Auftrieb für Erneuerbare in den Philippinen

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Phoenix Solar just completed a 0.7 MW project optimized for self-consumption on a industrial rooftop in the Philippines.
Phoenix Solar just completed a 0.7 MW project optimized for self-consumption on a industrial rooftop in the Philippines.
Der neue Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, setzt auf eine verstärkte Entwicklung der Erneuerbaren Energien, eine nachhaltige Entwicklung und ein Abrücken vom Ausbau der Kohlekraftwerke in dem Inselreich. Dies eröffnet auch deutschen Unternehmen verbesserte Exportchancen.

 

Die politische Agenda des neuen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte umfasst mehr als schrille Worte für eine strikte Verbrechensbekämpfung, mit der er vor allem in den internationalen Medien zitiert wurde. “Wir müssen von der Kohle abrücken und die erneuerbaren Energien stärker ausbauen, die anfangs höhere Investitionen erfordern, aber mittel- und langfristig günstiger sind”, sagte er Tageszeitung Philippine Star.

Zugleich kündigte er an, sämtliche Ausbaupläne für Kohlekraftwerke in dem Land auf den Prüfstand zu stellen. Um unter anderem den Erneuerbaren-Sektor voranzubringen, kündigte er eine Entschlackung von Zollvorschriften sowie eine Förderung von Private-Public-Partnerships (PPP), eine Förderung von ausländischen Investitionen sowie die verstärkte Schaffung von Arbeitsplätzen in dem Sektor an. Zudem möchte er alternative Verkehrskonzepte für die Hauptstadt Manila wie den Einsatz von E-Fahrzeugen und den öffentlichen Nahverkehr voranbringen. Die 20 Millionen große Megacity erstickt täglich im Verkehrschaos der verstopften Straßen sowie im Smog.

Deutschen Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare-Energien und Cleantech eröffnet dies verstärkte Export-chancen. So sind bei-spielsweise Solarunternehmen wie Phoenix Solar, Schletter, SMA, Juwi, IG-Vogt, MP-Tech oder Conergy schon seit einiger Zeit in den Philippinen unterwegs. Phoenix Solar weihte jüngst eine 0,7 Megawatt starke Solarstrom-Dachanlage auf einer Produktionshalle von Continental Temic Electronics Philippines ein. Zwei weitere gewerbliche Dachanlagen mit einer Leistung von 1,8 Megawatt, die ebenfalls der Eigenversorgung dienen, sind laut Eric Fleckten, Vice President Asia/Pacific von Phoenix Solar AG in der Planungsphase.

Bisher sind rund 150 Megawatt Photovoltaik in dem Land installiert und weitere 100 Megawatt sind i unter dem Schirm des philippinischen Renewable Energy Law genehmigt. Der derzeitige Ausbaukorridor für PV-Anlagen, die berechtigt sind den Einspeisetarif von 9,68 Pesos pro Kilowattstunde zu bekommen (rund 19 Eurocents/kWh), liegt bei 500 Megawatt.

Es wird erwartet, dass Duterte, dessen Präsidentschaft am 1. Juli startet, den Ausbaukorridor stark erhöhen und der Markt entsprechend anziehen wird.
 

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