Al Gore – Bohrungen in der Arktis sind verrückt

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Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore fordert ein Verbot der Öl- und Gasförderung in der Polarregion. US-Präsident Obama dürfe die Bohrungen im Tschuktschensee, die diese Tage zur Erkundung der Öl- und Gasvorkommen beginnen sollten, nicht zulassen.

Gore äußerte sich positiv zu Obamas Bemühungen den Klimawandel zu bekämpfen und über ein globales Abkommen auf der UN-Klimakonferenz in Paris, Ende November, zu verhandeln. Diese Bohrungen sind allerdings verrückt, so Gore gegenüber dem Guardian in Toronto, Canada, wo er im Rahmen des „Climate Reality Project“ letzte Woche sprach.

Gore warnt vor den hohen Risiken der Offshorebohrungen in diesen Regionen. Die Bedingungen seien für Menschen nicht kontrollierbar und weitere Umweltkatastrophen, wie die Ölpest im Golf von Mexico – „Deepwater Horizon“, vor fünf Jahren, nicht auszuschließen.

Bereits vor Beginn der Probebohrungen ereignete sich auch prompt der erste Zwischenfall. Auf dem Weg zur ersten Bohrstelle wurde ein Riss im Rumpf eines Schiffes der Shell Arktisflotte entdeckt, der den Eisbrechers zur Umkehr zwang. Laut Greenpeace handelte es sich dabei ausgerechnet um das Schiff Fennica, auf dem sich ein Teil der Notfall-Ausrüstung befindet, das bei einem unkontrollierten Ölaustritt das Leck wieder verschließen soll. 

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu einer riesigen Ölkatastrophe in der Arktis kommt“, so Larissa Beumer, Greenpeace-Expertin für die Arktis.

Die Angaben sind zu den noch unentdeckten Öl- und Gasvorkommen der Arktis sind unterschiedlich, doch es wird von mehr als 20% der noch erzielbaren Vorkommen berichtet. 

Die Verlockungungen des schwarzen Goldes sind groß. Laut Präsident Obama stellt der Klimawandel die größte Bedrohung der Menschheit dar. Doch letztlich wird auch diese Bedrohung der Macht des Geldes untergeordnet.  

Quellen: The Guardian | Greenpeace

 

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