Aufs Fahrrad zum Telefonieren

Labertaschen dürfen sich freuen. Ende des Jahres kommt ein neues Ladegerät von Nokia auf den Markt, das das Aufladen des Handys revolutioniert. Der Akku des Handys wird nicht mehr wie bisher an der Steckdose stundenlang aufgeladen, sondern beim Fahrradfahren.

Eine neue Technologie macht es möglich, dass ein Generator während des Tretens die Drehung der Reifen in Energie umwandelt, die das Handy mit Strom versorgt. Dies funktioniert bereits ab einer gemütlichen Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde. Ideal für Studenten auf dem Weg zur Uni oder umweltbewusste Arbeitnehmer. Eine zehnminütige Fahrt mit zehn Kilometern pro Stunde erzeugt laut Nokia bereits 28 Minuten Strom zum Quatschen, oder 37 Minuten für den Standbybetrieb. Je schneller man fährt, desto mehr wird das Handy aufgeladen.

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Pewo unterstützt Hochschule Rosenheim beim Solar Decathlon Europe

Die Pewo Energietechnik GmbH mit Sitz in Elsterheide, Sachsen, hat die Hochschule Rosenheim beim diesjährigen Solar Decathlon Europe in Madrid mit Equipment und Know-how unterstützt. Mit dem „Haus der Zukunft“ konnte sich das Hochschulteam „ikaROS Bavaria“gegen 16 weitere Studententeams aus aller Welt durchsetzen und landete mit ihrer innovativen Leistung auf Platz 2. Damit erzielte das Rosenheimer Team gleichzeitig die bestplatzierte deutsche und europäische Einreichung, vor der HFT Stuttgart (Platz 3), der Bergischen Universität Wuppertal (Platz 6) und der FHTW Berlin (Platz 10).

Pewo hat die Hochschule Rosenheim bei der Material- und Komponentenauswahl beraten und am Heiz- und Kühlkonzept mitgearbeitet. Das Unternehmen lieferte eine spezielle Hochtemperatur-Wärmepumpe, welche die Wärmeenergie zur Trinkwassererwärmung bereitstellt. Außerdem stellte Pewo ein pewoAqua Frischwassersystem bereit, mit welchem bei einer niedrigen Vorlauftemperatur von 49 Grad Celsius das Trinkwasser im Durchflussprinzip auf 45 Grad Celsius erwärmt werden kann. Dieses Prinzip gewährleistet neben der günstigen Vorlauftemperatur eine niedrige Rücklauftemperatur für eine hohe Effizienz. Die kalte Seite der Wärmepumpe wird für die Deckenkühlung des Gebäudes genutzt. In entsprechenden Pufferspeichern wird die Wärmeenergie auf unterschiedlichen Temperaturniveaus gespeichert. Neben dem Transfer von Know-how stellte Pewo den Studenten sämtliche Komponenten, Einzelbauteile und Werkzeuge zur Verfügung. „Wir haben keine fertig montierte Anlage, sondern einzelne Bauteile geliefert, so dass die Studenten die Anlage mit unserer Hilfe selbst zusammen setzen konnten“, sagt Robin Petrick, Geschäftsführer der Pewo Energietechnik GmbH. „Lerneffekt und Spaß waren groß. Pewo gratuliert dem Team der Hochschule Rosenheim zu dieser hervorragenden Leistung“, so Petrick weiter.

Der Solar Decathlon Europe ist ein „Zehnkampf", bei dem verschiedene Bewertungskriterien für den Erfolg des Projektes entscheidend sind. Die primäre Aufgabenstellung des Wettbewerbs ist die Entwicklung eines energieautarken, solarbetriebenen Gebäudes, das den Anforderungen der zukünftigen Gesellschaft gerecht wird. Als Ableger des amerikanischen Solar Decathlon fand der Wettbewerb erstmals in Madrid statt. Der Solar Decathlon Europe wurde gemeinsam durch das U. S. Energieministerium und das spanische Bauministerium ausgeschrieben und soll Potenziale für zukünftiges Bauen aufzeigen.

Judith Kuhn

Vertical Farming mitten in New York

"Urban Farm, Urban Epicenter" ist der Titel des neuesten Projekts von Jung Min Nam. Mehrere Auszeichnungen und Preise untermauern die Wichtigkeit des Konzepts. Dabei zeigt der Designer auf eindrucksvolle Art und Weise, dass es möglich ist, die Produktion von Nahrungsmitteln zurück in große Ballungszentren zu holen. Das entlastet nicht nur die Umwelt, sondern schafft auch neue Lebensräume.

Seit Jahrzehnten nimmt die Anzahl der Menschen, die in Großstädten leben, rapide zu. Gleichzeitig verlagern sich landwirtschaftlich genutzte Flächen weiter von den Ballungsräumen weg. Frisches Obst und Gemüse legen immer längere Wege zurück, bis sie beim eigentlichen Endverbraucher ankommen. Die intensive Ausbeutung der knapper werdenden Agrarflächen und die durch den Transport entstehenden Umweltbelastungen sind nur einige Folgeerscheinungen dieser Entwicklung.

Jung Min Nams Projekt ist mehr als ein einfaches Hybridgebäude. Es beinhaltet auch die Schaffung eines neuen Lebenszentrums mitten in der Großstadt. Zugleich schlägt der Designer vor, die infrastrukturelle Rolle von Städten zu überdenken.

Das Gebäude selbst beherbergt einen Geschäftsbereich, Wohnungen und allgemein zugängliche Grünflächen in den oberen Etagen. Auf dem Dach befinden sich ein Dachgarten sowie Vorrichtungen, um zusätzlich Regenwasser zu sammeln. Die Abwässer der oberen Etagen werden in den darunterliegenden Ebenen Schritt für Schritt gereinigt und wiederaufbereitet.

Die unteren Ebenen des Gebäudes werden landwirtschaftlich genutzt. Jung Min Nam setzt dabei auf die Verwendung von Hydrokulturen. Diese benötigen zehn Mal weniger Wasser als herkömmliche Bewässerungssystem. Darüber hinaus betragen die Ernteerträge das Fünf- bis Zwanzigfache verglichen mit üblichen Anbauarten. Das zuvor gereinigte Wasser fließt hier entlang schräg konstruierter Ebenen und bewässert automatisch die Anbauflächen.

Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass durch die Auswahl der gepflanzten Gemüsesorten das Sonnenlicht und die Temperatur im Inneren des Gebäudes optimal genutzt werden. Darüber hinaus lassen sich auch der CO2-Gehalt, die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur mithilfe des gezüchteten Gemüses beeinflussen. Dies führt dazu, dass der Energieverbrauch für die Belüftung und die Temperaturregelung des Gebäudes deutlich reduziert wird.

Verkaufsflächen für das produzierte Gemüse, Galerien und Begegnungsstätten in den untersten Stockwerken runden das Gesamtkonzept harmonisch ab. Sie schaffen Möglichkeiten zur sozialen Begegnung und zugleich neue Lebensmittelpunkte.

Der Designer ist an zahlreichen Projekten beteiligt. Eines davon, das Soft Haus, wird soeben auf der Internationalen Bauausstellung in Hamburg präsentiert.

Joachim Kern

Projekt Grün – Die Rettung der Welt als PC-Spiel

Den Klimawandel zu stoppen und die Menschheit von einer nachhaltigen Lebensweise zu überzeugen ist gerade in unserer, von wirtschaftlichen Interessen gesteuerten Realität leider alles andere als einfach. Als passionierter Computerspieler hat man in Sachen Weltrettung gegen allerlei Bösewichte und Bedrohungen hingegen zumeist schon einige Erfahrung und kann diese nun auch im virtuellen Kampf gegen den Klimawandel einsetzen.

Der deutsche Spielehersteller Halycon Media hat nämlich mit Öko Simulator: Projekt Grün ein PC-Spiel auf den Markt gebracht, bei dem es darum geht, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden und die Erde auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Auf den ersten Blick wirkt das wie eine wirklich innovative Spiel-Idee, aber wie man auf dem folgenden Video gut erkennen kann, erinnert Öko Simulator: Projekt Grün sowohl mit seinen Features, als auch mit der comicähnlichen Optik deutlich an das wohl bekannteste und erfolgreichste Wirtschaftssimulationsspiel SimCity.

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China: Rasant steigende Investitionen in CO2-arme Technik

Die Briten waren noch nie verlegen darum, sich in ihrer hegemonialen Vormachtstellung bedroht zu sehen und entsprechend zu handeln. Der britische Konservative Tim Yeo, Vorsitzender des Unterhausausschusses für Energie und Klimawandel, hat jetzt vor Kurzem davor gewarnt, dass der Westen den Anschluss an China bei Investitionen in CO2-arme Technik verlieren könne. Er beschwört in einem Artikel des britischen Guardian die Gefahr herauf, dass Europa in zehn Jahren aufwachen würde um festzustellen, dass das Reich der Mitte uns längst überholt habe.

Abgesehen von den britischen Allmachtphantaien hat Yeos Beschreibung der chinesischen Technologie- und Klimapolitik durchaus einen wahren Kern: Während in China die Wirtschaft trotz Weltwirtschaftskrise unaufhörlich wächst, investieren die Chinesen in Technik mit geringen CO2-Emissionen.

