Archive - Juli 2009

Die treibstoffsparende Start-Stop-Automatik wird erwachsen. So entwickeln sich die unterschiedlichen Benzinsparsysteme, mit denen unsere Autos ausgestattet sind, stetig weiter. Auf Startschwierigkeiten in der Anfangszeit folgten abenteuerliche Entwicklungen in den Folgejahren. Nun spannt sich der Bogen bis hin zum beinahe schon bodenständigen Auftreten. Neu in der Familie: I-Stop.

Hybridautos wissen es von Anfang an: „Motor aus" bedeutet einen geringeren Spritverbrauch. Daher setzen die Hersteller von Hybridfahrzeugen von Beginn an auf diese simple Idee. Bei benzinbetriebenen Fahrzeugen dauerte es allerdings länger, bis sich dieser Gedanke durchsetzen konnte

1993, etwa zeitgleich mit dem Erwerb meines Führerscheins, wurde ich auf den damals neuen „Golf Ecomatic" aufmerksam. Auch Audi experimentierte bereits in den 80er Jahren auf diesem Gebiet. Der „Ecomatic" jedoch sollte das erste serienreife Kind dieser neuen Generation werden. Ausgestattet mit 64 PS machte die Neuheit sich auf, die Herzen der Europäer zu erobern. Die Idee war so einfach wie genial. Benötigte man den Motor nicht, so stellte sich das Antriebsaggregat automatisch ab, um bei Bedarf erneut anzuspringen. So sparte man eine beträchtliche Menge an Treibstoff ein. Die Technik jedoch war gewöhnungsbedürftig und noch nicht ganz ausgereift. Ein Aufpreis von rund 1.180 Euro für das System war für mich, damals noch Führerscheinneuling, kein zwingendes Kaufargument. Der „Golf Ecomatic" setzte sich nie durch.

Da man eine gute Idee nicht aufhalten kann, ging nun alles sehr rasch voran. Technischer Fortschritt und das Umdenken der Menschen beschleunigten die Entwicklung der Start-Stop-Automatik bei herkömmlichen Fahrzeugen. BMW und Citroën folgten VW. An Bahnübergängen, im Stadtverkehr und in Staus wurde es leiser. Die Motoren verstummten automatisch. Von A wie Audi bis V wie Volvo gehörte ein solides Start-Stop-System schon bald zum guten Ton. Selbst Porsche nahm Gas zurück.

Neu in der Familie ist ab August 2009 der „Mazda 2.0 I-Stop". Der Name hat sich zwar geändert, die grundlegende Idee ist dieselbe geblieben. Jedoch wählt I-Stop automatisch den richtigen Zylinder beim Neustart des Motors. Tritt man nun beim Losfahren das Kupplungspedal, so springt der Benziner in einzigartigen 0,35 Sekunden wieder an - lange bevor man den ersten Gang eingelegt hat.

Preislich ist das Auto sogar um 980 Euro günstiger als sein Bruder ohne Benzinsparvorrichtung. 151 PS sorgen für das nötige Fahrvergnügen. Auch in diesem Punkt unterscheidet sich der jüngste Nachwuchs der Benzinsparer deutlich von seinem Urahn, dem „Golf Ecomatic".

Abschließend eine wichtige Information für Führerscheinneulinge: Bei stärkeren Gefällen und in den Bergen schaltet I-Stop den Motor aus Sicherheitsgründen nicht ab. 1993 war das noch anders.

Joachim Kern

Gentlemen, turn off your engines!

Die treibstoffsparende Start-Stop-Automatik wird erwachsen. So entwickeln sich die unterschiedlichen Benzinsparsysteme, mit denen unsere Autos ausgestattet sind, stetig...

Schon innerhalb der Solarbundesliga hat sich der kleine Ort Beuchten im Landkreis Wolfenbüttel einen Namen gemacht. Das etwa 380 Einwohner zählende Dorf lebt im Einklang mit der Natur und engagiert sich stark bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Insbesondere die Kraft der Sonne wird hier in vollen Zügen genutzt und bei Neubauten und Altbausanierungen auf Solarenergie gesetzt. 

Mit ihrer gemeinschaftlichen Wasseraufbereitung und Stromerzeugung streben die Dorfbewohner eine gänzliche Unabhängigkeit von den Energieversorgern an. Scheunendächer und Privathäuser werden von Sonnenkollektoren geziert, die mit fast 700 Watt erzeugter Energie pro Einwohner schon fast das angestrebte Ziel erreicht haben - rund ein Kilowatt wird in Beuchten als Verbrauch pro Kopf gerechnet, um den Strombedarf zu decken.

Damit aber noch nicht genug, auch in Sachen Bioenergie liegen die Beuchtener ganz weit vorne und wurden für ihr Engagement mit dem zweiten Platz beim Förderpreis der besten regionalen Konzepte im Bereich „Energie vom Acker“ bedacht. Einmal jährlich fällt in diesem bundesweiten Wettbewerb eine Entscheidung und neben viel Schulterklopfen gibt es natürlich auch entsprechende Preisgelder. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb von der Fachzeitschrift dlz Agrarmagazin und der Firma Bayer Crop Sience Deutschland.

