Mut zur Nachhaltigkeit

Seit ungefähr zwei Jahren leben wir Menschen nicht mehr vom Kapital, das die Erde in Form von Wasser, Rohstoffen und Sauerstoff hervorbringt, sondern auf Pump. Die Erde droht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Die Veränderungen des Weltklimas und deren Folgen sind nicht nur bei Wissenschaftlern in aller Munde.

Drei gemeinnützige Organisationen, das „Forum für Verantwortung“, die „Asko Europa-Stiftung“ und die „Europäische Akademie Otzenhausen“ haben deswegen das Projekt „Mut zur Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen. Das Projekt ist eine bundesweit angelegte Bildungsinitiative, die die Menschen dazu anregen soll, verantwortungsbewusst zu handeln, wenn es um den Umgang mit der Erde geht.

Das Leitwort lautet „Handeln aus Einsicht und Verantwortung“ und das Konzept, das dahinter steht, besteht aus drei Teilen.

Es gibt eine Buchreihe mit Themen, die sich mit der Zukunft der Erde beschäftigen. Namenhafte Wissenschftler haben den Forschungsstand zu 13 aktuellen Themen zusammengefasst. Die Bücher sind informativ und leicht zu lesen. Von Klaus Hahlbrock (Biochemiker) gibt es das Buch “Kann unsere Erde die Menschen noch ernähren. Bevölkerungsexplosion-Umwelt-Gentechnik.“  Von Josef H. Reicholf (Ökologe) erschien „Ende der Artenvielfalt. Gefährdung und Vernichtung der Artenvielfalt“ und Jill Jäger (Senior Researcher am Sustainable Europe Research Institute (SERI)) schrieb zum Thema „Was verträgt unsere Erde noch. Wege in die Nachhaltigkeit“.

Desweiteren wurde ein Bildungs- und Seminarprogramm vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie entworfen, das aus sechs Teilmodulen besteht, die sich unter anderem mit „Konsum“, „Klima/Ozeane“ und „Wasser/Ernährung“ auseinander setzen. Die Module enthalten Übungen und Lehrmaterial für Schulen, Universitäten und Unternehmen.

Außerdem werden Seminare angeboten, in denen das Wissen um eine nachhaltige Entwicklung vermittelt wird. Die Seminare richten sich genauso an Jugendliche und Senioren, wie an Unternehmen und  Führungskräfte und können individuell gestaltet werden.

Die Initiative richtet sich an jeden, der die Erde retten will. Denn durch das Konsumverhalten der Gesellschaft wird die Politik und Wirtschaft beeinflusst. So sollen durch die Initiative besonders Multiplikatoren aus allen gesellschaftlichen Bereichen wie Forschung, Bildung und Kultur angesprochen werden, um möglichst eine breite Masse zu erreichen. Die Initiative wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2007/08 und 2009/10 ausgezeichnet.

Es lohnt sich auf alle Fälle, einfach mal in die Bücher rein zu lesen, um auch im Kleinen zur Verbesserung im Umgang mit der Erde beizutragen. Denn nur wer Bescheid weiß, kann auch eine Meinung haben und verantwortungsvoll handeln.

Felicitas Wagner

Tags Klimawandel | Nachhaltigkeit | Projekt | umweltschutz | Wuppertal Institut Kategorien Lifestyle Erneuerbare Energien Wissenschaft Datum Samstag, den 26. Juni 2010 um 05:49 Uhr Autor Felicitas Wagner

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