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Verständigung bei Kürzungen der Solarförderung

Das Ringen um die staatliche Förderung von Solaranlagen ist beendet, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Vorgesehen ist ein Zwei-Stufen-Modell, auf das sich Bundestag und Länder geeinigt haben. Rückwirkend zum 1. Juli 2010 werden die Vergütungen für Dachflächenanlagen um 13 Prozent gekürzt, die Vergütungen für Anlagen auf Konversionsflächen ehemaliger Militär- und Industrieflächen um acht Prozent, und die für sonstige Freiflächen um zwölf Prozent. In einem zweiten Schritt werden die Vergütungen ab 1. Oktober um weitere drei Prozent gekappt. Grund für die Kürzungen ist ein Anstieg der Marktpreise im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent, was zu einer Überförderung und zu wirtschaftlichen Fehlanreizen führt.

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EU-Studie: Erneuerbare Energien gehen unberührt aus der Krise

Die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien in Europa geht trotz der Krise weiter: Zu dieser Einschätzung kommt ein Bericht des Joint Research Centre der EU-Kommission, der Mitte Juli in Brüssel veröffentlicht wurde.

Diese Einschätzung gilt nicht nur für die Neuinstallationen in diesem Bereich, bei denen im vergangenen Jahr ein weiterer Rekord aufgestellt worden ist. Die Autoren gehen auch davon aus, dass die Erneuerbaren in diesem Jahrzehnt weiter kräftig zulegen werden – trotz knapper Kassen in den EU-Mitgliedsländern und Einschnitten bei der Solarförderung in Deutschland und Spanien.

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Versteigerung von Atom-Laufzeiten scheint vom Tisch

Nach anfänglicher Sympathie nimmt die Koalition Abstand vom Vorschlag, Atom-Laufzeiten an den meistbietenden zu versteigern. Nach dem Verlust der Bundesratsmehrheit steht die Laufzeitverlängerung insgesamt auf dem Spiel.

Mitte Juli machte ein neuer Vorschlag die Runde, in dem die von der Schwarz-Gelben Koalition geplanten Laufzeitverlängerung für Atommeiler nicht mehr zugeteilt, sondern versteigert werden könnten. Eine solche Versteigerung dürfte der klammen Staatskasse zusätzliche Milliarden einbringen.

Der Vorschlag zur Versteigerung der Restlaufzeiten stammt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). In einem Positionspapier, veröffentlicht im März 2010, spricht sich die Institutsleitung für eine Versteigerung von zusätzlichen Terawattstunden

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Die Kardaschow-Skala – nur eine Fiktion?

Seit Anbeginn der Menschheit hat sich Homo sapiens auf den Weg zu einer modernen Zivilisation gemacht. Die Stufe 1.0 auf der Kardaschow-Skala ist fast erreicht, doch nicht die technologische Entwicklung hindert uns am Fortkommen, sondern in erster Linie politische Kräfte.

Wir schreiben das Jahr 1964. Der sowjetische Astrophysiker Nikolai Kardaschow schlägt den Einsatz von Radioteleskopen vor, um „außerirdische“ Zivilisationen ausfindig zu machen. Lebensformen, die er in drei verschiedene Entwicklungsstufen auf der Basis ihrer Energieproduktion unterteilt, um ihren technologischen Fortschritt einzuordnen. Laut Kardaschow soll die Typ 1-Zivilisation in der Lage sein, die gesamte verfügbare Leistung auf ihrem Planeten zu nutzen.

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Paul Watson - Held oder Ökoterrorist?

In Zeiten, in denen Dokumentarfilme über das sinnlose Abschlachten von Delphinen (Die Bucht) oder über den Klimawandel und dessen Folgen (The Age of Stupid) immer mehr Menschen erreichen und zu einem Umdenken bewegen, steigt die Anzahl der Umweltschützer- und Aktivisten. Doch die Vorgehensweisen sind verschieden. Manche versuchen auf friedlichem Wege, zum Beispiel mit Lichterketten, auf die Umwelt- und Klimaprobleme aufmerksam zu machen. Andere gehen auf die Straße und protestieren auf öffentlichen Plätzen und vor Regierungsgebäuden. Und dann gibt es diejenigen, denen auch das noch viel zu wenig ist. Unter dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“, greifen sie zu besonders radikalen Methoden.

Unter ihnen gibt es einen Mann, der als besonders aktiv, kontrovers und vor allem polarisierend gilt. Die Rede ist von Paul Franklin Watson, geboren am  2. Dezember 1950 in Toronto, Kanada. Watson ist Mitbegründer von Greenpeace und rief, nachdem er die Organisation im Streit verließ, die SeaShepherd Conservation Society ins Leben - eine der global radikalsten und kompromisslosesten Organisationen, wenn es um das Thema Tier- und Umweltschutz geht.

Bereits im Alter von acht Jahren bewies Paul Watson seine Liebe zu allen lebendigen Wesen dieses Planeten. Er rettete zwei Hummer, hielt diese als Haustiere und zerstörte zahllose Bieberfallen, die in den Wäldern seines Geburtsorts aufgestellt waren. Watson versucht, sein ganzes Leben dieser Tierliebe - durch die Hilfe und den Schutz aller wildlebenden Lebewesen - Ausdruck zu verleihen. Besonders der Schutz von Meeressäugern, wie Walen und Delphinen, ist sein großes Ziel. Er fordert vehement die Anerkennung sämtlicher, auf unserer Erde befindlichen Arten als Mit- und Erdenbürger, denen der gleiche Schutz zusteht, wie uns Menschen.

Bei seiner passionierten Arbeit als Tierschützer schreckt er auch vor unkonventionellen und radikalen Methoden, wie dem Rammen und Versenken von Walfangbooten oder dem „Bombardieren“ von illegalen Fischerbooten mit Buttersäure, (um deren Ladung unverkäuflich zu machen) nicht zurück.

Er gilt aber auch als Verfechter des Klimaschutzes und vertritt einige sehr konsequente, ökologische und politische Positionen.

Paul Watson sieht den Menschen als Virus, der den Planeten vergiftet, ihn krank macht und auf lange Sicht für andere Lebewesen dauerhaft unbewohnbar machen wird. Schon jetzt sterben viele Arten aus, nur aufgrund der räuberischen Nutzung des Planeten durch die Menschheit. Daher müsse die „Krankheit Mensch“ mit allen Mitteln bekämpft und die Spezies auf eine Anzahl von höchstens einer Milliarde dezimiert werden.Städte dürften nicht mehr als maximal 20.000 Menschen beherbergen und müssten durch weitläufige Wildgebiete getrennt sein, um so der Natur eine reelle Chance zur Gesundung zu ermöglichen.

Nur in einem solchen, verkleinerten System hätten, so seine Vorstellung, die restlichen Menschen einen besseren Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Eine Benachteiligung aufgrund von sozialen Zuordnungen wäre aufgehoben und die Erde müsste nicht mehr bis zur Erschöpfung ausgebeutet werden. Er sagt weiterhin, Nachwuchs dürfte dann nur noch Menschen gestattet sein, die sich der Verantwortung und der Rolle ihres Lebens für den Planeten und dessen Schutz völlig bewusst sind.

Um dem steigenden Methanausstoß entgegenzuwirken, sollten die Menschen sich vorwiegend vegetarisch ernähren und Nahrungserzeugnisse sollten vor Ort produziert und nicht durch die halbe Welt geschickt werden.

Ähnlich wie James Lovelock (Gaias Rache) ist auch Watson der Ansicht, die menschliche Population und deren „Ausdünstungen“ haben schon lange die kritische Schwelle überschritten, die der Planet überhaupt ertragen kann, ohne zu kollabieren. Durch die egoistische Verbrennung aller fossilen Rohstoffe und den daraus entstehenden Treibhausgasen sei es längst zu spät, um mit den aktuellen Mitteln noch eine Lösung zu finden, der Zivilisation, wie wir sie heute kennen, ein dauerhaftes Überleben zu sichern. Strom- und Energie müssten natürlich weiterhin produziert werden, jedoch ausschließlich auf  Basis regenerativer Methoden. Besonders Wind-, Wasser und Solarenergie seien jetzt der Schlüssel zu einer neuen Generation der Energiegewinnung, so Watson. Damit unterscheidet er sich maßgeblich von den Ansichten Lovelocks, der für eine Nutzung der Atomenergie und sogar für deren Expansion plädiert.

Man kann Watson viel vorwerfen und die Kontoverse um seine Person, seine Absichten und Methoden schier unendlich fortführen. Die Menschheit absichtlich zu dezimieren ist sicherlich ein Punkt, der indiskutabel ist. Auch seine Attacken gegen Walfangschiffe und Schleppnetze, sprechen von einer gewissen Gewaltbereitschaft oder zumindest Kompromisslosigkeit.

Während Watson, der selbst sagt, der Tod dreier Segler sei weniger tragisch, als der Tod von Seerobben, für die einen nur ein Ökoterrorist ist, der Sprengstoff und Rammböcke benutzt, um andere Schiffe zu versenken, ist er für die anderen ein Held, der in seinem Leben bisher unzählige Meeressäuger retten konnte.

Über sich selbst sagt Watson auf seiner Website:

"I have been honored to serve the whales, dolphins, seals - and all the other creatures on this Earth. Their beauty, intelligence, strength, and spirit have inspired me. These beings have spoken to me, touched me, and I have been rewarded by friendship with many members of different species.

If the whales survive and flourish, if the seals continue to live and give birth, and if I can contribute to ensuring their future prosperity, I will be forever happy."

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„Ich fühle mich geehrt, den Walen und Delfinen, Robben,  und allen anderen Kreaturen auf dieser Erde zu dienen. Ihre Schönheit, Intelligenz, Stärke und ihr Geist, haben mich inspiriert. Diese Geschöpfe haben zu mir gesprochen, mich berührt und ich wurde belohnt durch Freundschaft mit vielen Mitgliedern verschiedener Spezies.

