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Die E-Mobility-Conference 2012

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Zwei Tage lang drehte sich in der österreichischen Stadt Graz alles rund um die Themen Elektromobilität und Hybridantrieb. Zahlreiche Experten, Opinionleader und Politiker diskutierten und referierten unter anderem über die Frage: Welche Perspektiven haben Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb bis zum Jahr 2030? Die zeitgleich stattfindende E-Mobility-Expo 2012 widmete sich hingegen der Gegenwart und präsentierte serienreife E-Fahrzeuge.

Perspektiven für die Elektromobilität.
Es waren zukunftsentscheidende, aber auch grundsätzliche Fragen, die auf der dritten Konferenz zum Thema Elektromobilität vom 25. bis 26. Januar in Graz diskutiert wurden. Dass die dabei auftretenden Fragestellungen alles andere als eindeutig zu beantworten sind, zeigten die teils äußerst intensiv geführten Gespräche, die auch am Rande der Zusammenkunft stattfanden. Die Wichtigkeit der Thematik selbst steht generell außer Zweifel, wurde jedoch durch die Mitwirkung und Anwesenheit einer beeindruckenden Anzahl führender Experten auf diesem Gebiet zusätzlich unterstrichen.

Fünf Teilbereiche der Elektromobilität. Geschickt gliederten die Veranstalter das umfassende Themengebiet in fünf überschaubare Fachbereiche auf. Am Tag eins setzten sich die Tagungsteilnehmer intensiv mit der Rolle der Politik, den Perspektiven des Marktes sowie mit den technischen Möglichkeiten auseinander. Der darauf folgende Tag stand ganz im Zeichen des Potenzials der Elektromobilität in den kommenden Jahrzehnten und zeigte mögliche Entwicklungen sowohl im Bereich der Personenkraftwagen als auch im Nutzfahrzeugbereich auf.

Die jeweiligen Experten stellten dabei sämtliche Teilbereiche und deren jeweiligen Facetten getrennt voneinander dar und behandelten diese entsprechend ausführlich. Zugleich stellten sich die Spezialisten jedoch auch den kritischen Fragen der Kongressteilnehmer, zeigten konstruktive Lösungswege auf oder hinterfragten zum Teil auch selbst die derzeitigen Trends in den jeweiligen Fachgebieten.

Zusammenfassend kann nach zwei aufschlussreichen Tagen gesagt werden, dass die Elektromobilität bereits heute in unterschiedlichen Bereichen des Lebens eine entscheidende Rolle einnimmt. Ebenso existieren in den diversen technischen Bereichen verschiedene Ansätze, mit diesem Thema umzugehen. Hierbei wird es in Zukunft verstärkt wichtig sein, die jeweils eingesetzten Technologien auch auf ihre optimalen Einsatzmöglichkeiten hin zu überprüfen sowie andere Lösungen parallel zu untersuchen oder diese gar miteinzubeziehen.

Eine Schlüsselrolle fällt definitiv der aktiven Bewusstseinsbildung zu. Hier ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Opinionleader, den Menschen bewusst zu machen, dass sich unsere Mobilität in einer Phase des massiven Umbruchs befindet. Unsere Mobilität der Zukunft wird eine andere sein als jene, wie wir sie heute kennen.

Um der Elektromobilität eine freie Fahrt zu ermöglichen, müssen nicht zuletzt auch die politisch Verantwortlichen in die Pflicht genommen werden. Schlussendlich ist es das erklärte Ziel des österreichischen Umweltministeriums, im Jahr 2030 mindestens 250.000 Elektroflitzer auf Österreichs Straßen zu wissen. Deutschlands Politiker erhoffen sich bis dahin nicht weniger als sechs Millionen Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb auf den deutschen Straßen. Beide Prognosen erscheinen, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, im höchsten Maße optimistisch.

Überzeugte Befürworter der Elektromobilität, welche die Faktenlage zugleich realistisch beurteilen, können viel Positives für Elektro- und Hybridfahrzeuge bewirken. Demonstrativ zur Schau getragener Optimismus oder reine Ankündigungspolitik sind hier jedoch definitiv fehl am Platz.

Eine ausführliche Rückschau gibt es ab Februar 2012 auf der Website der E-Mobility-Conference. Ebendort können Interessierte auch an einer anonymen Umfrage zum Thema Elektromobilität teilnehmen.

Joachim Kern

Tags Elektroantrieb | Elektrofahrzeug | Elektromobilität | Graz | Hybridantrieb | Hybridfahrzeug | Nutzfahrzeug | Schwerverkehr | Transport Kategorien Mobilität Datum Freitag, den 03. Februar 2012 um 15:30 Uhr Autor Joachim Kern

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