Ausschlaggebend für den zweiten Platz war für die Beuchtener der Einsatz eines jungen Ackerbauers, der zunächst mit einer Biogasanlage die Wärmeversorgung des gesamten Dorfes sicherstellen wollte. Durch einige Diskrepanzen mit einem Biogas-Investor - welche nun gerichtlich geklärt werden – sah sich der Landwirt gezwungen, kurzfristig umzudisponieren, schließlich hatten schon etliche Bewohner ihre Häuser umgerüstet. Mit seinem Einsatz und der nötigen finanziellen Investition aus eigener Tasche, baute er kurzerhand eine große Hackschnitzelheizung, welche nun die Wärmeversorgung für gut die Hälfte der Dorfbewohner sicherstellt. Würde nur ein Fünkchen dieses Einsatzes auf andere Städte und Gemeinden überspringen, so könnte der Wandel zu einer Energieversorgung aus erneuerbaren Energien schon bald vollzogen sein.

Den ersten Platz im Wettbewerb sicherte sich übrigens ebenfall ein Biogasbetreiber. Der Junglandwirt aus der Nähe von Flensburg beschäftigte sich eingehend mit der Frage, den elterlichen Milchviebetrieb weiterzuführen, beziehungsweise zu vergößern, entschied sich aber dann - nicht zuletzt wegen der immens niedrigen Milchpreise - für eine Betriebsumstellung in Richtung Biogas.

Judith Schomaker

Kleines Dorf ganz groß

Schon innerhalb der Solarbundesliga hat sich der kleine Ort Beuchten im Landkreis Wolfenbüttel einen Namen gemacht. Das etwa 380 Einwohner zählende Dorf lebt im Einklang...

Scientists are increasingly finding that black carbon aerosols in the atmosphere and their deposition on snow and ice-covered areas are having more of a warming effect than earlier thought. [Another reason for switching to renewable energies as quickly as possible! Maiken Winter] Article by Zeke Hausfather; reposted with permission from the Yale Forum on Media and Climate change

Recent research has found that black carbon is the second largest anthropogenic contributor to warming, adding a climate forcing about 55 percent of that of carbon dioxide, and nearly twice that of methane.

In Arctic and Antarctic areas, black carbon deposition on snow and ice causes the surfaces to absorb more of the sun’s heat, and may be responsible for as much warming in the Arctic as all other anthropogenic forcings combined.

Because of their short residence life in the atmosphere, focusing on reducing black carbon emissions can result in immediate climate benefits and also help reduce health risks associated with incomplete combustion in many developing countries.

Black carbon is the soot produced from the incomplete combustion of biomass and fossil fuels. Small particles can remain airborne for up to a few weeks and travel considerable distances from their source of emission. While small amounts of black carbon are emitted by virtually all fuel consumption, the amount emitted decreases as combustion efficiency increases. Low-technology sources such as home cook fires in developing countries are responsible for a disproportionate amount of emissions per fuel consumed, while modern power plants produce relatively little black carbon for the same quantity of fuel.

Black carbon emissions generally are concentrated in South and East Asia (in India and China, particularly), though the highest per-capita emissions are in the U.S. and Europe. In Asia, these large black carbon emissions contribute to the formation of atmospheric brown clouds and global dimming. 

Climate scientists have known that black carbon is a positive forcing agent since at least the early 1990s. Estimates of its impacts have varied widely, with the most recent Intergovernmental Panel on Climate Change synthesis report estimating their global impact at 0.3 to 0.5 watts per meter squared.

More recent work by Hansen and Ramanathan estimates climate forcing from black carbon to be considerably higher - two to four times higher than IPCC estimates, making it the second largest anthropogenic forcing after CO2. Figure Two shows how estimates of black carbon forcings from Ramanathan and Feng compare to IPCC estimates and anthropogenic greenhouse gas emissions. The negative forcing resulting from sulphate aerosols (as discussed in a previous Yale Forum article) still considerably outweighs the positive forcing caused by black carbon, and the increases in estimated forcing by Hansen and Ramanathan relative to the numbers used in the IPCC 2007 report do not necessarily require any reassessment of the positive forcing associated with anthropogenic greenhouse gases, given the wide uncertainty range in negative aerosol forcings.

Estimates of Black Carbon Forcing. Taken from a presentation by Ramanathan at the International Workshop on Black Carbon, London, January 2009.

Although emissions of black carbon are concentrated in the tropics, they have a strong forcing influence in snow-covered areas because of albedo effects: black carbon that falls onto snow and ice covered surfaces absorbs rather than reflects sunlight, warming the surface and causing melting.

A number of scientific studies have found that black carbon may be responsible for as much ice and snow melt as greenhouse gas emissions in the Arctic and for springtime snow in Eurasia. The distribution of black carbon emissions is somewhat important because of its relatively short atmospheric lifetime. Emissions near Arctic areas or other areas with year-round snow cover will have a stronger albedo impact than emissions in the tropics, as more black carbon will fall onto the ice.

Given the concentration of these emissions in Asia, especially those associated with home cook fires having dire local air pollution effects, there is considerable room to focus on reducing black carbon emissions as part of international development projects. Projects like distributing or subsidizing inexpensive but efficient cook stoves for rural areas could help reduce premature mortality resulting from air pollution and also reduce black carbon emissions.

Controlling these emissions from industrial sources is somewhat more complicated, as many of the technologies to clean up black carbon will also reduce sulphate aerosol emissions, and therefore counteract some of the reduction in climate forcings.

Recent and ongoing research on the large role of black carbon emissions in contributing to atmospheric warming is another reminder that the issue is more complicated than CO2 emissions alone, and that cleaning up other forcings like black carbon may prove less expensive, more politically viable, and more effective in the short-term while other strategies are developed and implemented to address longer-term concerns. 

Black Carbon and Global Warming: A Promising Short-Term Approach?

Scientists are increasingly finding that black carbon aerosols in the atmosphere and their deposition on snow and ice-covered areas are having more of a warming effect...

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