Feuilleton

Initiative gegen kurzlebige Klimagase

Emissionen
Emissionen
© Bigstock

Kohlendioxid ist zwar das bekannteste, aber längst nicht das einzige Treibhausgas, welches unserer Atmosphäre und dem Klima zu schaffen macht. Auch sogenannte kurzlebige Klimagase wie Ruß, Fluorkohlenwasserstoffe und Methan treiben den Klimawandel voran und sorgen für hohe Feinstaubbelastungen der Atemluft.

Obwohl sie nur wenige Tage bis Jahre in der Lufthülle der Erde nachweisbar sind, sollen diese Klimagase gemeinsam für rund ein Drittel der Erderwärmung verantwortlich sein. Wenn also die Emissionen dieser Schadstoffe gesenkt werden, hätte das relativ schnell positive Auswirkungen auf die Luftqualität und das Klima. Aus diesem Grund haben die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Schweden, Bangladesh, Ghana und Mexiko eine Initiative zur Reduzierung der kurzlebigen Klimagase ins Leben gerufen.

„The Climate and Clean Air Coalition to Reduce Short-Lived Climate Pollutants” wurde Mitte Februar von der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton gemeinsam mit weiteren hochrangigen Politikern in Washington vorgestellt und soll nicht nur den Klimawandel bremsen, sondern auch noch Millionen Menschen vor einem zu frühen Tod durch Atemwegserkrankungen als Folge von verschmutzter Luft bewahren.

Konkret plant die Initiative die Unterstützung ärmerer Länder bei der Entwicklung nationaler Aktionspläne und die Durchführung weltweiter Infokampagnen. Das Startkapital von 15 Millionen US-Dollar soll bald durch weitere zwölf Millionen der US-Regierung aufgestockt werden. Die „Climate and Clean Air Coalition to Reduce Short-Lived Climate Pollutants“ hofft durch die Verminderung der Emission von Ruß, Fluorkohlenwasserstoffen und Methan die Erderwärmung bis 2050 um bis zu 0,5 Grad abzubremsen.

Dass es sich lohnt nicht nur den Kohlendioxidemissionen, sondern auch dem Ausstoß von kurzlebigen Klimagasen den Kampf anzusagen, ist auch das Ergebnis einer Studie, die ein Team aus 24 Experten rund um den NASA-Klimatologen Drew Shindell in dem Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht hat. Dabei suchten die Wissenschaftler nach den effektivsten Möglichkeiten die Erderwärmung einzudämmen und gleichzeitig die Luftqualität zu verbessern und ermittelten dabei die Eindämmung des Ausstoßes von Methan und Ruß.

Matthias Schaffer

Autor Matthias Schaffer Erstellt am Samstag, 28. April 2012

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren