Bundespreis Ecodesign 2017

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Jury Bundespreis Ecodesign 2017
© IDZ | Kühnapfel Fotografie

Nun schon zum sechsten Jahr in Folge schreibt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) den Bundespreis Ecodesign aus. Der Preis zielt darauf ab, Innovationen zu fördern und die Markteinführung und Diffusion ökologischer Produkte durch eine öffentlichkeitswirksame Auszeichnung zu unterstützen. Dadurch soll eine Veränderung sowohl in Entwicklung und Produktion als auch im Konsumverhalten bewirkt werden, die zu einer Entlastung der Umwelt beiträgt.

„Viele unserer Alltagsprodukte oder Dienstleistungen können wir wesentlich nachhaltiger gestalten. Das heißt, ein Stuhl, eine Brille oder ein Werkzeug sollte nicht ’nur‘ ökologischer werden, sondern sich gleichzeitig auch gut nutzen oder tragen lassen. Das ist die Grundmelodie beim Bundespreis Ecodesign. Hier sind alle Designer und Designerinnen eingeladen, sich zu bewerben. Gute Ideen für langlebige, ressourcenschonende Produkte brauchen wir noch jede Menge.“ fasst Bundesumweltministerin Barbara Hendricks den Preis und seine Intention zusammen.

Dabei sind aber nicht nur große Konzerne oder Startups gefragt – auch Studierende können den Wettbewerb dazu nutzen ihre Ideen und Konzepte auf die große Bühne zu bringen und haben sogar die Chance dabei ein Preisgeld von 1.000 Euro zu gewinnen. Hierbei sollte aber auch bedacht werden, dass es nicht nur um das fertige Produkt geht, denn die Jury bewertet den kompletten geplanten Fertigungsweg: Von der Gewinnung der Rohstoffe, über die weitere Verarbeitung und Herstellung hin zum Vertrieb und Verkauf bis zur finalen Entsorgung.

Bis einschließlich dem 10. April haben Unternehmen, Designagenturen, Start-Ups und Studierende die Chance sich mit ihren bereits erstellten Prototypen oder marktreifen Produkten und Dienstleistungen zu bewerben. Grundvoraussetzung dafür ist, dass das eingereichte Produkt auf dem deutschen Markt erhältlich ist bzw. sich als Service oder Konzept an diesen richtet.

In diesem Jahr wird der Bundespreis Ecodesign in insgesamt vier Kategorien vergeben:

Produkt
In der Wettbewerbskategorie Produkt können Produkte (aus allen Branchen und Designsparten), die auf dem deutschen Markt erhältlich sind und Prototypen mit Marktreife, deren Einführung auf dem deutschen Markt in absehbarer Zeit geplant ist, eingereicht werden.

Service
In der Wettbewerbskategorie Service können Dienstleistungen und Systemlösungen eingereicht werden, die auf dem deutschen Markt angeboten werden.

Konzept
In der Wettbewerbskategorie Konzept können zukunftsweisende Konzepte, Studien und Modellprojekte eingereicht werden.

Nachwuchs
Für den Nachwuchspreis können sich Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen bewerben. Der Studienabschluss darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen (Stichtag ist der Ausschreibungsbeginn am 16. Januar 2017).

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes erklärtel: „Das Besondere an diesem Designpreis sind ästhetisch überzeugende Gestaltungsvorschläge für die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Auch in diesem Jahr hoffen wir für möglichst viele Lebensbereiche auf nachhaltig gestaltete Produkte mit langer Lebensdauer, neue Konzepte des Teilens und Tauschens sowie Dienstleistungen, mit denen es beim Wohnen, Einkaufen oder Reisen Freude macht, die Umwelt zu schonen“.

Quellen:
http://www.bmub.bund.de/presse/pressemitteilungen/pm/artikel/ueberzeugendes-design-statt-kurzlebiger-wegwerfware/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=103&cHash=b78443636bb11e831b7dfd372cef0558
https://bundespreis-ecodesign.de/de/index.html

 

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