N-ERGIE und Caterva ausgezeichnet

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Die Entgegennahme des Energiepreises

Vergangenen Freitag, den 20. Oktober, wurde der Bayerische Energiepreis verliehen. In der Kategorie Energieverteilung und Speicherung wurde das Projekt „Swarm“ ausgezeichnet. Es gewährleistet sowohl Eigenstromerzeugung als auch Stabilisierung des Netzes. Franz Josef Pschierer, Staatssekretär des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, überreichte den Partnern Caterva GmbH und N-ERGIE AG den Preis.

Die Caterva GmbH sitzt in Pullach im Isartal und wurde 2013 gegründet. Seitdem bietet sie mit ihrer sogenannten „Caterva-Sonne“ eine Kombination aus Eigenstromerzeugung und Vernetzung. Privathaushalten werden mit dem Strom ihrer Photovoltaik-Anlage versorgt und tragen durch die Vernetzung der „Caterva-Sonnen“ zur Stabilisierung des Netzes insofern bei, als dass ein virtueller Großspeicher entsteht.

Die N-ERGIE AG mit Sitz in Nürnberg ist einer der zehn größten deutschen Stromanbieter. Die Netzregion des Konzerns erstreckt sich über Mittelfranken und angrenzende Gebiete.

Die aus sieben Professoren für Energie bestehende Jury begründete ihre Entscheidung mit dem wertvollen Beitrag, den Photovoltaik-Stromspeicher nicht nur zur wirkungsvollen Stabilisierung des Stromnetzes leisteten. Sie dienen auch Eigenheimen und Privathaushalten. Das zeigt das Gemeinschaftsprojekt „Swarm“.

Caterva Sonne offen 2 RGB A4

„Swarm“ – zu Deutsch „Schwarm“ – funktioniert über ein Netz von 65 Solarstrom-Speichern, die privat genutzt werden. Die „Caterva-Sonnen“ sind im gesamten Netzgebiet der N-ERGIE AG installiert. Haupt-komponenten sind einerseits hochwertige, langlebige Lithium-Ionen-Akkus, andererseits Leistungselektronik des Herstellers Siemens sowie eine intelligente Steuerungstechnik.

Haushalte sind durch die „Caterva-Sonnen“ dazu in der Lage ihren selbst erzeugten, überschüssigen Solarstrom zu speichern und je nach Belieben zeitunabhängig zu nutzen. Gleichzeitig stabilisieren sie im Verbund das Stromnetz. Durch den wachsenden Anteil Erneuerbarer Energien eine wichtige Aufgabe.

„Maßgeblich für die Netzstabilisierung ist das Caterva-Energie-management. Es erfasst die Ladezustände aller Speicher, organisiert sie und führt sie zum virtuellen Großspeicher zusammen“, so Markus Brehler, Geschäftsführer Caterva.

Seit Sommer 2015 trägt der Speicherverbund erfolgreich dazu bei Differenzen zwischen Erzeugung und Verbrauch von Strom auszugleichen. Daher wurde er durch den Übertragungs-netzbetreiber TenneT TSO zur Erbringung der Primärregelleistung präqualifiziert. Primärregelleistung ist die anspruchsvollste Art der Netzstabilisierung. Sie muss innerhalb von 30 Sekunden bereitstehen.

„Der virtuelle Großspeicher symbolisiert einen intelligenten, dezentralen Lösungsansatz und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Energiewende“, sagt dazu Josef Hasler, der Vorstandsvorsitzende der N-ERGIE.

Quelle: Bayerischer Energiepreis

 

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