Archive - Dezember 2008

Hier ist ein weiterer Grund dafür, so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umzustellen.

Am 21.12. brach in Tennessee ein Deich, der “coal sludge” eines Kohlekraftwerkes aufstaute. Solcher Kohleschlamm bleibt beim Verbrennen von Kohle übrig, und ist voller Gifte und – nach Scientific American – radioaktiver als Atommüll.

Mehr als 1.5 Milliarden Liter dieser Masse liefen in Nebenflüsse des Tennessee, USA. Die Tragweite und Auswirkungen dieses Unglücks sind noch unbekannt.

Eindeutig ist, dass es “Clean Coal” nicht gibt, und es endlich Zeit wird, uns von altertümlichen Technologien zu trennen. “Das Steinzeitalter hörte nicht deswegen auf, weil es keine Steine mehr gab,” (Zitat von Unbekannt), sondern weil die Menschen fähig waren, dazu zu lernen, und mutig genug waren, ihr neues Wissen anzuwenden. Wir könnten noch einiges von unseren Vorfahren lernen!

Quelle: It’s getting Hot in here, NYTimes (mit Film)

Maiken Winter

Kohle-Unglück in Tennessee

Hier ist ein weiterer Grund dafür, so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umzustellen. Am 21.12. brach in Tennessee ein Deich, der “coal sludge” eines...

Originaltext: The Guardian; übersetzt vom Solarenergie-Förderverein Deutschland

Ein Lichtblick für erneuerbare Energien! Nobelpreisträger als neuer US-Energieminister; eine neue "Klima-Zarin" wird Koordinatorin.

Gestern vollzog Barack Obama den entschlossensten Bruch mit den vergangenen acht Jahren von George W. Bush. Er erklärte die Bildung einer neuen Energie-Wirtschaft für die USA zum entscheidenden Ziel seiner Präsidentschaft und berief einen Nobelpreisträger und Unterstützer von Al Gore in sein Kabinett.

Der zukünftige Präsident nutzte die Vorstellung seines neuen Energie- und Umweltteams auf einer Pressekonferenz in Chicago zur Bestätigung einer Entschlossenheit, eine Energiereform in das Zentrum seiner wirtschaftlichen Planung zu stellen. "Wir haben gehört, wie ein Präsident nach dem anderen einen neuen Kurs versprochen hat", sagte er. "Diesmal soll es anders sein."

Seine Wahl des Physikers Steve Chu als Energieminister und der früheren Chefin der Umweltbehörde EPA, Carol Browner, als "Klima-Zarin" des Weißen Hauses stieß auf nahezu einhellige Zustimmung von Umweltfreunden. Die beruflichen Qualifikationen der beiden wurden als Zeichen von Obamas Entschlossenheit gewertet, Amerikas Energiemix zu ändern und den Klimawandel ernsthaft anzugehen.

Gene Karpinski, Vorsitzender der Liga umweltbewusster Wähler, bezeichnete Browner und Chu als "green dream team", ein ideales Umwelt-Team.

Lester Brown, Präsident des Earth Policy Instituts (eine Amerikanische Umweltorganisation) meinte: "Wir können einige wirkungsvolle Initiativen erwarten, die etwas gegen den Klimawandel unternehmen und dem Ernst und der Dringlichkeit der Situation angemessen sind."

Chu (60) erhielt 1997 den Nobelpreis für Physik und ist Direktor des Lawrence Berkeley National Laboratory. Er ist ein entschlossener Verfechter von Aktionen gegen den Klimawandel.

Obama bezeichnete Chus Berufung als ein Zeichen seiner Entschlossenheit, mit der Bush-Administration zu brechen. Diese hatte Ölindustrie-Manger in das Energieministerium berufen, wissenschaftliche Berichte der
Regierung über die globale Erwärmung zensiert und die Finanzierung und die Kompetenzen der Umweltschutzagentur drastisch beschnitten.

"Seine Berufung soll ein Signal an alle sein, dass meine Administration den Wert der Wissenschaft zu würdigen weiß," sagte er. "Wir werden unsere Entscheidungen auf der Grundlage von Tatsachen treffen."

