Arktis so klein wie noch nie

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Von Jahr zu Jahr steigt die globale Durch-schnittstemperatur. Das dies gravierende Folgen für unsere Natur hat, ist uns allen bewusst. Nun berichtete die Weltwetterorganisation, dass das Jahr 2017 bereits mit mehreren Hitzewellen in der Arktis gestartet ist. Auf dem Höhepunkt des Winters stiegen die Temperaturen dort fast bis auf den Schmelzpunkt. Die Folgen wurden nun von der Nasa bestätigt: so klein wie jetzt, war die Arktis seit Beginn der Aufzeichnung noch nie.

Wie die Weltwetterorganisation WMO berichtet, gab es in diesem Jahr bereits mindestens drei Hitzewellen auf der Arktis. Grund dafür seien laut Experten starke atlantische Stürme gewesen, die warme und feuchte Luft zur Arktis transportiert haben. Dadurch wurde der polare Jetstream beeinflusst, der mitverantwortlich für das globale Wetter ist. Bemerkbar machte sich dies unter anderem durch das ungewöhnlich warme Wetter in den USA und Kanada und dem sehr kalten in Nordafrika und der arabischen Halbinsel. In der Arktis führten die Hitzewellen zum eigentlichen Höhepunkt des Winters zu Temperaturen die teilweise fast den Schmelzpunkt erreichten.

Die NASA verkündete nun die direkten Folgen der warmen Temperaturen. So klein wie jetzt, war die zugefrorene Fläche der Arktis seit Beginn der Aufzeichnungen vor 38 Jahren noch nie. Normal erholt sich das Eis im Winter vom Sommer und dehnt sich wieder aus. In der Regel ist dort im März der Höhepunkt des Winters, zu dem die Eisfläche ihre größte Ausdehnung aufweist. Doch in diesem Jahr wurde am 7. März die geringste Maximalausdehnung gemessen, so Forscher des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums  der USA (NSIDC). Mit nur 14,42 Millionen Quadratkilometer Eisfläche ist dies ein neuer Negativrekord. Auch die Antarktis war am 3. März so klein wie noch nie. Zusätzlich ergaben Messungen durch einen Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, dass auch die Dicke des Arktiseises ein bisschen Dünner war als die letzten vier Jahre.

Das Schmelzen des Eises in den letzten Jahren zeigt sich auch am steigenden Meeresspiegel. Der durchschnittliche Anstieg des Wasserspiegels beträgt seit 1993 pro Jahr 3 bis 3,5 Millimeter. Seit November 2014 stieg der Pegel jedoch um ganze 15 Millimeter. Damit stieg das Wasser um mehr als das Doppelte. Alarmierend sind diese Ergebnisse vor allem vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Temperaturen. Seit der Jahrtausendwende war jedes Jahr um mindestens 0,4 Grad wärmer als die Durchschnittstemperatur der Jahre 1961 bis 1990.

Quellen: ZDF Heute, Welt