Wenn die Wale überleben und aufblühen, wenn die Robben weiterleben und Leben schenken und wenn ich weiter dazu beisteuern kann, ihr zukünftiges Gedeihen zu sichern, dann werde ich für immer glücklich sein.“

Wenn man also eins sicher sagen kann, über Paul Franklin Watson, dann dass er ein großes Herz hat, das für immer für diesen Planeten und alle sich darauf befindlichen wildlebenden Lebewesen schlagen wird. Und dass er den Rest seines Lebens dem Schutz unserer Erde und seinen zahlreichen, unschuldigen Bewohnern opfern wird. Auch wenn er dabei wahrscheinlich an alle Bewohner und Arten denkt - außer an den Menschen. Denn der ist in seinen Augen am aller wenigsten unschuldig.

Tobias Hartmann

Die Erneuerbare-Wärme-Prämie

Wie berichtetging jüngst ein Aufatmen durch die Branche, in der der Ausbau der erneuerbaren Wärmetechnik eine wirtschaftliche Hauptrolle spielt. Denn so wie der Bundestags-Haushaltsausschuss kurz vor der parlamentrischen Sommerpause entschieden hat, können ab sofort wieder Boni für Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Biomasseheizungen (zum Beispiel Pelletkessel) beantragt werden.

Zu Unrecht stand regenerative Wärme bisher in der öffentlichen Wahrnehmung im Schatten von Windenergie und Photovoltaik. Allein in Gebäuden macht der Energieverbrauch für Wärme mehr als ein Drittel aus, in Wohngebäuden sogar noch immer drei Viertel der insgesamt konsumierten Energie.

Und genauso wie auch bei anderen Technologien für erneuerbare Energien, kann auch der Wärmebereich mittlerweile als etablierter und wichtiger Arbeitsmarkt gelten. Mit diesem Argument hatte jedenfalls der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) an die Entscheider im Bundestag appeliert – offensichtlich mit Erfolg.

Das technisch Mögliche ausgereizt, versorgen moderne Heizungsanlagen auf Wunsch zu 100 Prozent regenerativ. Selbst Standardbausätze für Solarthermie liefern übers Jahr 70 Prozent des Warmwassers und 25 Prozent der Heizenergie, in optimal gedämmten Häusern sogar bis zu 100 Prozent. Vorboten des solaren Zeitalters, das fast unbemerkt von der Öffentlichkeit in Deutschland schon längst begonnen hat.

Damit sich dies ändert, schlägt der BEE jetzt eine „Erneuerbare-Wärme-Prämie“ vor. Dieses Prämienmodell soll analog zur berühmt-berüchtigten „Abwrackprämie“ funktionieren und spätestens ab 2012 unabhängig vom Bundeshaushalt eingeführt werden.

Nach dem Motto "Tausche alt gegen neu" würden dadurch die notwendigen Investitionsanreize für Otto-Normalverbraucher zum Einbau einer regenerativen Heizungsanlage dauerhaft und unabhängig von der Finanzlage des Bundes bestehen.

Finanzieren sollen diese Umlage die Importeure fossiler Brennstoffe durch eine Prämienabgabe pro Einheit Öl, Kohle oder Gas, die wiederum Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien zugute kommt. Ob die großen vier Energieversorger in Deutschland da wohl mitspielen?

Daniel Seemann

Polnische Windparkfarmen kommen voran, ohne Durchbruch zu schaffen

Auf niedrigem Niveau dynamisch gewachsen, doch weiterhin mit Problemen, sich zu etablieren: Dieses Fazit lässt sich nach den ersten sechs Monaten 2010 von der Entwicklung der Windenergie und der gesamten grünen Energie in Polen ziehen. Die gesamte Produktionskapazität der einzelnen Windfarmen lag Ende Juni bei knapp 1.005 Megawatt, wie aus den neuesten Zahlen der einheimischen Regulierungsbehörde für Energie hervorgeht. Im Jahr 2005 hatte das Volumen hingegen gerade einmal 83 Megawatt betragen.

Mit dabei ist auch die deutsche RWE, die einige Windparkprojekte gestartet hat. Die Deutschen haben dadurch mitgeholfen, dass die Bedeutung der Windfarmen innerhalb der gesamten grünen Energieproduktion zugenommen hat. Die Parks stellen jetzt etwa 44 Prozent des Gesamtvolumens her, das wiederum an der Energieerzeugung in Polen nur einen verschwindend kleinen Teil einnimmt. Hier dominiert mit mehr als 90 Prozent nach wie vor die Kohleindustrie.

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Zukunft Energie- und Umweltwirtschaft - Wachstum braucht fähige Macher

Es ist schwer, in neue Märkte in fremden Ländern einzusteigen. Umso mehr wenn man die Landessprache nicht spricht oder die Sitten, Gebräuche und rechtlichen Bedingungen nicht kennt. Handelskammern und Exportinitiativen unterstützen mit Marktinformationen und Kontaktreisen. Aber wenn es um die konkrete Anbahnung und Abwicklung von Geschäften geht, wird es doch meist schwierig. Hier setzt eine neue vom hessischen Wirtschaftsministerium geförderte Initiative an.

Eine an der Holzfachschule Bad Wildungen entwickelte Weiterbildung zur Exportfachkraft bringt jetzt Abhilfe. Menschen mit Migrationshintergrund und passender Berufsausbildung werden so gezielt gefördert, dass sich ihre sprachliche und kulturelle Kompetenz exportinteressierten Unternehmen erschließt. Fachlich wird im ersten Schritt auf Holz-, Energie- und Umwelttechnik fokussiert.

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CCS-Gesetzentwurf vorgelegt

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) haben am 14. Juli 2010 einen Gesetzentwurf für die Abscheidung, den Transport und die dauerhafte Lagerung von Kohlendioxid (CO2) präsentiert. Vorläufig sind nur Probe- und Demonstrationsvorhaben von Speichern geplant, bis dann 2017 der Gesetzentwurf umfassend evaluiert wird.

Die CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) wird als notwendige Grundlage für eine CO2-arme und damit klimafreundliche Industrieproduktion proklamiert. Brüderle sagte, steigende Weltbevölkerung und steigender Energieverbrauch würden dazu führen, dass in den nächsten Jahrzehnten mehrere Milliarden Tonnen CO2 dauerhaft entsorgt werden müssten.

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Erneuerbare fördern, Atomausstieg verhindern

Es ist schon paradox, was sich vor wenigen Tage im Deutschen Bundestag abgespielt hat: Bei einer Anhörung im Umweltausschuss zu einem Antrag der Grünen-Fraktion zur Beschleunigung des Atomausstieges wurde deutlich, dass die Förderung der erneuerbaren Energien für die großen Energieversorger nur ein Vorwand ist, um nicht aus der Kernkraft auszusteigen.

Deren Ende war bekanntlich schon besiegelt: Bis zum Jahr 2022 sollte ursprünglich Schluss sein, so jedenfalls hatte es ursprünglich die rot-grüne Bundesregierung beschlossen. Doch nach dem Regierungswechsel 2009 konnte Angela Merkel den von ihr schon zu Zeiten der Großen Koalition gewünschten Ausstieg aus dem Ausstieg vorantreiben. Das Klima soll dadurch geschützt werden – und der Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben werden.

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Die Solartankstelle - Standbein der CO2-freien Mobilität

Solartankstellen werden als ein Standbein der CO2-freien Mobilität bezeichnet. Sie werden lokal aufgestellt, nutzten über Photovoltaikzellen die Sonne als Energielieferanten und produzieren damit den elektrischen Strom genau dort, wo er gebraucht wird - ohne großen Transportverlust.

Die Energieerzeugung mittels Solarzellen ist nicht nur völlig lautlos, auch die Umwelt und das Klima werden nicht belastet, da durch das Verfahren keinerlei schädliche Emissionen entstehen. In Deutschland gibt es mittlerweile bereits zirka 200 dieser Tankstellen, besonders im Raum Bayern sind sie verbreitet zu finden. Neben Parkplätzen in Innenstadtbereichen sind Einkaufszentren, Bahnhöfe, Tiefgaragen, aber auch öffentliche Einrichtungen wichtige Standplätze für Solartankstellen. Auch das Aufladen des eigenen Fahrzeuges in der heimischen Garage ist eine Möglichkeit, vorausgesetzt der Haushalt verfügt über eine eigene „Solartankstelle“, denn nur durch das Laden mit „Ökostrom“ bleiben die Emissionen bei fast Null.

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Solarenergie von Europas Dächern

Die Zukunft der Solarenergie liegt auf Europas Dächern. Davon jedenfalls geht der Verband der europäischen Photovoltaik-Industrie (EPIA) aus. Dort rechnet man mit weiter sinkenden PV-Anlagenpreisen, zukünftig ausreichenden Produktionskapazitäten und der Wirksamkeit der politischen Vorgaben der EU.

Der EPIA schlägt vor, dass alle solargeeigneten Dächer und Fassaden in Europa mit Solarpaneelen ausgestattet werden sollen. Das würde dann jährlich 1.400 Terawattstunden Solarstrom liefern, was 40 Prozent des Energiebedarfs des Kontinents entspricht.

Durchschnittlich 40 Prozent aller Gebäudedächer und 15 Prozent aller Fassaden sollen laut EPIA solargeeignet sein. Auf die EU bezogen, würde das 22.000 Quadratkilometer Dachfläche ausmachen, ein Areal, das allerdings schon gebaut ist und daher sofort genutzt werden könnte.

