Bio in München: Alles im grünen Bereich?

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Bio-Lebensmittel
Bio-Lebensmittel

Schaut man sich die aktuellen Zahlen an, bestätigen sie, was im Grunde bereits jeder weiß: Der Bio-Markt wächst. Dabei ist Deutschland der größte Markt für Bioprodukte in Europa und nimmt damit nicht nur eine Vorreiter-, sondern auch eine Vorbildrolle ein. Doch wie BIO ist Deutschland wirklich?

Diese Frage hat sich auch die Bio-Molkerei Andechser gestellt und gab eine entsprechende Studie für die Stadt und den Landkreis München beim Nürnberger Marktforschungsinstitut ICON Added in Auftrag. Dafür wurden online insgesamt 1.028 Personen aus München und dem Umland zwischen 18 bis 69 Jahren befragt. Dabei wurden den Teilnehmern verschiedene Fragen rund um die Themen „BIO“ und „Regionalität gestellt. Unter anderem wurde untersucht:

  • Was verstehen die Verbraucher in Stadt und Landkreis München unter „Bio“?
  • Aus welchen Gründen greifen sie zu biologisch oder regional erzeugten Lebensmitteln?
  • Wo leben die meisten Bio-Käufer in München?
  • Wie „tickt“ der typische Bio-Käufer?

Das Ergbnis: über 90% der Befragten gaben an, entweder „regelmäßig“ oder „gelegentlich“ solche Produkte einzukaufen. Dabei ist der Bio-Konsum insbesondere bei den Münchener Bürgern aus den Stadtvierteln Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Altstadt-Lehel und Maxvorstad hoch. Die beliebtesten Bio-Produkte, für die die Münchener auch gerne einmal etwas tiefer in die Tasche greifen, sind Gemüse und Obst, Eier sowie biologisch bzw. regional erzeugte Waren. Es folgen Molkereiprodukte wie Milch, Jogurt, Quark und Käse. Dabei legt die Mehrheit einen größeren Wert auf Qualität als auf den Preis.

Insgesamt 80% der befragten Personen bevorzugen nach eigenen Angaben solche Bio-Lebensmittel, die gleichzeitig regional erzeugt wurden. Bei den Bio-Konsumenten selbst liegt der Anteil sogar bei 95%. Hier stellt sich die Frage, was genau noch als „Regional“ gesehen wird. Der Konsens der Befragten ergab 101 Kilometer maximale Entfernung zwischen Produktionsstätte und Geschäft bzw. Verkaufsort.

Als Grund für den Kauf von Bioprodukten gaben die Studienteilnehmer vor allem folgende Gründe an:

  • die Natürlichkeit der Produkte (78 Prozent)
  • die Unterstützung einer artgerechten Tierhaltung (76 Prozent)
  • die auf eine nachhaltige Landwirtschaft ausgelegte Herstellung (72 Prozent)

Den Kauf regionaler Produkte wiederum begründeten viele mit:

  • der Unterstützung heimischer Betriebe (87 Prozent)
  • dem Wissen, woher die Lebensmittel stammen (79 Prozent)
  • der Frische (74 Prozent)

Dabei sind viele Münchener bereit bis zu 18 Prozent Preisaufschlag in Kauf zu nehmen. Dabei unterscheidet sich jedoch, wer die „Zielperson“ des Einkaufs ist. So sind 82 Prozent der Befragten einverstanden für sich und ihre Familie einen Preisaufschlag bezahlen. Immerhin 62 Prozent – d. h. drei von fünf – würden dies auch für Freunde und Bekannte tun. Vegetarier und Menschen mit Partner erzielten bei dieser Frage noch höhere Werte. Auch außerhalb des Eigenheims steigt die Bereitschaft die Verwendung von Bioprodukten zu honorieren. Denn insbesondere Hotels, Restaurants sowie Kantinen/Mensen können auf diese Weise mit einem Imagegewinn rechnen.

Quelle:

http://presse.andechser-natur.de/uploads/media/PM_Vorstellung_Studie_17.11.pdf

 

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