Solarenergie

Prognose 2050: Solarstrom deckt nur ein Viertel des weltweiten Bedarfs

Die Erde im Jahr 2050: Weltweit ist der Energieverbrauch jahrzehntelang weiter angestiegen, die nationalen und internationalen Energieeffizienzprogramme haben nicht gegriffen und alle Ideen zum Energiesparen konnten sich nicht wirklich durchsetzen.

Durch Solarenergie wird eine Stromproduktion von 9.000 Terwattstunden möglich gemacht, was ungefähr 50 Prozent des heutigen weltweiten Stromverbrauchs entspricht. Doch durch die oben beschriebene Entwicklung entspricht dieser Wert im Jahr 2050 nur noch einem Viertel des weltweiten Strombedarfs.

Dieses Szenario entwarf die Internationale Energieagentur (IEA) jüngst auf der „Mediterranean Solar Plan Conference“ im spanischen Valencia, wo Vertreter der Organisation ihre „Roadmaps“ für die solare Stromversorgung der Zukunft vorstellten.

Doch damit diese Vision Wirklichkeit wird, müssen noch einige Voraussetzungen geschaffen werden, damit Strom aus Sonnenenergie einen wesentlichen Anteil zur Grundlastversorgung beitragen.

Erstens fordert die IEA stabilere politische Rahmenbedingungen für den Ausbau der Solarenergie. Dies konterkariert die gegenwärtig von der Bundesregierung getroffenen Entscheidung, mit der Förderung erneuerbarer Energie- und Wärmeerzeugung Schluss zu machen.

Zweitens sollten Solargeneratoren nach ihren jeweiligen optimalen Einsatzbereichen differenziert eingesetzt werden. Hiermit greift die IEA eine technologische Entwicklungstendenz auf, die immer mehr auf die Produktion von Solarpanels für die verschiedensten Lebensbereiche setzt: Angefangen von großflächigen Solarfeldern in der Wüste über die Solaranlage auf dem Hausdach des Eigenheims bis hin zu Kleinstsolarpanels für die Versorgung von beispielsweise dem eigenen MP3-Player.

Drittens soll zukünftig netzgebundene Photovoltaik vor allem den regionalen Bedarf bedienen. Das würde vor allen Dingen die Kommunen stärken, die ihre Stromproduktion so einem größeren Abnehmerkreis zur Verfügung stellen könnten. Voraussetzung: Der Aufbau eines sogenannten „smart grids“, der den Transport von aus erneuerbarer Energie hergestelltem Strom über größere Distanzen erlaubt.

Viertens sollen mehr sogenannte „Solarinselsysteme“ in Regionen ohne Stromnetz gebaut werden, wo bisher fossil betriebene Generatoren für die Stromversorgung sorgten. Allein damit könnte schon ein größerer Anteil des Weltenergiebedarfs abgedeckt werden.

Eine weitere wichtige Voraussetzung laut IEA sei der Bau von Solarkraftwerken, die mit Wärmeträgerflüssigkeit arbeiten und so Solarenergie auch nachts nutzbar machen. Solche Kraftwerke könnten bereits zwischen 2025 bis 2030 Solarstrom zu Marktpreisen produzieren.

Daniel Seemann

Tags Energieeffizienz | global | IEA | Kopenhagen | Photovoltaik | Solar | Solarenergie | Szenarien Kategorien Solarenergie Datum Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 05:08 Uhr Autor Daniel Seemann

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