Das schließt vor allem auch Gebäudefassaden mit ein, die durch fassadenintegrierte PV-Anlagen einen großen Beitrag leisten könnten. Das jedenfalls hat das Institut für technische Innovationen (TEC) herausgefunden.

Die Forscher widerlegten die These, dass durch Hinterlüftung gekühlte Module einen höheren Energieertrag erzielen als nicht hinterlüftete Module, wie sie an Häuserfassaden eingesetzt werden. Insbesondere Hochhäuser mit ihrem relativ geringen Dachflächenanteil könnten damit in Zukunft die Fassadenflächen zur Energiegewinnung mit einbeziehen.

Auch auf europäischer Ebene tut sich einiges, was die weitere Integration von Solaranlagen in Gebäude betrifft. Denn nach der vom Europäischen Rat beschlossenen „Gebäuderichtlinie“ müssen ab dem Jahr 2020 alle in den EU-Mitgliedsstaaten neue errichteten Gebäude "nearly-zero energy buildings" sein.

Bis Mitte 2011 müssen die EU-Mitgliedsstaaten nun Förderprogramme erarbeiten, wie sie die Richtlinie umzusetzen gedenken. Zur Zeit erfolgt parallel dazu in vielen Ländern Europas eine Neuausrichtung der Politik gegenüber der Photovoltaik.

In Italien sollen nach einem neuen Gesetzentwurf die Einspeisetarife für Photovoltaik im kommenden Jahr um insgesamt 18 Prozent gekürzt werden, genauer gesagt alle vier Monate um sechs Prozent.

Österreich, das bisherige Schlusslicht in Europa beim Thema Solarenergie, hat jetzt ein 35 Millionen Euro teures Programm in die Wege geleitet, das 5.500 neue PV-Anlagen auf Gebäuden finanzieren soll. Außerdem sind Boni für die Fassadenintegration von Solaranlagen vorgesehen.

Die Debatte um PV-Kürzungen dauert auch in Spanien weiter an. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero ist um Schadensbegrenzung bemüht. Er sprach von einer Vergütungsgarantie für bestehende Solarparks und hat eine rückwirkende Änderung der Einspeisevergütung für Solarkraftwerke ausgeschlossen.

Daniel Seemann

Zur Entwicklung der Energiemärkte bis 2030

Das Bundeswirtschafts-ministerium hat eine "Energieprognose 2009" vorgelegt. Die Studie zur Entwicklung der Energiemärkte bis 2030 wurde von den Forschungsinstituten IER (Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung), RWI (Rheinisch-Westfählisches Institut für Wirtschaftsforschung) und ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt.

Im Bericht werden steigende Energiepreise prognostiziert und gleichzeitig ein sinkender Primärenergieverbrauch angenommen. Der Anteil der Kohlen am Primärenergieverbrauch gehe zurück, während der von Erdgas aufgrund der steigenden Bedeutung in der Stromerzeugung moderat zunehme. Insgesamt erhöhe sich die Importabhängigkeit.

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Untersuchungsbericht entlastet Klimaforscher

Neue Untersuchungen entkräften den Vorwurf, Klimaforscher hätten Daten manipuliert um den anthropogenen Klimawandel nachzuweisen. Diese Anschuldigungen wurden laut, nachdem gehackte E-Mails von Klimaforschern im Internet veröffentlicht wurden.

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Kopenhagen Ende 2009 haben Hacker E-Mails von Klimaforschern veröffentlicht. Die E-Mails haben einiges Aufsehen erregt und wurden von Klimawandelskeptikern als Beweis für Manipulationen bei der Klimaforschung herangezogen. Diese Anschuldigungen hatten einen merkbaren Einfluss auf die letztendlich gescheiterten Verhandlungen um ein neues Klimaabkommen. In einer E-Mail ist zum Beispiel die Rede von einem „trick (…) to hide the decline”.

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China`s grüne Städte

8,8 Quadratkilometer groß, ausgestattete mit Photovoltaik- und Geothermieanlagen als Strom- und Wärme/ Kältelieferant und versehen mit elektrischen Bussen und Taxen plant Peking am Rande der Stadt Turpan eine Ökostadt. Nicht die erste und bei weitem nicht die größte „grüne Stadt“ in China, denn auch auf der Insel Dongtan soll eine zukunftsträchtige Ökostadt für 500.000 Einwohner entstehen. Allerdings ist hier, außer ein paar Windrädern und einem großen Tunnel, noch nichts von der neuen Vorzeigekommune zu sehen, dessen erste Bauabschnitte eigentlich schon abgeschlossen und präsentabel sein sollten.

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Die Müllinsel

Über die genauen Ausmaße des „Garbage Patch“ im Pazifik, dessen einer Teil sich östlich, der andere westlich von Hawaii befindet, sind sich die Forscher bislang nicht einig. Auf einer Fläche, etwa vier Mal so groß wie Deutschland, von manchen Experten gar so groß wie die Vereinigten Staaten geschätzt, hat sich eine gigantische Endlagerstätte für Plastikmüll gebildet. Mehr als 100 Millionen Tonnen Abfall, Dank Meeresströmung und Erdrotation gesammelte Werke aus der ganzen Welt, werden hier vermutet.

Problematisch ist vor allem der Zerfall der Kunststoffe durch Abrieb und Lichteinwirkung in kleinste Teilchen, die zum Teil von Fischen gefressen werden und zudem bei der Zersetzung potenzielle Giftstoffe freisetzen. Die größeren Plastikteile haben sich hingegen unzählige Meeresbewohner als neuen Lebensraum auserkoren, die erste Besiedelung hat also bereits stattgefunden. Das könnte sich jedoch bald ändern, zumindest, wenn es nach Ramon Knoester geht.

Der Architekt aus Rotterdam plant eine gigantische, schwimmende Müllinselim Pazifik, die durchaus Ähnlichkeiten zu Neal Stephensons Roman „Snow Crash“ aufweist. Nicht nur, dass die Niederländer bereits Erfahrung in der Gewinnung von Nutzland aus dem Meer haben, auch die Besiedelung künstlicher Schwimm-Inseln ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit. Im deutlich kleineren Maßstab, als der von Knoester geplante, leben bereits seit langem etwa die Uro-Indianer auf schwimmenden Dörfern im Titicacasee oder die Moken-Seenomaden auf ihrem schwimmenden Lebensraum im südchinesischen Meer.

Mindestens 10.000 Quadratkilometer groß soll Knoesters Recycling-Insel werden, damit sie bei starkem Seegang nicht umkippt. Auf dieser Fläche hätten dann bis zu 500.000 Menschen Platz für ein neues Leben, die sich durch Strömung, Sonne und Wind selber mit Energie versorgen könnten. Fraglich ist jedoch, ob sich die Vision des Niederländers umsetzen lässt. Gleich vor Ort sollen die großen Plastikteile aus dem Meer gefischt, gesäubert, geschreddert und geschmolzen und danach zu luftgefüllten Bauklötzen gepresst werden. Angesichts der vielen verschiedenen Kunststoffsorten, die sich nur begrenzt miteinander verarbeiten lassen, bleibt die Frage der Wirtschaftlichkeit, ebenso wie die finanziellen Aspekte seines Vorhabens ungeklärt.

Judith Schomaker

Physalia - Schwimmender Garten zur Wasserreinigung

Laut dem UNESCO-Weltwasserbericht von 2009 war Wasser niemals zuvor so gefragt wie heute. Mit dem immer weiter steigenden Lebensstandard und einem Bevölkerungswachstum von jährlich fast 80 Millionen Menschen, wird sich die Lage in den nächsten Jahrzenten definitiv weiter zuspitzen und Wasserkriege wie im Nahen Osten möglicherweise zum Alltag. Vor allem in Entwicklungsländern verfügen rund drei Milliarden Menschen über kein sauberes Trinkwasser und etwa 80 Prozent der dort auftretenden Krankheiten sind auf die mangelhafte Wasserversorgung zurückzuführen.

Ein mögliches Puzzlestück für die Lösung des weltweiten Wasserproblems hat der belgische Architekt Vincent Callebaut entworfen. Wenn es nach seinen Vorstellungen geht, werden europäische Gewässer zukünftig von seinem schwimmenden Garten Physalia befahren und dabei gleichzeitig gereinigt. Das futuristisch anmutende Design des Schiffes ist passenderweise von der Natur inspiriert, wie man auch am Namen Physalia erkennen kann, der eine hochgiftige Quallenart namens Portugiesische Galeere bezeichnet.

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"Oya" - irgendwie anders

Eine Zeitschrift für Menschen, die sich Gedanken machen „über einen Wandel in der Kultur, hin zu einem ökologisch nachhaltigen Lebensstil und lebensfördernden Werten“, so beschreiben Johannes Heimrath (Herausgeber), Lara Mallien (Chefredakteurin) und ihr Team die Intension, die hinter ihrem Magazin „Oya – anders denken. anders leben“ steckt. Und dieses ist ihnen wirklich gelungen!

Mit fundiert recherchierten Reportagen, spannenden Berichten, interessanten Interviews und anschaulichen Portraits über gemeinschaftliches Leben und Handeln, soziales Unternehmertum, Sinnsuche und Lebensqualität jenseits der Konsumkultur sowie individuelle Lebenswege, ist „Oya“ alles andere als ein oberflächliches Öko-Lifestyle Magazin. In „Oya“ werden vielmehr Menschen vorgestellt, die sich tatsächlich für eine alternative Lebensweise entschieden haben.

