Die Welt rückt zusammen im Kampf gegen Covid-19

BYD wird in der Corona-Krise neben Produzent für Elektromobilität und Batterie-Speicher Lieferant für Gesichtsmasken und Desinfektionsgel ©BYD
BYD wird in der Corona-Krise neben Produzent für Elektromobilität und Batterie-Speicher Lieferant für Gesichtsmasken und Desinfektionsgel ©BYD

In einer Zeit in der wir jeden Tag weitere Hiobsbotschaften zur Ausbreitung der Corona-Pandemie sehen, ist jede positive Nachricht ein Lichtblick. Und es gibt sie, diese Lichtblicke. Ob es kubanische Ärzte sind, die nach Italien reisen, um die völlig überlasteten medizinischen Einrichtungen zu unterstützen oder Firmen, die ihre Produktion umstellen, um die Nachfrage an Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel zu bedienen.

Vorreiter aus dem Markt Erneuerbarer Energie

Auch Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien, werden tätig. Der chinesische Konzern BYD – eigentlich bekannt als einer der weltweit größten Hersteller im Bereich Elektromobilität und Batterie-Speicher – kündigte am 8. Februar die Herstellung von Gesichtsmasken und Desinfektionsgelen an, um den COVID-19-Ausbruch zu bekämpfen. Gründer Wang Chuanfu arbeitete laut BYD mit 3.000 Ingenieuren zusammen, um die weltweit größte Produktion von Gesichtsmasken und Desinfektionsmitteln umzusetzen. Innerhalb weniger Wochen wurde die Produktion auf aktuell 5 Millionen Masken und 300.000 Flaschen Desinfektionsmittel pro Tag hochgefahren. Damit gehört der Konzern heute zu den größten Produzenten weltweit für diese Produkte.

Die Nachfrage nach Masken und Händedesinfektionsmitteln stieg mit dem Ausbruch des Virus sprunghaft an. Dies führte zu Engpässen und veranlasste Industrieunternehmen dazu, neue Produktionslinien zu ändern und zu bauen. Insgesamt hat China als weltweit größter Maskenhersteller die Produktion auf 54,8 Millionen Einheiten pro Tag gesteigert, berichtete Bloomberg am 22. Februar. Das entspricht laut der Nationale Entwicklungs- und Reformkommission etwa dem 2,8-fachen Wert vom 1. Februar.

Deutsche Hersteller ziehen nach

Auch in Deutschland stellen Unternehmen ihre Produktionslinien um. Der schwäbische Bekleidungshersteller Trigema hat die ersten 10 000 Mund- und Nasenschutz-Masken produziert und plant den Ausbau auf 100 000 Masken, berichtete Unternehmenschef Wolfgang Grupp am Freitag. Die Masken sind allerdings nicht für intensivmedizinische Bereiche geeignet, da sie die Schutzklassen FFP2 oder FFP3 nicht erfüllten. Sie sind für Pflegepersonal, Firmen, und Behörden gedacht.

Das Textilunternehmen Eterna aus Passau hat ebenfalls mit der Produktion von Gesichtsmasken begonnen. Nach den Geschäftsschließungen im Einzelhandel sei die Herstellung von Hemden und Blusen stark heruntergefahren worden, teilte das Unternehmen mit. Im slowakischen Eterna-Werk habe man daher die Produktion auf Schutzmasken umgestellt. Künftig sollen bis zu 25.000 Masken pro Tag gefertigt werden. Mit dieser Maßnahme könne die Umstellung auf Kurzarbeit verhindert werden.

Auf diese Weise könnte die Produktionsumstellung der Unternehmen also nicht nur helfen, den Bedarf in der Krise zu decken, sondern auch Arbeitsplätze retten.

Quellen:
BYD, Bloomberg, KMA-Online

 

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