Magazin für Nachhhaltigkeit und Umwelt

Straßenbeleuchtung durch Sport

Sportler
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© Bigstock

Regelmäßige Bewegung ist nicht nur gesund, sondern kann zukünftig vielleicht auch für heimelig beleuchtete Straßen sorgen. Was sich auf den ersten Blick ziemlich absurd anhört, ist ein vielversprechendes Konzept namens „Citylight“, das im Jahr 2011 sogar mit einem „Green Dot Award“ ausgezeichnet wurde. Der Gedanke dahinter ist, dass durch die Umwandlung kinetischer Energie, die mit öffentlich zugänglichen Fitnessgeräten erzeugt wird, Elektrizität für den Betrieb von Straßenlaternen gewonnen wird.

Damit trifft die Idee gleich doppelt die Interessen des körperbewussten und nachhaltigkeitsinteressierten Großstadtmenschen. Wer sich also gerne und regelmäßig bewegt, der kann mit „Citylight“ nicht nur die eigene Zukunft verbessern, sondern auch gleich die der (Um-)Welt an sich und Strom und somit CO2-Emissionen sparen. Sogar der Aspekt, etwas für die Allgemeinheit zu tun lässt sich hineininterpretieren, da diese ja von gut beleuchteten Straßen durchaus profitiert.

Um die Motivation der tüchtigen Sportler an den Geräten noch weiter zu steigern, soll auf den Straßenlaternen der Zukunft auch noch eine Anzeige integriert sein, die Aufschluss über die bei der Stromerzeugung bereits verbrannten Kalorien gibt. Außerdem wird darauf über den Ladestatus der in den Laternen integrierten Akkus informiert. Letzteres könnte - wenn man denn an das Gute im Menschen glaubt - auch zufällig vorbeikommende Fußgänger dazu animieren, unverzüglich sportlich tätig zu werden und so die gerade leer werdenden Akkus wieder aufzuladen und Licht in dunkle Straßen zu bringen.

Die „Citylight“-Straßenlaternen sind also eine rundum spannendes Konzept, aber dass sie jemals tatsächlich in den Städten dieser Welt anzutreffen sein werden, wage ich leider ernsthaft zu bezweifeln. Eine nicht weniger einfallsreiche, aber deutlich weniger anstrengende und bereits real existierende Variante der Straßenbeleuchtung ist das Park Spark Project in der US-Stadt Cambridge in Massachusetts. Dabei werden die Lampen nicht mit kinetischer Energie, sondern durch Hundekot betrieben.

Matthias Schaffer

Autor Matthias Schaffer Erstellt am Samstag, 12. Mai 2012

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