Autor -Stefanie Nunberger

Das Prinzip der Fernwärme ist inzwischen bekannt: Wasser wird beim Erzeuger erhitzt, über Rohrsysteme zum Verbraucher geführt und dort zum Heizen eingesetzt. Ähnlich funktioniert Fernkälte: Kaltes Grundwasser wird als natürliche Kältequelle genutzt und zum Kühlen verwendet.

Städte wie Chemnitz und Hamburg nutzen schon länger Fernkältenetze, wie der Spiegel berichtet. Nun kommt diese Methode auch immer öfter in großen Konzernen zum Einsatz, wie zum Beispiel bei der BMW AG. Schon seit 2004 wird das BMW Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) in München mit Fernkälte klimatisiert.

Im FIZ funktioniert das wie folgt: Da viele U-Bahnlinien in grundwasserführende Bodenschichten gebaut wurden, bildeten die Stadtwerke München so genannte Düker. In diesen Dükern wird das Grundwasser gesammelt und unter der U-Bahn hindurch geleitet. Insgesamt gibt es 182 dieser Bauwerke in der bayerischen Landeshauptstadt. Aus acht dieser Düker der U-Bahnlinie U2 Feldmoching wird das um die elf Grad Celsius kalte Grundwasser entnommen und durch ein 4,6 Kilometer langes Rohrsystem in das FIZ transportiert. Dort nimmt das Wasser die Abwärme des FIZ auf und wird dabei auf zirka 17 Grad erwärmt. Anschließend wird das warme Wasser wieder zurück in die Düker geführt.

Negative Konsequenzen für Flora und Fauna durch das erwärmte Grundwasser gäbe es nicht, so Bettina Hess, Sprecherin der Stadtwerke München: „Auf Grund des sehr mächtigen Grundwasserstroms im Münchener Norden sowie des großen Abstands des Grundwassers zu wurzelführenden Bodenschichten gehen von dieser Grundwassernutzung keinerlei negative Auswirkungen auf die umliegende Fauna aus“.

Durch dieses Projekt vermeidet die BMW Group jährlich CO2-Emissionen im Umfang von 4.500 Tonnen. Außerdem werden rund sieben Millionen Kilowattstunden Strom im Vergleich zur herkömmlichen Kälteerzeugung eingespart. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch von mehr als 3.000 Münchener Haushalten.

Für dieses Projekt wurden die Stadtwerke München und dieBMW Group mit dem Bayerischen Energiepreis 2006 ausgezeichnet.

Stefanie Nunberger

Münchener Grundwasser kühlt BMW Forschungszentrum

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Offensichtlich sind Supermans Röntgenblick und Spider-Mans Kletterkünste bereits Schnee von gestern. Auch Helden müssen mit der Zeit gehen. Und da die größte Bedrohung derzeit nicht mehr von Superschurken ausgeht, sondern eher von der Klimakatastrophe, müssen sie die Welt vor dieser Gefahr retten. Eine große Herausforderung für die Helden dieser Zeit.

Doch wie die Computerwoche berichtete, keine unmögliche Herausforderung. Britische Wissenschaftler haben den neuesten Helden- den Carbon Hero- entwickelt. Der Carbon Hero ist ein kleiner mobiler Sensor, so groß wie ein Schlüsselanhänger, der ermittelt, wie viel CO2 bei einer Reise freigesetzt wird. Der Sensor schließt durch die Geschwindigkeit und das Bewegungsmuster auf das genutzte Transportmittel. Die Informationen werden per Bluetooth direkt an das Handy des Benutzers weiter geleitet, wo eine spezielle Software die Daten auswertet. Eine integrierte Datenbank speichert zum Beispiel Angaben über den Umwelteinfluss verschiedener Transportmittel und gleicht diese mit den ermittelten Informationen ab. Der Carbon Hero nutzt diese Daten und erstellt einen Carbon Footprint.

Derzeit nutzt der Carbon Hero nur GPS, doch sobald  das Galileo-System der ESA im Jahr 2013 fertig gestellt wird, soll künftig dieses System genauere Informationen liefern. Außerdem wurde der Carbon Hero bis jetzt nur mit Nokia Handys getestet. Er soll allerdings Plattform unabhängig werden, weshalb man die Erfindung jetzt auch mit dem Blackberry testen will.

Stefanie Nunberger

Carbon Hero – das Gadget für die Umwelthelden von heute

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