Afrika

Erneuerbare Energien als Entwicklungshelfer

Afrika verfügt über ein reichhaltiges Potenzial an erneuerbare Energien, die größtenteils noch unentdeckt in der Erde schlummern. Schätzungen trifft dies auf etwa 90 Prozent der regenerativen Energieressourcen auf dem afrikanischen Kontinent zu. Mit deutscher Hilfe soll der schlafende Energieriese nun zum Leben erweckt werden.

Deutschland erlebt gerade, mit welchem Kraftaufwand eine sogenannte „Energiewende“ verbunden ist, wenn innerhalb kurzer Zeit eine ganze Volkswirtschaft von atomaren und fossilen Energieformen auf klimaschonende, erneuerbare Energien umschwenkt.

Ohne Umwege zu den Erneuerbaren

In Afrika wäre diese Entwicklung hin zu einer umweltfreundlicheren Energienutzung möglich, ohne vorher auf andere Energieformen zu setzen: Ob an großen Flüssen und Seen, in Wüsten und Steppen, entlang vulkanischer Gräben oder starker Luftströme: Auf eine oder mehrere erneuerbare Energien kann überall in Afrika zugegriffen werden.

An erster Stelle steht die Sonnenenergie, deren Nutzungdurch die hohen Produktkosten heute noch deutlich teuer ist als andere Energieformen. Auch Wasser- und Windenergie sowie in einigen Gegenden die Geothermie bergen großes Potenzial, Afrika in das Zeitalter der Erneuerbaren zu führen und die Kapazitäten des Kontinents an erneuerbaren Energien zu erweitern.

Wirtschaftsförderung plus Armutsbekämpfung

Hierbei unterstützt die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verschiedene afrikanische Länder durch die Vergabe von Krediten. Im Jahr 2010 machte die Entwicklungsbank Kreditzusagen zur Förderung erneuerbarer Energien in Höhe von 150 Millionen Euro allein für Subsahara-Afrika, für den Norden des Kontinents stellte sie noch einmal 200 Millionen Euro zur Verfügung. Die Deutsche Entwicklungsgesellschaft, eine KfW-Tochter, steuerte ebenfalls mehr als 100 Millionen Euro für erneuerbare Energien-Projekte privater Unternehmen in Afrika bei.

Auf dem schwarzen Kontinent leben auch im 21. Jahrhundert immer noch Millionen von Menschen ohne Strom, die durch die Erschließung erneuerbarer Energiequellen leicht mit Elektrizität versorgt werden könnten. Dies würde sowohl die einheimische Wirtschaft stärken als auch die Armut nachhaltig bekämpfen.

Daniel Seemann

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