Bio-Fastfood auf dem Vormarsch

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Wachsender Markt für Fastfood mit nachhaltigen Produkten

McDonalds hat in den letzten Tagen ordentlich Schlagzeilen gemacht: neuer Chef, neue Richtlinien, neue Zutaten. Und während Deutschland die angekündigte Grünkohl-Offensive des Fastfood-Riesen belächelt, verliert der Konzern immer mehr Kunden. 

Die rückläufigen Verkaufszahlen scheinen nun auch bei McDonalds für ein Umdenken zu sorgen.

Der Kunde wünscht sich Bio-Produkte, Nachhaltigkeit und fleischlose Alternativen, die die Kette nur marginal bieten kann. Also sucht sich König-Kunde Alternativen – und findet diese in den USA in jüngeren, mittlerweile stark wachsenden Fastfood-Ketten wie Chipotle Mexican Grill oder Shake Shack. Diese werben mit nachhaltigen Produkten und vegetarischen oder sogar veganen Gerichten.

BIO, vor gut zehn Jahren noch ein teurer Trend, ist für viele heutzutage eine Lebenseinstellung geworden. Und wie die Umsatzzahlen von McDonalds beweisen, hat sie sich auch im Bereich Fastfood etabliert. Während in den Vereinigten Staaten weiter Unternehmensketten diesem Anspruch gerecht werden, florieren hier in Deutschland vor allem die kleinen, individuellen Schnellrestaurants. Es haben sich immer mehr originelle Konzepte entwickelt, die von saisonaler asiatischer Aufwärm-Küche über den Burger zum selbst zusammenstellen bis hin zu großen bunten FoodTrucks reichen. „Nachhaltig“ und besonders „Regional“ haben damit einen Bedeutungszuwachs der kreativeren Art erhalten, den die Kunden schätzen.

Gerade erst hat das Gourmet-Magazin „Der Feinschmecker“ 250 Schnellrestaurants aus ganz Deutschland vorgestellt mit dem Fazit: „Noch nie war das Angebot an guten Mittagspausen in Deutschland so gut und vielfältig […].“

Auch hier stachen die Angebote von Bio-Lebensmittel und rein vegetarischen Gerichten hervor. Interessant klingt beispielsweise das Leipziger Lokal „Handbrotzeit“, das die besonders auf sächsischen Weihnachtsmärkten beliebten Handbrote (auch Rahmenkleckse genannt) nun zu jeder Jahreszeit anbietet. Hier sind nach eigenen Angaben die Verpackungsmaterialien aus Zuckerrohrfaser und Maisstärke und der Strom kommt von Greenpeace Energy. Auch die Heimat der eiweißreichen Bio-Kichererbsen, das Frankfurter Giggle Pea, wurde als orientalisches Erlebnis in die Liste mit aufgenommen. Die ladeneigene Homepage befindet sich noch im Aufbau, doch bereits jetzt wird dort betont, wie lecker die traditionellen Hummus- und Falafel-Gerichte sind. Nürnberg, kulinarisch sonst vor allem für seine kleinen Rostbratwürste bekannt, hebt sich nun mit seiner Food-Truck-Kultur hervor. Das „Goud“ zum Beispiel bietet dabei das regional bekannte „Schäufela“ im Brötchen an und verarbeitet für dieses regionale Rezept auch regionale Produkte.

Doch nicht nur die kleinen speziellen Schnellrestaurant und Trucks erfreuen sich großer Beliebtheit, auch die wachsende Zahl der  deutschen Franchise-Unternehmen, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit, ökologische Anbau und regionale Waren auseinander setzen, können Erfolge verzeichnen. Darunter finden sich die jeweils in München gegründete  Salatbar Dean&David, das Thai-Take-Away Kaimug und die Coffe-Shop-Kette  Coffee Fellows. Schaut man sich die Gründungsdaten dieser Unternehmen an, wird klar, wie lange es die Idee vom schnellen, gesunden Essen schon gibt – nämlich seit gut 15 Jahren.

Quelle: Pressemeldung „Der Feinschmecker“
http://www.presseportal.de/pm/7128/2946420/-fast-food-vom-feinsten-der-feinschmecker-empfiehlt-250-imbiss-adressen

 

2 Responses

  1. cvp

    19. März 2015 12:26

    Bio, vegetarisch, vegan… Ich denke die meisten Menschen würden sich mehr freuen, wenn sie einfach einmal die Chance hätten gutes Fleisch auf/zu ihrem Essen zu bekommen, von regionalen Erzeugern und vor allem ohne die Tonnen Medikamente, die heute eigentlich jeden Burger vollkommen ungenießbar machen.

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