Ölbohrplattform mit Solardach?

Wir konnten es beim ersten Hinsehen auch nicht glauben, aber ein Blick auf die Webseite von CleanTech Investor in den UK bestätigte: Dieser Bohrturm der Firma Shell wurde mit Windrädern und Solardächern bestückt. Wer sich noch an den Brent Spar-Vorfall in den 80er Jahren erinnert, mag beim Anblick eines solchen Fotos leichte Skepsis verspüren. Für jüngere Generationen ist es jedoch selbstverständlich, dass konventionelle Energieunternehmen sich im Cleantech-Markt engagieren - in manchen Ländern (z.B. in einigen ehemaligen Ostblockstaaten) sind diese sogar die wichtigsten Geldgeber. Fragen darf man sich trotzdem: Macht ein Bohrturm mit Windrad und Solardach schon einen Sommer? Wie umfassend ist der Anteil an erneuerbaren Energien, den die traditionellen Energieunternehmen im Kontext der Energiewende beisteuern wollen und wer kontrolliert, dass sie ihre selbst auferlegten Cleanenergy-Quoten auch erfüllen?

Birte Pampel

Why we need a global climate movement now

In an interview with Yale Environment 360 (Yale360), Bill McKibben explains why he’s now focused on organizing a citizens movement around climate change — and why he believes this effort is critical for spurring world leaders into action.


Author Bill McKibben first warned about global warming and its implications for the planet in his 1989 book, The End of Nature. But in the last few years, it has become the focus of his work as an organizer of 350.org, an advocacy organization promoting global action to tackle climate change. A global citizens movement on global climate action is urgently needed to push for an effective climate treaty this December in Copenhagen.

Here in Germany, we are trying to get Bill - also a fantastic public speaker - to give a talk in Berlin in June; if anybody wants to help arrange his visit, then please contact us.


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Erneuerbare Energien wachsen trotz Finanzkrise weiter an

Pressemitteilung des BMUvom 24.4.2009.

Die erneuerbaren Energien haben auch 2008 einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz geleistet: Nach den jüngsten offiziellen Erhebungen konnten mit der Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien rund 112 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxyds vermieden werden – davon allein rund 56 Millionen Tonnen durch die vergütete Stromproduktion nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Insgesamt sind in dieser Branche im vergangenen Jahr in Deutschland  knapp 29 Milliarden Euro umgesetzt worden. Mit diesen Zahlen bestätigte die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) ihre ersten Abschätzungen zu Jahresbeginn.Der AGEE-Stat gehören neben dem Bundesumweltministerium unter anderem auch das Wirtschafts- und das Landwirtschaftsministerium sowie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) an; die Leitung hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Die Arbeitsplätze in diesem Bereich erhöhten sich von rund 250.000 im Jahr 2007 auf rund 280.000 im vergangenen Jahr. Dies ergibt eine weitere Studie zur Beschäftigung durch die erneuerbaren Energien für das Bundesumweltministerium, die das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter Beteiligung des DIW, des ZSW und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) erstellt hat.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Die Zahlen belegen eindrucksvoll: Die erneuerbaren Energien sind ein Zugpferd für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und zu¬kunftsfeste Arbeitsplätze. Wir sind mit dem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien klima- und industriepolitisch auf dem richtigen Weg. Auch in Zeiten der Finanzkrise wird hier weiter investiert dank der guten gesetzlichen Regelungen wie dem EEG, auf deren Basis auch im Jahr 2009 Kredite vergeben werden.“

Demnach haben die erneuerbaren Energien einen Anteil von 9,7 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch von Deutschland. Davon entfallen 14,8 Prozent auf den Bruttostromverbrauch, 7,7 Prozent auf den Wärmeverbrauch und 6,1 Prozent auf den Kraftstoffverbrauch. Die Substitution des Stroms aus konventionellen Kraftwerken durch die einzelnen Sparten der erneuerbaren Energien und die daraus resultierende CO2-Minderung wurden in einem aktuellen Sondergutachten ermittelt.

Alle genannten Quellen sind im Internet unter www.bmu.de und www.erneuerbare-energien.deim Bereich Datenservice eingestellt.

