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CO2-Rekordhoch und Wärmerekorde

Global Warming
Global Warming
© woodleywonderworks (Flickr.com)

Laut einer Studie der Abteilung Klimabeobachtung beim staatlichen australischen Büro für Meteorologie (CSIRO) schreitet der Klimawandel weiter kräftig voran. So erreichte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre mit 390 ppm im vergangenen Jahr einen neuen Rekord und war damit „erheblich höher als in den vergangenen 800.000 Jahren“, wo sie zwischen 170 und 300 ppm gelegen haben dürfte.

Zwar waren die weltweiten Kohlendioxidemissionen im Jahr 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise um 1,2 Prozent gesunken, aber durch einen Anstieg um 5,9 Prozent im Jahr 2010 wurde das mehr als ausgeglichen und die Klimagasproduktionsmaschine hat wieder Fahrt aufgenommen. Als Hauptverursacher nennen die Autoren des „State of Climate 2012“ genannten Klimaberichtes die industrielle Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Öl im großen Stil.

Wie die Forscher berichten, ist der Trend nach oben auch in einem Ranking der wärmsten Jahre deutlich nachweisbar. So lagen 13 der wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen im Jahr 1880 innerhalb der letzten 15 Jahre. Und gemessen an den Durchschnittstemperaturen war 2010 sogar das wärmste Jahr überhaupt. Das Jahr 2011 landete in der australischen Studie zwar „nur“ auf Platz elf, aber das lag hauptsächlich an der Abkühlung durch das Klimaphänomen „La Niña“.

Und nicht nur die Lufttemperaturen verzeichnen einen kontinuierlichen Anstieg, auch die des Ozeans werden stetig höher und der Meeresspiegel steigt ebenfalls. Im vergangenen Jahr lag er durchschnittlich 210 Millimeter über dem Niveau von 1880. Besonders extrem war der Anstieg laut den Studienautoren mit jährlich sieben bis elf Millimetern seit 1993 im Norden und Nordwesten Australiens.

„In der geologischen Geschichte der Erde passieren Veränderungen dieser Größenordnung höchst selten“, betont CSIRO-Chef Karl Braganza und ist sich sicher, dass der Trend anhalten und der Klimawandel weiter voranschreiten wird. Laut dem Wissenschaftler liegt die Ursache der Erderwärmung auf der Hand: „Dies passiert, weil wir fossile Brennstoffe aus der Erde holen und praktisch alles verbrennen.“

Braganzas Kritik richtet sich speziell auch an die eigene Regierung, denn Australien ist der weltweit größte Kohleexporteur und gehört zu den größten Klimasündern. Das Land produziert 80 Prozent seines Stromverbrauches mit Kohle und auf diese Art jährlich gewaltige 20,5 Tonnen CO2 pro Person.

Matthias Schaffer

Autor Matthias Schaffer Erstellt am Samstag, 24. März 2012

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