. Das bedeutet, pro Millionen Teile Luft befanden sich 400 Teile CO2 in der Atmosphäre. Die letzten Jahre fiel der Wert im Laufe des Sommer wieder unter diese Grenze. Nicht so 2016. Viele Wissenschaftler nehmen an, die heute lebenden Menschen werden es nicht mehr erleben, dass die Konzentration wieder unter 400 ppm sinken wird.

Klimatologen glauben, dass die natürlichen Schwankungen des CO2-Gehalts der Erdatmosphäre zwischen 200 Parts per Million (ppm) während Eiszeiten und 300 ppm in wärmeren Perioden liegen. Nur außergewöhnliche Ereignisse wie etwa gewaltige Vulkanausbrüche lassen die Konzentration noch höher ansteigen.

Ein weiteres ungewöhnliches Ereignis ist die Menschheit. Wir verfeuern Kohle, verheizen Gas und verbrennen Erdöl. Wir holzen Wälder ab und stellen riesige Mengen Zement her – all das lässt den CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre von Jahr zu Jahr ansteigen. Vor Beginn der industriellen Revolution um das Jahr 1780 atmeten die Menschen geschätzte 280 Teile CO2 pro Millionen Teile Luft.

Rund 230 Jahre später, im Jahr 2013, wurde erstmals die 400 ppm Marke überschritten: Ein historischer, aber erschreckender Wert, der verdeutlicht wie groß der Einfluss von uns Menschen auf das Gleichgewicht der Erde ist. Klimaforscher schätzen, dass die Konzentration in der Erdgeschichte zuletzt im Pliozän derart hoch war. Ver-steinerte Blätter und Sedimente lassen darauf schließen, dass damals Werte zwischen 360-400 ppm vorherrsch-ten.

Erschreckenderweise haben wir selbst den geschätzten Höchstwert von 400 ppm mittlerweile deutlich überschritten. Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt immer schneller an. Während die Werte im Mai 2015 bei rund 403 ppm lagen, wurde diesen Mai der höchste je gemessene Wert erreicht: 407.70 ppm – wahrscheinlich deutlich mehr als im Pliozän.

Darüber hinaus gehen Wissenschaftler erstmals davon aus, dass der Wert das ganze Jahr nicht mehr unter 400 ppm abfallen wird. Normalerweise geht der CO2-Gehalt mit dem Erwachen der Vegetation auf der Nordhalbkugel deutlich zurück, da die Pflanzen das CO2 absorbieren. Doch zusätzlich zu den schnell steigenden Emissionen habe letztes Jahr das Klimaphänomen El Nino die Werte weiter steigen lassen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die heute lebenden Menschen nie mehr eine Luft atmen werden, die weniger als 400 ppm CO2 enthält.

Quelle: ZME Science

 

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