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Helium-3, saubere Energie vom Mond?

Geschrieben von Carla Lange :: [Dienstag, 17. November 2009 05:12]
Foto: Shutterstock
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Helium-3 ist ein farb- und geruchloses, verdichtetes Edelgas, dass als Tieftemperatur- Kältemittel verwendet wird. Auf der Erde ist es sehr selten, man vermutet jedoch eine größere Dichte in den sehr feinkörnigen oberen Metern der Mondkruste, dem Regolith. Das Isotop wird auf der Sonne produziert und wurde vom Sonnenwind seit Millionen von Jahren ins All transportiert. Da der Mond keine Atmosphäre wie die Erde besitzt, konnten die Partikel ungehindert zu seiner Oberfläche vordringen.

Das Element existiert also tatsächlich und die Möglichkeit es abzubauen und für die Menschheit nutzbar zu machen, geistert schon seid geraumer Zeit durch die Visionen von Wissenschaftlern. Eine Möglichkeit zur Energiegewinnung ist die Kernfusion.

Bis heute gibt es jedoch nur Prototypen von Kernfusionsreaktoren. Diese verschmelzen bei der Kernreaktion die Wasserstoffisotopen Deutrium und Tritium. Hierbei entsteht radioaktive Strahlung, die den Reaktor beschädigen kann. Würde man Helium-3 zur Fusion verwenden könnte dieser Effekt vermieden werden. Dadurch wäre ³He eine sehr saubere Energiequelle. Bleibt nur noch das Problem es zur Erde zu schaffen. Ein Flug zum Mond verschlingt Unsummen und daher muss eine preiswertere Methode entwickelt werden das ³He zur Erde zu transportieren.

Wären diese Hindernisse überwunden, würde, laut dem Astronauten Dr. Harrisson Schmitt, ein 1000 Megawatt-Fusionskraftwerk nur etwa 75 Kilogramm Heliu-3 pro Jahr benötigen, was Steinkohle im Wert von zirka 280 Millionen US-Dollar Kohle gleichkäme. Wirtschaftliche wäre diese Alternative unter den oben genannten Vorraussetzungen also durchaus interessant.

Allerdings lassen die vielen Wenns und Abers noch einen langen Weg erwarten und zum jetzigen Zeitpunkt empfiehlt es sich buchstäblich auf dem Boden zu bleiben und mit den Ressourcen die uns zur Verfügung stehen zu haushalten. Unsere Erde bietet reichlich Möglichkeiten uns zu versorgen, sei es Energie oder Nahrung. Wenn wir es schaffen, diese Möglichkeiten intelligent zu nutzen, können wir die Summen, die nötig wären, um einen Fahrstuhl zum Mond zu bauen, einsetzen, um unseren Planeten wieder herzustellen. Er ist immer noch unser Mutterschiff und das muss intakt sein um erfolgreiche Expeditionen zu starten.

Carla Lange

Autor Carla Lange Erstellt am Dienstag, 17. November 2009

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