Bessere Förderkonditionen für erneuerbare Energien

,

Solarkollektor; Foto: shutterstock

Das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) als Instrument der Bundesregierung zur Förderung alternativer Energieformen ist deutlich nachgebessert worden. Um eine verstärkte Dynamik in das Marktsegment zu bringen, setzt das Bundesumweltministerium speziell auf die Förderung der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Änderungen wurden bei der Förderung von Solarkollektoren, Biomassekesseln und der KfW-Förderung vorgenommen.

Basisförderung für Solarkollektoren erhöht

Im Einzelnen bedeutet dies eine zeitlich befristete Erhöhung der Basisförderung für Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung auf 120 Euro pro Quadratmeter bis zum 30. Dezember 2011. Anschließend wird die Förderung wieder auf 90 Euro pro Quadratmeter reduziert. Der Kombinationsbonus für die Stromerzeugung aus Solarthermie plus Biomasse beziehungsweise der Installation einer Wärmepumpe wird für den gleichen Zeitraum von 500 auf 600 Euro erhöht und danach wieder auf den alten Betrag zurückgestuft.

Auch Biomassekessel werden durch die Wiedereinführung der Förderung von emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln bevorteilt. Diese müssen jedoch als Fördervoraussetzung einen besonders niedrigen Staubemissionswert von maximal 15 Milligramm pro Kubikmeter aufweisen. Zuvor lag dieser Wert bei 50 Milligramm pro Kubikmeter. Die Förderung beträgt pauschal 1.000 Euro. Alle bisherigen Förderungen bei Pellet-Öfen mit Wassertasche, Pellet-Kesseln (auch Kombinationskessel) und Holzhackschnitzelanlagen bleiben unverändert.

Förderniveau bei Wärmepumpen bleibt erhalten

Bei den Wärmepumpen wurden die technischen Förderanforderungen überarbeitet. Die bisher geforderten Jahresarbeitszahlen wurden abgesenkt. Für die Förderung von Wärmepumpen gilt fortan eine andere Bemessungsgrundlage: Statt wie früher die Wohnfläche wird jetzt die Wärmeleistung der Anlagen gemessen. Das bisherige Förderniveau bleibt dabei in etwa erhalten.

Auch große Wärmepumpen werden zukünftig in die KfW-Förderung aufgenommen. Zwar fällt die Förderung für Biogasleitungen weg, die eigentlich Ende 2010 ausgelaufene Förderung für kleine Biogasaufbereitungsanlagen wird hingegen fortgeführt.

Alle Einzelheiten der neuen Richtlinie können ab sofort im Internet sowie im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

Daniel Seemann

 

Leave a Reply