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Skeleton Sea Surfer Skulpturen versus Zivilisationsmüll im Meer

Es ist schier unglaublich wie wenig sorgsam wir, ganz speziell die junge Generation, mit unserem wertvollsten Gut umgehen – der Erde. Es sind nämlich nicht immer nur die bösen Öl-Konzerne, die unsere Meere verpesten und damit Millionen von Leben in Gefahr bringen, auch kleine Delikte können in ihrer Summe einen großen Schaden anrichten. Tonnen von Müll werden jedes Jahr an den Strand gespült und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Genau hier setzt der Kunstgeist der Gruppe Skeleton Sea an. So haben die Surfer Xandi Kreuzeder, Jao Parrinha und Luis de Dios am Strand von Fuerteventura aus unzähligen liegengelassenen sowie gestrandeten Flip Flops den „Free Flip Flop Fish" erschaffen und wollen damit ein Zeichen setzen, nämlich dass „bald mehr Flip Flops im Meer schwimmen als Fische“, wenn sich das Bewusstsein gegenüber unserer Umwelt nicht maßgeblich verändert.

Die Idee zu ihrem Müllprojekt kam den bis dato unbekümmerten Surferboys, als sie dem Müll in São Jorge auf den Azoren nur noch mit einem Bagger hätten Herr werden können. Aus dem geplanten Wellenritt in einer idyllischen Bucht wurde ein Müllslalom durch Berge von Wrackteilen, Bojen, kaputten Boards, Schwemmholz, Tierkadavern, Knochen und Unmengen von Plastikmüll. Der Slalom wich schließlich der Faszination und aus Faszination entstanden erste Müllskulpturen unter dem Motto „Keep The Oceans Clean“. Zuletzt hat die Skeleton Sea Artist Group 20 ihrer Kunstwerke beim Surfilmfestibal 2010 einem Publikum von 3.500 Besuchern sowie beim The Roxy Jam präsentiert. Mehr noch, die Ausstellung im The Aquarium of Donostia wurde sogar bis zum 15. September verlängert und ist dann fortführend bis zum 31. Oktober im The Maritime Museum of Bilbao zu sehen.

Besonders Exemplare wie „Bin Tin", der angsteinflößende zwei-Meter-Fisch mit neun Mägen dürfte den Besuchern in Erinnerung bleiben. Das Meermonster aus Plastik, Stahl, Draht und Schrott soll einen umweltfreundlichen Fisch der Gattung Müllfresser darstellen und so an das Umweltbewusstsein der Menschen appellieren. Oder die Skulptur des ölverpesteten und in Müll verschlungenem Vogels mit dem passenden Namen „Prestige", die besonders in Zeiten des BP-Skandals den Nagel auf den Kopf trifft wie es tausend Worte nicht besser könnten. Aber nicht jedes der Skeleton Sea Kunstwerke ist bereits auf den ersten Blick derartig bedrückend wie "Bin Tin" oder "Prestige".

Fisch2Das liegt nicht zuletzt an der Vielfalt, die das Surfer-Trio mit sich bringt. Zum einen stammen die Drei mit Fuerteventura, Lissabon und Kochel am See aus völlig verschiedenen Regionen und zum anderen spielen ihre verschiedenen Einflüsse aus Kunst, Fotografie und Musik eine große Rolle in ihrem Schöpfungsreichtum, dem sie sich einmal im Jahr gemeinsam an einem Surfer-Point auf der Welt widmen. Seit letztem Jahr haben die Skeleton Sea Künstler ihr Schaffensfeld sogar noch um eine Kooperation mit der Umweltorganisation Clean Ocean Projecterweitert. In einem jährlichen Campwurden und werden gemeinsam mit den Teilnehmern Strände vom Müll befreit, der schließlich zu inspirierenden Kunst-Objekten umfunktioniert wird.

Mit diesem Umweltengagement sind die kunstschaffenden Surfer aber längst nicht mehr allein, auch Surflegenden wie Kelly Slater unterstützen Umweltprojekte im Kampf um den Schutz der Ozeane.

Und so inspirierend die Skeleton Sea Kunstwerke auch sind, wäre es nicht sinnvoller der Müll würde gar nicht erst in die Meere und an die Strände gelangen? Was ist so schwer daran seinen eigenen Müll wegzuräumen und mitgebrachte Beach-Utensilien nach Gebrauch und Sonnenbad auch wieder mit nach Hause oder wenigstens bis zur nächsten Mülltonne mitzunehmen?

Christin Springer

Münchener Cleantech-Konferenz: Heraus-forderungen & Chancen der Energieeffizienz


Als wirtschaftlich erfolgreichste Stadt Deutschlands ist München ein beliebter Standort für Technologie-unternehmen. Doch nicht nur die strukturellen Indikatoren (Arbeitsmarkt, Wohlstand und Infrastruktur) machen die Isar-Metropole als Niederlassung für Industrie und Gewerbe interessant. Auch das Networking-Angebot in der bayerischen Hauptstadt ist sehr attraktiv. So hat sich das „Munich Network“, ein Unternehmernetzwerk für Gründung, Wachstum und Wertentwicklung der Technologieunternehmen in der Region, die Vernetzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)- sowie Cleantech-Unternehmen auf die Fahnen geschrieben.

Auf Netzwerkveranstaltungen, wie beispielsweise dem „WakeUp!“ – einem Frühstück für Mitglieder der IKT-Industrie – oder dem „CleantechEve“, treffen sich Unternehmer, Investoren, Start-ups, Wissenschaftler und Interessierte, um Informationen, Einblicke und Erfahrungen über aktuelle Entwicklungen dieser Märkte sowie Technologien auszutauschen. Die Treffen sind beliebte Plattformen für das Knüpfen neuer Kontakte und Kooperationen.

Besondere Highlights sind die Munich Network Konferenzen, wie jüngst die 3. Münchener Cleantech-Konferenz am 24. Juni 2010, auf der hochkarätige Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft ihr Wissen mit den Munich Network-Mitgliedern teilten. Über 200 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung, die diesmal ganz unter dem Motto „Energieeffizienz – Herausforderungen und Chancen für Technologien und Innovationen zur Effizienzsteigerung in der Energieerzeugung, -Speicherung, -Leitung und des -Verbrauchs“ stand.

In seinem Eröffnungsvortrag über den „Zukunftsfonds – mit massiven Investitionen, erneuerbaren Energien und Energiesparen zum ökologischen Wirtschaftswunder“ schlug Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender des B.A.U.M. e. V., vor, bei einem aktuellen Geldvermögen von 4.800 Milliarden Euro einen Anteil von ein, zwei oder fünf Prozent in einen Fonds zu investieren, der finanzielle Mittel für Energieeffizienzmaßnahmen, erneuerbare Energien und Energieeinsparprogramme vergibt, die sich innerhalb von zehn Jahren amortisieren. Der Zinsertrag läge laut Gege für den Anleger bei sicheren fünf Prozent.

Sein Nachfolger auf dem Podest, Dr. Georg Kofler, fesselte das Publikum mit einem Vortrag über „Energieeffizienz und Klimaschutz als Geschäftsmodell“. Der Manager, der vor allem als Geschäftsführer beziehungsweise Vorstandsvorsitzender der Fernsehsender ProSieben und Premiere Bekanntheit erlangte, führt seit Mai 2008 die Kofler Energies Aktiengesellschaft, eines der führenden unabhängigen Energiedienstleistungsunternehmen in Deutschland.

Kofler postulierte, dass eine 50-prozentige Reduktion des Energieverbrauches ohne Komfortverlust zu realisieren sei. Das größte Einsparpotenzial sah er dabei im Gebäudebestand. So würde eine Effizienzsteigerung von zehn Prozent in diesem Bereich mehr Emissionen vermeiden, als der Autoverkehr insgesamt produziert. Außerdem sei jede gesparte Kilowattstunde unvergleichlich günstiger als jede produzierte. Weshalb es sich auch finanziell lohnt, in Energieeffizienzmaßnahmen zu investieren.

Auch die Vorträge der weiteren Referenten - wie zum Beispiel über „Intelligente Energiesysteme der Zukunft“ von Stephan Kohler (dena) und die Sparsamkeit der LEDs von Elke Eckstein (Osram) - stießen auf großes Interesse. In mehreren Workshops wurden die Möglichkeiten technologischer Innovationen in den Bereichen intellligente Stromnetze, Beleuchtung, Energieeffizienz in Gebäuden sowie Heizen und Kühlen diskutiert. Außerdem nutzten vier Start-ups die Chance, sich bei einer so genannten Pitch-Session potenziellen Investoren vorzustellen.

Corinna Lang

Dieser Garten passt in jede Küche

Ein Topf mit frischem Basilikum oder eine Schnittlauchpflanze gehören eigentlich in jede Küche. Die Kräuter peppen jedes Gericht auf und sind zudem gesund. Leider ist in den meisten Wohnungen zu wenig Platz, um auch Salat oder anderes Gemüse selbst zu züchten. Hyundai Engineering and Constructionaus der Republik Korea hat eine Lösung für alle Stadtbewohner gefunden und stellt einen Garten vor, der in jede Küche passt.

Der Kitchen Nano Garden lässt das Herz jedes Freizeitgärtners und Hobbykochs höher schlagen. Ganze vier Quadratmeter, aufgeteilt auf vier Ebenen, stehen zur Verfügung und warten darauf, bepflanzt zu werden. Somit ergibt sich die Möglichkeit, in der eigenen Küche auch Salat, Zwiebel und sonstiges Gemüse aufzuziehen. Unabhängig von den Jahreszeiten stehen daher immer frische Zutaten für gesunde Gerichte zur Verfügung.

