Auch im Winter rauf aufs Rad

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Radfahren ist auch im Winter gut für die Gesundheit

Inzwischen ist auch bei uns in Deutschland der Winter eingebrochen. Schnee und Eis verderben so manch einem den Spaß am Radfahren. Doch allein die Kälte sollte einen nicht davon abhalten, auch im Winter öfter mal aufs Rad zu steigen.
Denn der alltägliche Tritt in die Pedale stärkt gerade bei etwas kühleren Temperaturen die körpereigene Abwehr und somit das Immunsystem. Außerdem heben sportliche Aktivitäten die Stimmung – und gerade das können wir in der dunklen Jahreszeit nur allzu gut gebrauchen. Und wer auch im Winter fit und aktiv bleibt, der hat im Nu die zusätzlichen Pfunde durch Weihnachtszeit und Silvester wieder los.
Die ersten paar Minuten auf dem Rad erfordern meist die größte Überwindung, da der Kreislauf noch nicht in Schwung ist und es richtig kalt werden kann. „Doch der Wechsel zwischen dem Kältereiz beim Losfahren und dem Warmwerden beim Treten stärkt das Immunsystem und hat eine ähnlich positive Wirkung auf die körpereigenen Abwehrkräfte wie ein Saunabesuch“, so der Sportwissenschaftler und Fahrradexperte Achim Schmidt von der Sporthochschule Köln. Um sich nach der immunstärkenden Radfahrt nicht zu erkälten, rät der Experte jedoch auch zu einer anschließenden heißen Dusche, trockener Kleidung oder einem warmen Getränk, sodass der Körper trocken ist und man nicht friert.
Wer sich denkt, er brauche im Winter nach einer längeren Fahrt auf dem Rad nicht ausreichend zu trinken, der irrt. Denn im Winter verliert der Körper fast genauso viel Flüssigkeit wie im Sommer: Die Lungen müssen die kalte und trockene Luft besonders stark anfeuchten – und dies geschieht über den körpereigenen Wasserhaushalt.
Soll das Radfahren auch einen Trainingseffekt haben, so sollte der Tritt in die Pedale schon etwas stärker ausfallen: Etwa 70 bis 80 Umdrehungen pro Minute – also öfter als einmal in der Sekunde. Vor allem ein leichter Gang, bei dem man schnell treten muss und zudem wendig bleibt, um auf unvorhergesehene Situationen entsprechend reagieren zu können, sollte es sein, empfiehlt Schmidt. Denn entscheidend ist nicht die Zeit, die man auf dem Sattel sitzt, sondern die Zeit, in der man dabei auch die Beine bewegt.
Schließlich wirkt sich das Radfahren ob im Winter oder im Sommer positiv auf das Klima aus. Aber auch der eigene Geist und Körper sollen nicht zu kurz kommen: Gerade im Winter müssen wir verstärkt auf eine entsprechende Vitamin D–Zufuhr achten. Denn diese erhalten wir durch das UV-Licht, die Sonnenstrahlung also. Doch die Tage sind kurz und unsere Haut im Winter meist mit Handschuhen, Schal, Mütze und dickem Mantel eingedeckt. Durch Bewegung im Freien erhalten wir mehr Vitamin D, was wiederum unsere Laune hebt. So kommen wir gut gelaunt an den Arbeitsplatz oder frisch in die Schule. Und die Umwelt freut sich auf Grund des eingesparten CO2.
 

One Response

  1. Martin Uffmann

    5. Februar 2015 11:33

    Dem kann ich nur zustimmen: es macht morgens nichts so wach, wie eine kleine Radfahrt ins Büro. Außerdem hat es – zumindest bei mir – den Effekt, dass mir dabei 1000 Dinge durch den Kopf gehen, wenn der Körper „beschäftigt“ ist und ich auch einige Dinge dabei verarbeite. Im Winter kostet es allerdings doch etwas Überwindung sowie die richtige Kleidung, und bei Glatteis braucht man die entsprechende Technik und vorausschauende Fahrweise um heile anzukommen – aber das ist ja beim Auto auch nicht anders 🙂

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