Slowenien

EU-Energieziele im Fokus

Die slowenische Regierung hat Anfang März 2011 angekündigt, bis 2030 ihr neues Energieentwicklungsprogramm vorzulegen. Energieeffizienzprojekte sollen dadurch stärker gefördert werden. Hierbei sowie bei der Förderung von erneuerbaren Energien will sich auch die Europäische Investitionsbank (EIB) künftig in Slowenien vermehrt engagieren.

Schätzungen zufolge könnten daraus Investitionen von mindestens zehn Milliarden Euro resultieren. Wenn es im Frühjahr vorgelegt wird, sollen nach einer öffentlichen Debatte die konkreten Energiegroßprojekte festgelegt werden. Umstritten ist vor allem, ob der steigende Strombedarf künftig durch eine Erweiterung des Wärmekraftwerks in Sostanj oder einen neuen Block im Atomkraftwerk Krsko gedeckt werden.

Intensivere Nutzung von einheimischen Energieträgern

Die intensivere Nutzung von einheimischen Energieträgern, vor allem Kohle, Wasser und Holzbiomasse, wird bei dem Regierungsprogramm eine zentrale Rolle spielen. Der im Jahr 2010 vom slowenischen Parlament bereits angenommene Aktionsplan für erneuerbare Energiequellen geht davon aus, dass die Wasserkraft bis 2020 mit 56 Prozent an der gesamten Stromerzeugung aus regenerativen Quellen beiträgt, gefolgt von Biogas (14 Prozent), Windkraft (zwölf Prozent), Holzbiomasse (zehn Prozent) und Solarenergie (acht Prozent).

Am Fluss Save sind die Bauarbeiten für eine dritte Wasserkraftanlage angelaufen. Bis 2018 sollen noch zwei Einheiten folgen. Das Projekt ist allerdings wegen Engpässen bei der Finanzierung der kommunalen Infrastruktur und langwieriger Raumplanungsverfahren stark verzögert. Günstig hat sich auch die 2009 eingeführte Einspeisevergütung auf die Zahl der neu installierten Photovoltaik- und Biogasanlagen ausgewirkt, hieß es. Außerdem ist ein neuer Aktionsplan für Energieeffizienz für den Zeitraum 2011 bis 2016 zurzeit in Vorbereitung. Er soll darauf abzielen, die ursprünglich geplanten Einsparungen am Energieendverbrauch von neun Prozent zu übertreffen.

EIB engagiert sich bei Energieprojekten in Slowenien

Die EIB will sich künftig in Slowenien beim Ausbau von Übertragungsnetzen, besonders bei “smart grids”, mit günstigen Darlehen engagieren. Einen Schwerpunkt sollen aber auch Energieeffizienz-Projekte und Vorhaben im Bereich erneuerbare Energien bilden. Im Energiebereich ist die EIB zuletzt in Slowenien beim Wärmekraftwerk Sostanj und bei Stromübertragungs- und Erdgasnetzen als Kreditgeber aufgetreten.

Daniel Seemann

Tags Atomkraft | Biogas | EIB | Energieeffizienz | Kohle | Ökostrom | Photovoltaik | Slowenien | Windkraft Kategorien Erneuerbare Energien Konventionelle Energien Politik Datum Freitag, den 13. Mai 2011 um 05:49 Uhr Autor Daniel Seemann

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