Die einzelnen Etagen sind mit Hydrokulturen ausgestattet. Beim Großziehen der Pflanzen kann folglich auf Erde, Düngemittel oder chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Ist das Gemüse einmal eingesetzt, wird es vom System automatisch mit Nährstoffen versorgt. Auch Menschen ohne grünen Daumen kommen mit dem Küchengarten einfach zurecht. Schließlich zeigt das Gerät automatisch an, wenn es zusätzliche Nährstoffe benötigt.

Um die Pflanzen ausreichend mit Licht zu versorgen, ist der Kitchen Nano Garden mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Das macht das System unabhängig vom Sonnenlicht. Als besonderer Clou ist die Geschwindigkeit, mit welcher Radieschen und Co. wachsen, in allen vier Ebenen regulierbar. Mehr oder weniger Wasser, Licht oder Nährstoffe bestimmen das Wachstum und sorgen so für ausreichend Nachschub in der Küche.

Der eigene Garten kann in jede Küche integriert werden und ist definitiv ein Hingucker. Als angenehmer Nebeneffekt reinigen die Pflanzen die Raumluft und eliminieren unangenehme Gerüche. Zudem kann das ganze System auch mit wiederaufbereitetem Wasser betrieben werden.

Seitens Hyundai Engineering and Construction ist zu erfahren, dass noch nicht eindeutig feststeht, wann der Kitchen Nano Garden auf den Markt kommen wird. Das Unternehmen lässt jedoch durchblicken, dass der Heimgarten rund 1.000,00 US-Dollar kosten wird.

Joachim Kern

Gaias Rache

„Gaias Rache“ von James Lovelock erinnert anfänglich etwas an eine Hommage an den Film „Avatar“. Dort wird der Heimatplanet samt seiner, mit der Natur (die im Film passend „Eywa“ genannt wird) im Einklang lebenden Ureinwohner von einer außerirdischen Rasse rücksichtslos ausgebeutet. Nur geht es in Lovelocks Buch um unseren eigenen Planeten. Die Ausbeuter sind aber in beiden Fällen die Gleichen: Die menschliche Rasse.

Lovelock bezeichnet sich selbst als „Planetenarzt“, seinen Patienten, die Erde, nennt er liebevoll „Gaia“ und bekräftigt mit dieser Namensgebung seine „Gaia-Theorie“, die unseren Planeten nicht nur als starre Hülle sieht, auf der sich zufällig Leben entwickelt hat, sondern als Lebewesen selbst. Als ein System, das seine Oberfläche so reguliert, das die Lebensbedingungen für die gegenwärtigen Lebensformen so günstig wie möglich sind. Doch dieses System hat nun ein Problem.

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KfW eröffnet eines der energieeffizientesten Bürogebäude weltweit

Die KfW Bankengruppe hat am Mittwoch ein neues, energieeffizientes Bürogebäude an ihrem Hauptsitz in Frankfurt am Main eingeweiht. Mit einem Primärenergieverbrauch von weniger als 98 Kilowattstunden gehört der bereits Anfang 2010 fertig gestellte Neubau, die 56 Meter hohe „Westarkade“, zu den Bürohochhäusern mit den höchsten Ökostandards weltweit.

Die Westarkade besteht aus einem drei- bis viergeschossigen Sockelbau, über den sich der 14-geschossige Büroturm erhebt. Auf den ersten Blick sticht vor allen Dingen die außergewöhnliche Farbgebung der Fassade ins Auge: Längliche Fensterstifte in blauen und roten Farbschattierungen verleihen der Westarkade ein künstlerisch recht wertvolles Äußeres. Auch die fließenden architektonischen Formen stellen ein besonderes äußerliches Merkmal des Gebäudes dar.

Die besonders hohe Energieeffizienz hat bei den architektonischen Überlegungen zum Bau der Westarkade eine maßgebende Rolle gespielt. Eine zweischichtige, dynamisch geregelte „Druckringfassade“ gewährleistet witterungsunabhängig eine natürliche Lüftung, einen hohen Wärmedämmwert und einen effektiven Sonnenschutz bei einer gleichzeitig guten Versorgung mit Tageslicht.

Durch eine energieoptimale Nutzung der Luftströmungen rund um das Gebäude werden Verwirbelungen sowie daraus resultierende Wärmeverluste vermieden. Bauteilaktivierung, Erdwärmetauscher und die Nutzung der Abwärme aus dem bankeigenen Rechenzentrum sind weitere Beispiele, die den außerordentlich geringen Energieverbrauch des Gebäudes möglich machen. Eine automatische Temperatur-, Beleuchtungs- und Jalousiesteuerung leistet hierzu einen weiteren Beitrag.

Die KfW nennt sich selbst eine "grüne Bank", Nachhaltigkeitsaspekte sind Teil der Unternehmensphilosophie. Der Bau von Windparks und Solaranlagen in Entwicklungsländern gehören genauso zum Portfolio der KfW (früher: Kreditanstalt für Wiederaufbau) wie auch die finanzielle Förderung von beispielweise Wärmedämmungsmaßnahmen in Deutschland. Für Klimaschutz- und Umweltprojekte stellte die KfW nach eigenen Angaben im Jahr 2009 knapp 20 Milliarden Euro zur Verfügung.

Doch nicht nur in ihrer Projektarbeit bemüht sich die Bank um eine positive Klimabilanz, auch unternehmensintern werden hier hohe Maßstäbe gesetzt: Bereits seit einigen Jahren arbeitet die KfW Bankengruppe klimaneutral. Für ihre 4.300 Mitarbeiter bezieht sie nur zertifizierten Ökostrom und spart so nach eigenen Angaben immerhin 9.400 Tonnen CO2 pro Jahr.

Daniel Seemann

Telefonkonferenz ersetzt Dienstreise

Im Vergleich zu Dienstreisen ist eine Telefonkonferenz nicht nur extrem kostengünstig, sondern schont gleichzeitig auch noch die Umwelt.

Unser Umweltbewusstsein nimmt täglich zu. Viele Menschen kaufen bevorzugt Bio-Lebensmittel, um sowohl der Umwelt als auch ihrer eigenen Gesundheit einen Gefallen zu tun. Wenn auch grüne Lebensmittel in den Supermärkten meist immer noch teurer sind als herkömmliche Lebensmittel, muss 'grün' nicht unbedingt 'teurer' bedeuten. Es ist leichter denn je, mit Hilfe moderner Technologien die Umwelt zu schützen und gleichzeitig dem Budget einen Gefallen zu tun.

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Finnland hat Bau neuer Atomkraftwerke beschlossen

Atomkraft in Finnland ist kein Auslaufmodell, im Gegenteil. Das finnische Parlament hat vor Kurzem beschlossen, den Bau von zwei weiteren Atomkraftwerken zu genehmigen: 120 Parlamentarier stimmten für einen vierten Block am Standort Olkiluoto und nur 72 dagegen.

Bisher hat Teollisuuden Voima Oyj (TVO), die Betreibergesellschaft, in Olkiluoto schon zwei Reaktoren am Netz, die jeweils eine Leistung von 840 Megawatt haben. Ein dritter Block ist zurzeit im Bau, er soll weitere 1.600 Megawatt Strom produzieren.

Finnland ist das erste Land, das sich auf die französischstämmige, neue Reaktortechnik mit Namen „European Pressurized Reaktor (EPR)“ eingelassen hat. Der Strom des dritten Blocks in Olkiluoto sollte eigentlich

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Kleiner Mops mit großer Wirkung

Dass Energiespartipps nicht immer langweilig und öde sein müssen, sondern durchaus einen gewissen Unterhaltungswert beinhalten, zeigen uns diverse „grüne“ Videoclips bei YouTube. Besonders begehrt ist dabei ein kleiner Mops, an dem sich so mancher „Zweibeiner“ ein Beispiel nehmen sollte. Denn was „Mops“ beherrscht, sollte „Mensch“ doch wohl schon lange beherzigen.

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Atomausstieg behindert erneuerbare Energien

Bei der Diskussion um die Atomkraft wird eines immer deutlicher: Verunsicherung! Zahlreiche Experten warnen vor dem Ausstieg aus der Atomkraft und sehen in ihr vielmehr eine Art Strompreissicherung. Besonders die Kraftwerksbetreiber selbst betonen immer wieder gerne die steigenden Stromkosten als Konsequenz des Atomausstiegs. Nicht zuletzt würde der Ausstieg sogar den Ausbau der erneuerbaren Energien enorm hemmen, denn schließlich stammen die für den Umbau der Energiewirtschaft erforderlichen Mittel aus den Kernkraftwerken. Würde man diese wie ursprünglich geplant abschalten, würde auch die Investitionskraft in Sachen regenerative Energie ausgeschaltet. Dieser Meinung ist zumindest RWE Vorstand Schmitz. Unterstützt in seinen Ausführungen wird Schmitz dabei von dem, mit zahlreichenden Publikationen aufwartenden Prof. Dr.-Ing. Alfred Voß, der durch eine Laufzeitverlängerung der Kraftwerke, neben einer großen Finanzspritze für das Bruttoinlandsprodukt und den Gewinnen auf Betreiberseite, vor allem eine finanzielle Entlastung der Verbraucher sieht.

