100 Prozent saubere Energie sind nicht unmöglich

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Für die Energiewende muss auf Erneuerbareenergien zurückgegriffen werden.
Für die Energiewende muss auf Erneuerbareenergien zurückgegriffen werden.

Viele Nationen bemühen sich derzeit, die Menge ihrer Treibhausgasemission zu senken und haben damit offensichtlich mit Problemen zu kämpfen. Wie die Regierung von Costa Rica kürzlich bekannt gab, schafften sie es aber nun über 2 Monate 100% sauberen Strom zu erzeugen. Damit sind sie absoluten Vorreiter. Mit Geothermie, Wind- und Wasserkraft versorgten sie 76 Tage lang den gesamten Staat mit sauberer Energie.

Im Winter des letzten Jahres unterzeichneten 175 Staaten der Klimakonferenz in Paris ein Abkommen, dessen Ziel es ist, die globale Erderwärmung nicht über 2 Grad Celsius steigen zu lassen. Einer der wichtigsten Schritte zum erwünschten Ergebnis ist es, sich von fossilen Energieträgern wegzukommen und sich mehr auf Erneuerbare Energien zu konzentrieren. Costa Rica ist nun genau das gelungen: sie erzeugten Strom aus 100% saubere Energie.

Über den Zeitraum von 16. Juni bis 2. September 2016 gewann der Staat seinen Strom ausnahmslos aus Geothermie, Wind- und Wasserkraft. Doch diese 76 Tage sind nicht die einzigen, an denen Costa Rica nicht auf fossile Energieträger zurückgegriffen hat. Bereits 150 Tage der letzten 3 Quartale wurden auf diese Weise mit Strom versorgt. Im letzten Jahr waren es am Ende sogar 299 von 365 Tagen. Bis 2021 möchte der Staat sogar zu 100% CO2 neutral sein.

Die wichtigste Energiequelle besteht hier jedoch in der Wasserkraft. Im vergangenen August machte sie 80% der gesamten Energiegewinnung des Landes aus. Doch dazu benötigt es viele Staudämme in den durch saisonale Regenfälle genährten Flüssen. Eine Folge dessen ist allerdings die Überflutung großer Talflächen, was zu sozialen Spannungen und ökologischen Probleme führt. So auch beim Bau des Kraftwerks El Diqhis, welches bald in Betrieb genommen werden soll. Für ein Wasserkraftwerk dieses Ausmaßes müssen 7 000 Hektar Land geflutet werden. Es wurde 6 Jahre lang konstruiert und gebaut und ist nach dem Panamakanal das größte Infrastruktur-Projekt Zentralamerikas. Mit 5 Turbinen wird es dafür in Zukunft 500 Tausend Haushalte mit Strom versorgen.

Doch wer jetzt denkt, was die können, können wir schon lange, liegt falsch, da Costa Rica große demographische Vorteile hat. Denn mit nur knapp 5 Millionen Einwohnern hat das Land z.B. 3 Millionen weniger Einwohner als die Stadt Landon. Für diese eher niedrige Einwohner Zahl müssen im Jahr ca. 10 Milliarden Kilowattstunden Strom Produziert werden. Deutschland benötigt im Vergleich dazu über 600 Milliarden Kilowattstunden im Jahr.

Quellen: Fokus, Energiezukunft

 

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