Archive - August 2009

Letzte Woche verabschiedete das Bundeskabinett den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität". Ohne konkreter zu werden - dies wird der kommenden Regierung überlassen - sollen mit dem Plan Elektrofahrzeuge in Deutschland gefördert werden. Das angestrebte Ziel ist, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen fahren. Abgesehen davon, dass dies nur ein Anteil von zwei bis drei Prozent aller Pkws ausmachen würde, bleibt die Finanzierung ungeklärt.   

Ursprünglich hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geplant, die Einführung der ersten 100.000 Elektrofahrzeuge mit jeweils 5.000 Euro zu fördern. Da die Staatskassen allerdings unter Anderem durch die Umweltprämie geleert sind, ist die Finanzierung der notwendigen 500.000 Euro für die Elektroauto-Förderung mehr als fraglich. Die Umweltprämie kostet die Steuerzahler insgesamt fünf Milliarden Euro. Dabei kann die positive ökologische Wirkung dieser Maßnahme in Frage gestellt werden. Zum einen wird ein großer Teil der CO2-Emissionen bereits bei der Fertigung eines Autos emittiert. Die längere Nutzung eines älteren Modells kann das Klima also durchaus weniger belasten. Außerdem müssen die neu angeschafften Wagen zwar die Euro-4-Abgasnorm erfüllen, der CO2-Ausstoß wird hierbei jedoch nicht beschränkt.

Umgangssprachlich wird die Umweltprämie gerne als „Abwrackprämie" bezeichnet. Dieser Begriff ist wohl auch zutreffender, da es sich um eine kurzfristige Wirtschaftsförderung der Automobilindustrie und nicht etwa um eine umweltschutzmotiviere Maßnahme handelt. In Politik und Wirtschaft ist es in den vergangenen Jahren in Mode gekommen, „Greenwashing" zu betreiben. Dabei wird Maßnahmen, die im Grunde nichts oder nur wenig mit Umweltschutz zu tun haben, ein grünes Image angehaftet, um die Öffentlichkeit von den guten Absichten zu überzeugen. Wenn bei der Erneuerung der Automobilflotte wirklich der Klimaschutz im Vordergrund stünde, wären die fünf Milliarden Euro bei der Förderung von Elektro- und Hybridfahrzeugen wohl besser angelegt gewesen. Dabei würde die deutsche Automobilindustrie allerdings kaum profitieren, weil sie die Entwicklung in diesem Bereich schlichtweg verschlafen hat und jetzt erst langsam aufholt.

Oliver Hölzinger

Förderung von Elektroautos scheitert an der „Umwelt“-Prämie

Letzte Woche verabschiedete das Bundeskabinett den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität". Ohne konkreter zu werden - dies wird der kommenden Regierung...

Klimawandel und Arbeitslosigkeit - und die daraus resultierenden Faktoren - sind die am meisten diskutierten Probleme unserer heutigen Gesellschaft. Nahezu perfekt erscheint es da, beide Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der Markt für erneuerbare Energien wächst stetig, gut ausgebildete Fachkräfte auf diesem Gebiet sind allerdings Mangelware. Um so erfreulicher, dass es nun einen eigenen Studiengang gibt, mit dem sich beide Probleme einfangen lassen: Das umfangreiche Bildungsangebot der erneuerbaren Energien.



In Deutschland gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die beruflichen Chancen im Bereich der erneuerbaren Energien zu ergreifen und damit aktiv an der eigenen Karriere zu arbeiten und an der Erhaltung der Umwelt mitzuwirken. Ein Job innerhalb der Branche für erneurbare Energien bedeutet den Schlüssel zur Zukunft. Nach Schätzungen werden die Arbeitsplätze auf diesem Sektor innerhalb der nächsten zehn Jahre um die Hälfte ansteigen, darüberhinaus gibt es in Deutschland die höchste Dichte an Solarfabriken und entsprechenden Forschungsanlagen auf diesem Sektor und qualifizierte Fachkräfte werden händeringend gesucht. Es gibt also viele gute Gründe, sich bei seiner Berufswahl eingehend mit diesem Thema zu beschäftigen.

Im Internet gibt es eine ganze Fülle von Informationsmaterial, dessen Studium alleine schon ein gewisses Können voraussetzt. Umso interessanter der Internetauftritt www.studium-erneuerbare-energien.de, auf dem sämtliche Aspekte und Möglichkeiten, die ein Studium der erneuerbaren Energien bietet, aufgeführt werden. Dabei sind den Studierenden kaum Grenzen gesetzt. Sofern die entsprechenden Zugangsvoraussetzungen für ein Studium erfüllt werden, werden hier kreative Köpfe berufsbegleitend, im Vollstudium oder im Eigenstudium in die Geheimnisse der regenerativen Energien eingeweiht und zu potenziellen Fachkräften auf ihrem Gebiet ausgebildet. Selbstverständlich beleuchtet der Internetauftritt auch die Karrierechancen, die ein solch innovatives Studium mit sich bringt.

Judith Schomaker

Erneuerbare Energien – Studium mit Zukunft

Klimawandel und Arbeitslosigkeit - und die daraus resultierenden Faktoren - sind die am meisten diskutierten Probleme unserer heutigen Gesellschaft. Nahezu perfekt...

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