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Erneuerbare Energien werden immer besser und billiger

Die Lernkurve der erneuerbaren Energien ist bereits beachtlich und wird sich weiter fortsetzen: Bei nahezu allen Technologien von der Photovoltaik über Biogas- und Windenergieanlagen bis zu Holzpelletheizungen wurden in den vergangenen Jahren erhebliche technische Fortschritte und drastische Kostensenkungen realisiert. Hierzu leisteten die Förderinstrumente EEG im Strombereich und MAP im Wärmesektor entscheidende Impulse.

„Die erneuerbaren Energien haben seit ihrer Markteinführung nicht nur quantitativ eine stürmische Entwicklung erlebt, sondern auch aus technologischer Sicht Fortschritte erzielt, die noch vor zehn Jahren kaum absehbar waren“, bilanziert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur Erneuerbaren Energien. Auslöser dieser erfolgreichen Entwicklung seien planbare, günstige Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder die Zuschüsse für regenerative Heizanlagen aus dem Marktanreizprogramm (MAP).

„Eine langfristig angelegte Förderpolitik hat die Technologien aus den Nischenmärkten herausgeholt und in Massenmärkte gebracht“, stellt Mayer fest. „Dadurch wurden beeindruckende technische Lernkurven und Kostensenkungen möglich, die durch reine Forschungsförderung wohl kaum erreicht worden wären.“ Mayer verweist dabei auf eine neue faktenreiche Analyse zur „Innovationsentwicklung der Erneuerbaren Energien“, die von der Agentur für Erneuerbare Energien heute veröffentlicht wurde.

g2Darin wird etwa am Beispiel der Windenergie deutlich, dass sich die mittlere Anlagenleistung binnen 20 Jahren mehr als verzwölffacht hat – von knapp 165 Kilowatt im Jahr 1990 auf gut 2.000 Kilowatt im Jahr 2009. Zugleich sank der Preis pro erzeugter Kilowattstunde um mehr als die Hälfte. Moderne Windkraftanlagen sind zudem in der Lage, wichtige Systemdienstleistungen für die Spannungs- und Frequenzhaltung im Stromnetz zu erbringen. Auch diese Innovation wurde vor allem durch einen Bonus im EEG in Gang gesetzt.

Die Photovoltaik kann ebenfalls mit deutlichen Preisrückgängen glänzen: Im Jahr 1990 lagen die Systemkosten für Photovoltaik noch bei 14.000 Euro pro Kilowatt, Ende 2009 wurden nur noch gut 3.000 Euro für die gleiche Leistung bezahlt. Die Wirkungsgrade der Solarzellen verbessern sich zugleich kontinuierlich, der Energieverbrauch für die Herstellung der Module sinkt. Heute liegt die energetische Amortisationszeit einer durchschnittlichen Dachanlage samt aller Systemkomponenten bei zirka 3,5 Jahren. Auch die Photovoltaik ist mittlerweile technisch in der Lage, zur Spannungsstabilisierung im Netz beizutragen.

Ähnlich dynamisch verläuft die Entwicklung in anderen Bereichen der erneuerbaren Energien. Die Broschüre zeigt dies an den Beispielen Solarthermie, Biogas und feste Biomasse. Es wird aber auch deutlich, dass in allen Technologien noch Kostensenkungs- und Entwicklungspotenzial besteht, wodurch der spezifische Förderbedarf weiter gesenkt werden kann. So ist etwa bei Offshore-Windkraftanlagen das Problem der Korrosion zu lösen. Für die Photovoltaik bleiben angesichts stark sinkender Fördersätze höhere Wirkungsgrade und geringere Produktionskosten eine ständige Herausforderung. Jörg Mayer ist zuversichtlich: „Bei Fortschreibung der langfristigen Investitionsanreize für erneuerbare Energien kann die Entwicklung künftig ebenso erfolgreich weitergehen, wie wir es in der Vergangenheit erlebt haben.“

Agentur für Ernauerbare Energien

Finnland: ABB nimmt größte Sonnen-Energieanlage Nordeuropas in Betrieb

Der internationale Industriekonzern ABB hat in der finnischen Hauptstadt Helsinki die größte Sonnenenergieanlage in den skandinavischen Ländern in Betrieb genommen. Wie die finnische Tochtergesellschaft des Unternehmens berichtet, verfügt sie über Produktionskapazitäten von 181 Kilowatt und befindet sich auf dem Dach eines der ABB-Werke. Damit sollen Akkumulatoren für Gabelstapler aufgeladen werden. Außerdem will der Konzern mit Hilfe dieser besonderen Anlage die Energieversorgung zu den Spitzenverbrauchzeiten entlasten.

Das Volumen, das hier produziert wird, soll in etwa dem jährlichen Verbrauch von rund 30 Wohnhäusern entsprechen. „Unsere Entscheidung, sie auf dem Dach zu befestigen,

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Grünes Licht für die Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch seine Einwilligung zur Aufhebung der qualifizierten Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm (MAP) erteilt. Damit können die bislang gesperrten Mittel in Höhe von 115 Millionen Euro in diesem Jahr für die weitere Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt genutzt werden. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßte die Entscheidung. "Die Freigabe der Gelder ist ein klares Bekenntnis zum ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien. Das MAP ist das wichtigste Investitionsförderprogramm für die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Das Geld ist sehr gut eingesetzt, denn mit dem Fördervolumen von 380 Millionen werden in diesem Jahr rund 2,8 Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst. Das hilft dem lokalen Handwerk ebenso wie der mittelständisch geprägten Industrie im Wärmesektor. Die technologische Spitzenstellung der deutschen Industrie wird durch das MAP gestärkt, indem die Förderung regelmäßig auf die jeweils innovativsten Technologien ausgerichtet wird", sagte Röttgen.

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USA: Weltweit größtes Solarkraftwerk wird in Arizona gebaut

Erst kam die Ölkrise, dann die (späte) Einsicht: US-Präsident Barack Obama nutzt die verheerende Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nun offenbar zum Umsteuern in der amerikanischen Energiepolitik.

Als Konsequenz hat Obama der Solarbranche eine milliardenschwere Förderung zugesagt. In seiner wöchentlichen Radioansprache sicherte er zwei Unternehmen, die tausende Arbeitsplätze schaffen wollen, zwei Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) an finanzieller Unterstützung zu.

Die Förderung erhalten die Unternehmen Abengoa Solar, eine Tochter der spanischen Firma Abengoa, und Abound Solar Manufacturing. Abengoa Solar plant im US-Bundesstaat Arizona den Bau des weltweit größten thermoelektrischen Solarkraftwerks.

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Ökologische Notebooks - der Trend von morgen?

Da Klimaschutz und Technik immer mehr ins Bewußtsein der Bevölkerung rücken, nicht zuletzt auch wegen der verheerenden Umweltkatastrophen, die sich in den letzten Monaten ereignet haben, setzt sich auch die Politik verstärkt für mehr Ökologie im Alltag der Bevölkerung ein. Neue Bestimmungen für die Herstellung technischer Geräte lässt die Produktion auf bessere ökologische Standards setzen. Gerade die Unterhaltungselektronik mit steigenden Verkaufszahlen bietet neue Ansätze zum Beispiel für umweltschonende Materialien. So haben der Hightech-Verband Bitkom, das Umweltbundesamt (UBA) und das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Inneren (BeschA) 2009 hierzu einen neuen Leitfaden „Empfehlungen für die umweltfreundliche Beschaffung von Notebooks“ veröffentlicht.

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Alpha Ventus: Wenn der Wind nicht dreht

Erst Ende April war das große Prestige-Projekt der Bundesregierung und der großen Energiekonzerne in Sachen Windkraft, der erste deutsche Offshore-Windpark „Alpha Ventus“ in der Nordsee, unter großem Interesse der medialen Öffentlichkeit ans Netz gegangen. Doch nur zwei Monate später häufen sich die Pannen.

Bereits mindestens zwei der insgesamt zwölf Windräder haben aufgehört sich zu drehen, auch wenn der Wind aus optimaler Richtung weht. Der Grund: Materialschäden im Gleitlager, das sich zu stark erhitzte. Die gute Nachricht: Dadurch ist nicht das eigentliche Getriebe der Anlage betroffen. Ein Konstruktionsfehler dort hätte gleich das gesamte Innenleben der Multibrid-Maschine in Frage gestellt. So muss wahrscheinlich „nur“ das Maschinenhaus ausgetauscht werden.

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Viele Argumente für die Bioenergie

Fachliche Argumentationshilfen zum Thema Bioenergie bietet die neue Broschüre der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe und der Agentur für Erneuerbare Energie „Der volle Durchblick in Sachen Energiepflanzen“. Auf 44 Seiten werden die bekanntesten Vorurteile gegen Palmöl, Soja und Co. ins rechte Licht gerückt. Ein Beispiel: „Unser Biodiesel zerstört den Regenwald.“ Die Gegenargumente: Nur ein geringer Prozentsatz der globalen Ackerflächen werden mit Energiepflanzen bebaut. Von diesen Pflanzen wird ein kleiner Teil für Bioenergie verwendet. Um schützenswerte Regionen vor der Ausbeutung zu retten, hat die EU Nachhaltigkeitsstandards eingeführt.

Ein anderes Vorurteil hat ebenso keine Chance mehr: „Energiepflanzen sind Türöffner für Gentechnik.“ Die Gegenargumente: Der Anbau gentechnischer veränderter Pflanzen ist in der EU und in Deutschland streng geregelt. Gentechnische Veränderungen gibt es darüber hinaus nicht nur bei Energiepflanzen sondern auch bei Pflanzen, die der Ernährung dienen. Damit ist die Diskussion eher eine gesellschaftliche und keine, die sich auf Energiepflanzen bezieht.

