Stanford-Studie

Deutlich wärmere Sommer ab 2030

Eine neue Studie von Wissenschaftlern der renommierten Stanford Universität widmet sich dem Versuch, das Ausmaß der andauernden Erderwärmung zu konkretisieren. In ihrer - demnächst in der Zeitschrift Climatic Change Letters erscheinenden - Arbeit prophezeien die Forscher rund um Noah S. Diffenbaugh einen deutlich merkbaren und unumkehrbaren Temperaturanstieg für die Sommer in den Tropen und großen Teilen der nördlichen Hemisphäre. Und das passiert nicht etwa im nächsten Jahrhundert, sondern schon innerhalb von 20 bis 60 Jahren.

Laut Diffenbaugh werden sich Teile der Erde sogar dermaßen schnell und massiv erwärmen, dass bereits Mitte dieses Jahrhunderts die kühlsten Sommer wärmer sein werden, als die heißesten Sommer der letzten 50 Jahre. Eine derartige Klimaänderung hätte natürlich immense Auswirkungen auf viele verschiedene Bereiche, wie beispielsweise den menschlichen Organismus im Allgemeinen oder die landwirtschaftliche Produktivität der betroffenen Staaten.

Zu ihren erschreckenden Ergebnissen kamen Diffenbaugh und der Forschungsassistent Martin Scherer durch eine Kombination aus über 50 verschiedenen Klima-Model-Experimenten und der Analyse von Wetter-Daten der Vergangenheit.

Am schlimmsten beziehungsweise am schnellsten von der sommerlichen Hitze betroffen sind Teile der Tropen. Dort liegt die Wahrscheinlichkeit der beschriebenen Erwämung in den nächsten 20 Jahren bei 50 Prozent. In 40 bis 50 Jahren trifft die Hitzewelle dann Teile im Norden und Westen der USA und nach 50 Jahren sind dann auch die Sommer in Europa und China deutlich wärmer.

Als Voraussetzung für die Berechnung ihrer Voraussagen nahmen die Forscher den prophezeiten weiteren Anstieg von Treibhausgas-Emissionen in die Erdatmosphäre. Insofern könnte eine konsequente weltweite Klimapolitik und flächendeckende Umstellung auf erneuerbare Energien das Szenario deutlich abschwächen.

Quelle:
Hestermann, Donna: „Stanford climate scientists forecast permanently hotter summers beginning in 20 years“. In: Stanford Report, 10. Juni 2011.

 

Matthias Schaffer

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