Tourismus

Klimakiller Weihnachtstourismus

© Scott (flickr.com)

Im Laufe der letzten Jahre ist die weihnachtliche Fernreise immer mehr in der Normalität der westeuropäischen Mittelschicht angekommen. Was früher noch als reichlich extravagant und luxuriös galt, ist heute dank günstiger Flug- und Hotelangebote nicht mehr teurer als der Schiurlaub im nächst gelegenen Gebirge. Doch der Trend zur Fernreise ist Gift für das Klima, denn gerade das Flugzeug gilt als das klimaschädlichste Fortbewegungsmittel überhaupt.

Aber auch wer den Kältekoller dermaßen fürchtet, dass er das Weihnachtsfest auf jeden Fall im Ausland verbringen möchte, hat immerhin einige Möglichkeiten, die daraus resultierenden Konsequenzen für Umwelt und Klima zu verringern. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Verringerung des CO2-Fußabdrucks.

Alternativen zum Flugzeug suchen

Zu allererst steht dabei die Frage ob es denn unbedingt eine Flugreise sein muss, die einem das Weihnachtsglück beschert. Fällt die Wahl stattdessen auf Auto, Bahn, Bus oder Schiff wird deutlich weniger CO2 produziert und unter Umständen nicht nur das Klima, sondern auch der eigene Geldbeutel geschont.

Wer seine CO2-Bilanz noch weiter verbessern möchte, kann beispielsweise auf den Reiseveranstalter Studiosus zurück greifen. Das Münchner Unternehmen kompensiert in Zusammenarbeit mit der Schweizer Klimaschutzagentur myclimate alle durch Bus-, Bahn- oder Schiffsreisen anfallenden CO2-Emissionen. Die Kosten dafür sind direkt in den Reisepreis mit eingerechnet und das Geld wird für die Errichtung von Biogasanlagen im südindischen Karnataka verwendet.

Komplizierter wird es allerdings bei Flugreisen, denn in diesem Fall fallen ungleich höhere Emissionen und Kompensationszahlungen an. Das würde „den Reisepreis so verteuern, dass wir nicht mehr wettbewerbsfähig wären“, erklärt Studiosus-Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch.

Atmosfair und Co.

Wenn es also unter allen Umständen trotzdem eine Fern- und deshalb auch Flugreise sein muss, bleibt dem klimabewussten Reisenden nach wie vor nur die Möglichkeit selbst aktiv zu werden und für die Kompensation des entstehenden Schadens aufzukommen. Am einfachsten geht das mit der Hilfe eines Online-Emissionsrechners von Atmosfair oder der oben bereits erwähnten Klimaschutzagentur myclimate. Per Mausklick werden die anfallenden Emissionen in einen Geldwert umgerechnet, den man direkt an Klimaschutzprojekte spendet.

Die einfachste Möglichkeit das Klima zu schonen, ist aber gleichzeitig auch die bequemste, günstigste und einfachste: Zuhause bleiben, Tee trinken und leckere Weihnachtskekse essen…

Matthias Schaffer

Tags atmosfair | CO2-Fußabdruck | Emissionen | Flugreise | Reisen | Tourismus | Weihnachten Kategorien Lifestyle Mobilität Datum Freitag, den 23. Dezember 2011 um 04:48 Uhr Autor Matthias Schaffer

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