Aber trotz des höheren Titels von Chu wird die höhere Kompetenz für Energie- und Klimafragen bei Browner liegen, die die verschiedenen Regierungsinstitutionen in Fragen der Energiepolitik koordinieren wird.

Obamas Entscheidung, einen neuen Posten für sie zu schaffen, wurde als weiteres Zeichen seiner Entschlossenheit gesehen, sich für Klimafragen einzusetzen. Reid Detchon, Direktor der Energy Future Coalition, bezeichnete diesen Schritt als "visionär und überfällig".

Browner, die unter Bill Clinton Chefin der Umweltschutz Agentur EPA war, arbeitete bisher mit Al Gore zusammen und nannte den Klimawandel "die größte Herausforderung, die es je gegeben habe." Man erwartet von ihr, dass sie der EPA die Kompetenz gibt, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dies war unter der Bush-Administration abgeblockt worden. Sie hat auch die kalifornischen Anstrengungen unterstützt, die CO2-Emissionen des Autoverkehrs schneller zu reduzieren als nach Bundesgesetz vorgesehen.

Lisa Jackson, eine Chemieingenieurin und früher in der Umweltpolitik in New Jersey beschäftigt, ist als Leiterin der EPA vorgesehen, die die Aufgabe hat, die Luftqualität zu überwachen. Nancy Sutley, Umweltbeamtin aus Kalifornien, wird Leiterin des Beraterkreises des Präsidenten für Umweltqualität.

Obamas Wirtschaftsteam wird immer wieder einmal dahingehend kritisiert, dass es stark mit Wall Street verknüpft sei. Doch er hat mehrfach signalisiert, dass er vorhat, Gesetze zu erlassen, die den Klimawandel

bremsen. Gestern bekräftigte er noch einmal diese Absicht, als er sagte, es gäbe weiterhin eine dringende Notwendigkeit, alternative Energiequellen weiter zu entwickeln, trotz des derzeitigen Rückgangs der Ölpreise und trotz der Wirtschaftskrise.

Allerdings gab es gestern auch einige vorsichtigere Anmerkungen zu Obamas Personalwahl. Chu, trotz seiner glänzenden Reputation als Wissenschaftler, habe wenig Politikerfahrung. Auch hies es, Browner würde um Einfluss gegen andere Präsidentenberater kämpfen müssen, wie General Jim Jones, Obamas Berater für nationale Sicherheit, und Lawrence Summers, seinen Ratgeber in Wirtschaftsfragen.

Originaltext: The Guardian

Obama bricht mit Öl-Bossen von Bush und setzt Umweltfragen an Agenda-Spitze

Originaltext: The Guardian; übersetzt vom Solarenergie-Förderverein Deutschland Ein Lichtblick für erneuerbare Energien! Nobelpreisträger als neuer US-Energieminister;...

For months I have waited for this day - to go to the UN Climate meetings in Poznan, and find out for myself how the road towards a sustainable and safe future is built, towards a future that will be decided upon in Copenhagen in December 2009.

My little adventure has not started so great. Hopefully this is just the difficult start to three highly productive days. A defect lock and constructions on the train tracks caused me to miss my train and will finally get me crawling into the hostel way after midnight (after having left at 7:30 am). At least I will be greeted by a comfortable 12 bed hostel room....Well, there ARE things that speak for a different way to travel by private jet and in fancy hotels like others might do...But at least I DO sit in a train again, which will get me slowly closer to my destination.

Why in the world am I going anyway? I want to exprience what makes the world move, how some of the processes are working that decide over the future of my children. The Poznan conference offers an overwhelming amount of information. Just deciding what sessions to attend seems like an impossible task. Hopefully, the vastness of programs will not stand in the way of an agreement towards a clear goal.

I will focus on finding out more about renewable energy solutions, because this is an area in which each one of us can make a difference. We just need more information on the different possibilities in this sector.

So please stay posted during the next - and last - 3 days of COP 14.

Maiken Winter

On the way to Poznan

For months I have waited for this day – to go to the UN Climate meetings in Poznan, and find out for myself how the road towards a sustainable and safe future is...

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