Kunst

Der "Umwelt-Umdenk-Prozess"

© Udo A. Heinrich

Wie sieht der Umwelt-Umdenk-Prozess nach internationalen Klimagipfeln und jahrzehntelanger Greenpeace Arbeit aus?

Manch einer ist in diesen Tagen des strengen Winters froh, sich an einem lauschigen Kaminfeuer zu erfreuen und wärmen. Doch viele tun dies nur noch mit einem schlechten Gewissen.

Der persönliche Umwelt-Umdenk-Prozess hat bei diesen Mitmenschen eingesetzt. Und täglich prasseln neue Impulse, kolportiert durch die Medien, auf den Einzelnen ein, mit Aufrufen, jeder möge für eine bessere CO2-Bilanz sorgen, und sei es durch Verzicht auf Tiefkühl-Kost, wie zum Beginn der gerade stattfindenden Grünen Woche in Berlin gefordert.

Aber wie sieht er denn nun aus, der Umwelt-Umdenk-Prozess?

Udo A. Heinrich zeigt es uns ganz einfach, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne statistischem Zahlenwust. Und zwar an einem Bildnis eines überlebensgroßen, stilisierten Kopfs mit weißen Rändern auf blauem Grund, in dessen Hirnwindungen der Künstler uns einen Blick werfen lässt.

Zunächst fällt auf, dass „Öko" - so ist nach dem Titel der Arbeit der Name des abgebildeten Menschen - offensichtlich unter großen Atemproblemen leidet. Denn er trägt einen auffälligen Mund- und Nasenschutz. Dieser Leidensdruck scheint es auch zu sein, der ihn zum Umwelt-Umdenk-Prozess führt.

In der an ein Piktogramm erinnernden Darstellung ist zu sehen, wie die Gedanken um die Umwelt buchstäblich umher kreisen, hinein und hinaus aus den für die verschiedenen Wahrnehmungen zuständigen Hirnzonen scheinen sie zu eilen und so den Dialog zwischen Eindrücken von außen und eigenen Überlegungen des denkenden Menschen zu symbolisieren.

Künstlerisch dargestellt wird dieser Prozess durch mehrfarbige, bewegliche Spiralscheiben, angetrieben durch Tageslicht, das auf die auf dem blauen Untergrund rund um den Denker installierten Solarzellen trifft und so den Impuls zur Aktion gibt.

„Es ist schön, dass ein wachsendes Umweltbewusstsein beim Einzelnen zu beobachten ist", so Udo A. Heinrich, der Vorreiter beim Thema 'Kunst trifft Energie' ist, "aber mit dieser Arbeit aus meiner Aktion-Art-Serie ergeht ein erneuter Appell an die Adresse von Politik und Energiewirtschaft. Dies insbesondere nach dem letzten gefloppten Klimagipfel und solange Greenpeace darauf hinweist, dass die Stromversorgung in Deutschland nur zu etwas über 15 Prozent durch erneuerbare Energien abgedeckt ist.

ahpr

Tags Kunst | Udo A. Heinrich | Umweltbewusstsein Kategorien Feuilleton Datum Donnerstag, den 21. Januar 2010 um 16:46 Uhr Autor Gast Beitrag

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