„Der volle Durchblick in Sachen Energiepflanzen“ bietet aber nicht nur Gegenargumente sondern präsentiert Vorteile, um Vorurteile zu widerlegen. Für Laien verständliche Beschreibungen informieren über die bekannte und weniger populäre Energieträger vom Ackergras über die durchwachsende Silphie bis hin zur altbewährten Zuckerrübe. Vor- und Nachteile der Pflanzenarten werden gegenübergestellt. Eine Bewertung zeigt mit einem Blick, wie viel Energie eine Art produzieren kann. Ein ausführliches Quellenverzeichnis ermöglicht dem Interessenten eine Vertiefung des Stoffs.

Mit dem Grundwissen ausgestattet stellt eine „Verteidigung“ der Bioenergien in einer Diskussion kein Problem mehr da. Die Broschüre steht bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe zum Download bereit. Es gibt sie auch als gedruckte Fassung bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, Hofplatz 1, 18276 Gülzow.

Susanne Kirsch

Fair heiraten - Trauringe aus fairem Gold

Wer den Film „Blood Diamants“ gesehen hat, weiß über Ausbeutung, Kinderarbeit, kriegerische Konflikte und Umweltzerstörung im Gold- und Diamantenhandel Bescheid. Wer solche Missstände nicht unterstützen möchte, muss dennoch nicht auf Schmuck verzichten. Das Atelier Dosch fertigt nicht nur faire Ketten und Anhänger, sondern auch Trauringe aus fair gehandeltem Gold.

Seit 2003 verarbeitet Petra Hoch-Dosch beispielsweise fairtrade Gold aus Argentinien. Das Edelmetall wird im Fluss Chuspimayo von einer kleinen Bergbaukooperative geschöpft. Zur Gewinnung werden Trennmaschinen eingesetzt, die mittels Schwerkrafttrennung arbeiten. So kann auf Zyanid und Quecksilber verzichtet werden.

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FVEE bestätigt: 100 Prozent erneuerbare Energien sind möglich!

Eine weitere Studie belegt die Machbarkeit und ökonomische Sinnhaftigkeit einer vollständigen Versorgung aus erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2050.

Eine eben erschienene Studie des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) stellt eine emissionsfreie Energieversorgung bis 2050 in Aussicht. Die Studie, an der namhafte Institute der Branche mitgewirkt haben, soll in das langfristige Energiekonzept der Bundesregierung einfließen. Im Herbst sollen die Weichen für die deutsche Energieversorgung der nächsten 40 Jahre gestellt werden.

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Das grüne Herz am rechten Fleck

Sony Ericsson baut seine Serie für umweltfreundliche Mobiltelefone weiter aus. Green Heart, so der Name der Produktlinie, wird um ein weiteres Telefon ergänzt. Somit sind heuer drei mobile Endgeräte des Elektronikherstellers mit einem grünen Herz verfügbar.

Nach Elm und Hazel, die zu Beginn des Jahres auf den Markt gekommen sind, stellt Sony Ericsson nun ein weiteres Mobiltelefon der Green Heart-Serie vor. Cedar ist ein ökologisches Einsteigergerät, zu dessen Herstellung recycelte Kunststoffe verwendet werden. Ehemaligen Wasserflaschen und CDs wird somit neues elektronisches Leben eingehaucht. Die CO2-Bilanz des Candy-Bar-Telefons wird dadurch deutlich verbessert.

Cedar ist mit einer Lackierung auf Wasserbasis versehen. Das setzt die Belastung durch flüchtige organische Verbindungen, wie sie bei lösungsmittelhaltigen Lackierungen auftreten, wesentlich herab. Auch sonst hat sich Sony Ericsson einige Details überlegt, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu verkleinern. Anstelle einer gedruckten Bedienungsanleitung auf Papier findet der Benutzer nun eine elektronische Version vor. Diese ist direkt auf dem Mobilgerät gespeichert. Darüber hinaus ist auch die Verpackung des Telefons auf ein Minimum reduziert. So können nicht nur wertvolle Rohstoffe erhalten werden. Auch die Umweltbelastungen, die im Zuge des Transports auftreten, werden automatisch verringert.

Die entsprechende Zubehörreihe wird ebenso kontinuierlich ausgebaut. Hier bietet Sony Ericsson bereits energiesparende Ladegeräte und ressourcenschonende Headsets an. Zusätzliche Applikationen zeigen auf übersichtliche Art und Weise, wie einfach es sein kann, auch im Alltag Energie einzusparen.

Das Programm Green Heart startete bereits 2008. Sony Ericsson versucht dabei, möglichst wenig umweltschädliche Materialien bei der Herstellung der Mobiltelefone einzusetzen. Dies gelingt unter anderem durch den Verzicht auf hochgiftige Substanzen wie Beryllium und Brom. Der Verzicht auf die Verwendung von Polyvinylchlorid (PVC) ist ebenso ein Schritt in die richtige Richtung wie der Einsatz energieeffizienter Displays.

Aus der Sicht unserer Umwelt ist natürlich jenes Mobiltelefon das umweltfreundlichste, das erst gar nicht gekauft wird. Auch hier bietet der Elektronikhersteller eine sympathische Lösung an. Das weltweite Rücknahmeprogrammverfolgt das ehrgeizige Ziel, bis 2011 rund eine Million Telefone erneut in den Herstellungsprozess einzugliedern. Wer sich von seinem alten mobilen Endgerät trennen möchte, kann dieses gleich im Fachgeschäft abgeben. Zahlreichen Sammelstellen nehmen die Altgeräte auch zu einem späteren Zeitpunkt an.

Cedar wird im Verlauf des dritten Quartals 2010 zu einem angekündigten Preis von 99,00 Euro erhältlich sein. Zur Auswahl stehen dann die Farben Schwarz und Silber oder Schwarz und Rot.

Joachim Kern

Mini-Wasserkraftwerke für kleine Dörfer

Bei Autofahrten durch die deutsche Provinz sind sie mittlerweile allgegenwärtig: Solaranlagen auf den Dächern von Privathäusern versorgen viele Haushalte mittlerweile mit kostenlosem Strom aus Sonnenenergie. Auch das eine oder andere Windrad für den Hausgebrauch kann gesichtet werden.

Dieser zukunftsweisende Ansatz lokaler Versorgung mit erneuerbarere Energie wurde jetzt um eine spannende Option, dem Mini-Wasserkraftwerk, erweitert, wie das Online-Magazin „Treehugger“ berichtet. In den USA hat das kleine Dörfchen Eagle in Alaska jüngst ein solches Mini-Wasserkraftwerk in Betrieb genommen und versorgt sich so komplett mit erneuerbarer Energie.

Besonders ist an dem Mini-Kraftwerk, dass es auf einem Fluss schwimmt. Es wird also kein Staudamm benötigt, aus dem das Wasser abgelassen wird um die Turbinen anzutreiben.

Nun hat zwar nicht jedes Dorf in Deutschland einen Fluss um die Ecke, aber vom Ansatz her ist das Konzept durchaus umweltfreundlicher als herkömmliche Wasserkraftwerke, denn gerade der Dammbau gilt als extrem schädigend für die Natur.

Das Problem ist leider nur die geringe Leistung des Mini-Wasserkraftwerks: Gerade einmal 25 Kilowatt hat die Turbine - ausreichend für die 68 Einwohner von Eagle, aber wohl nicht für eine größere deutsche Kleinstadt, in der solch ein Kraftwerk durchaus Sinn machen würde. Wohingegen für kleine Bergdörfer in Süddeutschland durchaus ein denkbar großer Schritt in Sachen Energieunabhängigkeit.

In den USA ist das Beispiel jedenfalls überaus positiv von Politik und Wirtschaft aufgenommen worden und es wurde auch gleich zur Tat geschritten: Die US-Firma Free Flow Power hat kürzlich den Auftrag bekommen, an 60 Standorten entlang des Mississippi die mögliche Installation dieser schwimmenden Kraftwerke zu prüfen.

Würde das Vorhaben in die Tat umgesetzt, wären die Turbinen weltweit das erste kommerzielle Projekt dieser Art im großen Stil. Und die schwimmenden Wasserkraftwerke würden - zusammengeschaltet - weitaus leistungsstärker werden, womit sie durchaus zu einer relevanten alternativen Energiequelle werden könnten.

Daniel Seemann

Ökologie, Soziales, Ökonomie – Chance oder Risiko in der Unternehmenskommunikation?

Immer mehr Unternehmen entdecken das Thema Nachhaltigkeit als imagefördernde Marketingbotschaft. Vor allem Aspekte des Umweltschutzes erfreuen sich großer Beliebtheit, wenn es um die Positionierung der hauseigenen Produkte geht. Doch Vorsicht ist geboten. Selbst gut gemeinte Marketingbotschaften laufen Gefahr, als „Greenwashing“ interpretiert zu werden.

Mit diesem Thema befasst sich Andreas Gruhl in seinem neuen Buch „Der Ökosomie-Effekt. Wie Marken und Kommunikation widerstandsfähiger werden“, in dem er die Chancen und Risiken aufzeigt, die sich für Unternehmen aus der Nachhaltigkeitsdebatte ergeben können. Der Kunstbegriff „Ökosomie“ setzt sich dabei aus den Anfangs-  beziehungsweise Endbuchstaben der Begriffe Ökologie, Soziales und Ökonomie zusammen, die auch als die drei Säulen der Nachhaltigkeit gelten.

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