BMUB startet Bürgerdialog zur Ressourcenschonung

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Am Samstag fand in Berlin die erste von insgesamt fünf ganztägigen Bürgerwerkstätten zum Thema Ressourcenschonung statt. Dabei haben die deutschen Bundesbürger bis zum Sommer die Chance, aktiv am Ressourceneffizienzprogramm „ProgRess“ der Bundesregierung mitzuarbeiten und eigene Vorschläge dazu einzubringen, wie wir in Deutschland möglichst ressourcenschonend leben können. Ihre Ideen fließen dann als „Bürgerratschlag“ in das Programm ein. Das ist auf Bundesebene ein Novum.

Der Bürgerdialog mit dem Titel „GesprächStoff: Ressourcenschonend leben“ wurde vom Bundesumweltministerium (BMUB) zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) entwickelt. In ganztägigen Bürgerwerkstätten können interessierte deutsche Bundesbürger dabei „ProgRess“ nach ihren Vorstellungen mitgestalten. Ziel von „ProgRess“ ist es, den Abbau und die Nutzung natürlicher Ressourcen nachhaltiger zu gestalten sowie die damit verbundenen Umweltbelastungen so weit wie möglich zu reduzieren. Im Rahmen der Bürgerdialoge soll vor allem die Frage geklärt werden, wie nach Ansicht der Bürger im Alltag möglichst ressourcenschonend gelebt werden kann.

Können wir zum Beispiel unser Recycling verbessern? Wann und warum kaufe ich mir beispielsweise ein Auto oder entscheide mich für den öffentlichen Nahverkehr oder CarSharing? Brauche ich einen Handyvertrag, der mir jedes Jahr ein neues Handy beschert? Wie lange nutze ich ein Produkt? Kaufe ich mir ein neues oder lasse ich es vielleicht doch lieber reparieren?

Die Bürgerinnen und Bürger äußern dabei nicht nur ihre Meinung, sondern präsentieren und diskutieren die Ergebnisse anschließend auch mit Fachleuten. Ihre Vorschläge fließen dann als sogenannter „Bürgerratschlag“ in das deutsche Ressourceneffizienzprogramm ein. Bis zum Sommer 2015 werden in insgesamt fünf ganztägigen Bürgerwerkstätten und einen Online-Dialog die Standpunkte und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Ressourcenschonung diskutiert.

Die Bürgerwerkstätten finden über das ganze Bundesgebiet verteilt und in Städten unterschiedlicher Größe statt. Die Veranstaltungsorte sind Berlin (fand bereits statt), Jena, Hameln, Heubach (Ostalbkreis) und Düsseldorf. Dort diskutieren jeweils 50 per Zufallsverfahren ausgewählte Bürger/innen über ihre Ansichten und Ideen für einen zukunftsorientierten Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Durch die Zufallsauswahl wird gewährleistet, dass möglichst viele Menschen mit verschiedenen Hintergründen am Bürgerdialog teilnehmen.

Gleichzeitig ist der Bürgerdialog auch offen für alle: Vom 19. Mai bis 16. Juni 2015 findet dazu ein Online-Dialog statt. Alle Bürger/innen können dort ihre Ideen zum Ressourceneffizienzprogramm einbringen: Welches Ressourcen-Thema braucht mehr Aufmerksamkeit? Was darf bei der Überarbeitung von „ProgRess“ nicht fehlen? Bereits jetzt können sich alle Interessierten auf der Internetseite www.gespraechstoff-ressourcen.de über den Prozess und den Hintergrund des Bürgerdialogs informieren.

Teilnehmende aus Bürgerwerkstätten und Online-Dialog können sich freiwillig als „Bürgerbotschafter/innen“ melden, um diesen Bürgerratschlag gemeinsam fertig zu stellen und im Herbst 2015 an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zu übergeben.

Die Termine der Bürgerwerkstätten sind:
– 25. April 2015 in Berlin
– 09. Mai 2015 in Jena
– 30. Mai 2015 in Hameln
– 13. Juni 2015 in Heubach (Ostalbkreis)
– 27. Juni 2015 in Düsseldorf

Quelle: BMUB

 

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