Stand Entwicklung der erneuerbare Energien (EE) in Deutschland im Jahr 2008 (validierte Daten):

Anteile EE am gesamten Endenergieverbrauch (1): 9,7%

Anteil EE-Strom am gesamten Bruttostromverbrauch: 14,8%

Anteil EE-Wärme am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme (2): 7,7%

Anteil EE am gesamten Kraftstoffverbrauch (3): 6,1%

Anteil EE am gesamten Primärenergieverbrauch
a) berechnet nach der Wirkungsgradmethode: 7,1%
b) berechnet nach der Substitutionsmethode: 9,7%

durch EE vermiedene CO2-Emissionen (4): rd. 112 Mio. t
- davon durch EEG vergütete Strommenge: rd. 56 Mio. t

Gesamtumsatz aus EE: ca. 28,7 Mrd. €
davon:
- Umsatz aus Errichtung von Anlagen: ca. 13,1 Mrd. €
- Umsatz aus dem Betrieb von Anlagen: ca. 15,6 Mrd. €

Beschäftigte im EE-Bereich (5): rd. 278.000

1) Endenergieverbrauch 2008, Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, März 2009, vorläufige Schätzung,
2) Endenergieverbrauch für die Wärme 2008 lag noch nicht vor, hier Schätzung ZSW, März 2009
3) Biokraftstoffdaten 2008 auf Grundlage von BAFA, FNR, StaBA in Abstimmung mit BMF, BMELV, vorläufige Daten
4) Ermittelt gemäß Substitution anderer Energieträger; für Strom nach neuem Gutachten 2009; Quelle: Fhg ISI
5) vorläufige Daten; Quelle: DLR, DIW, ZSW, GWS

Indien – armes reiches Land

Indien ist mit 1,148 Milliarden Einwohnern von der Bevölkerungszahl her nach China das zweitgrößte Land der Welt, dazu sechstgrößter Energiekonsument der Erde und viertstärkste Nation. Dennoch zählt Indien zu den Entwicklungsländern, allerdings mit einer enorm dynamischen Volkswirtschaft, was sich besonders im rasant wachsenden IT Sektor wiederspiegelt. Auch im Bereich erneuerbarer Energien weist Indien eine immense Progression auf. Als eines der wenigen Länder verfügt Indien über ein eigenständiges Ministerium, das sich ausschließlich dem Ausbau erneuerbarer Energien widmet. Schon heute besitzt Indien eine der weltweit höchsten Wachstumsraten in der Nutzung erneuerbarer Energien aus Solar- und Wind.

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Heute Einweihung des türkisch-deutschen Umweltzentrums

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel soll heute ein Grußwort bei der Einweihung des türkisch-deutschen Umweltzentrums (TDZ e.V.) in Berlin halten.

Für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist ein Umdenken in Sachen Industriepolitik und Energieerzeugung, sowie dem richtigen Umgang mit natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen von immenser Bedeutung. Der Ausstoß von Treibhausgasen oder die Folgen des weltweiten Klimawandels bereiten zunehmend Probleme für die Zukunft unserer Erde.

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Was gibt es denn da zu lachen? Teil 4

"Die Fahrt zum Abgrund", wie ich die nebenstehende Karikatur von Johann Mayr nenne, ist inzwischen wichtiger Bestandteil jeder meiner Vorträge über den Klimawandel geworden. Vieler Worte bedarf es nicht, wenn man beschreiben will, wie wir uns im Moment verhalten; einzelne Menschen und Nationen gleichermaßen.

Daher gab Herr Mayr auch ein entsprechend kurzes, aber präzises Interview:

Was motiviert Sie am meisten bei Ihrer Arbeit als Karikaturist?

Die Krise!

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Erster Podcast über erneuerbare Energien

Die globale Zeitschrift Renewable Energy World hat eine Podcast-Serieinitiiert, die neue Impulse zur Energiedebatte liefert und die sich nicht scheut, auch kritische Fragen aufzugreifen. Die aktuelle Debatte dreht sich um die Frage, ob die Erneuerbaren Energien die US-Wirtschaft retten können... Die Podcasts werden von Stephen Lacey produziert, der für die Zeitschrift schreibt und der auch die Community Go Green Solargegründet hat.

- Birte Pampel

Shame us to action?!

Unnoticed by most, small in financial amount, but enormous in its symbolic meaning: German students acted while the world is waiting for each other.

Last week, during the UN climate talks in Bonn, Stuart Scott, member of Al Gore’s Climate Project (TCP), gave a presentation to 300 German students about climate change. The students were so moved that they spontaneously collected 131 Euro to be donated to the adaptation fund. (The picture shows Stewart, the students, and the head of the adaptation fund at a press conference in Bonn; courtesy of Steart Scott).

Of course, 131 Euro will not safe the world. Of course, none of the students gave all their savings, but just a little bit of their weekly allowance, maybe just 1 – 3 % of it?

If you think that was rediculously little, think again. Economists have calculated and presented to us repeatedly that we need 1-3% of the global GDP to effectively combat climate change; a pretty good deal compared to what catastrophes are looming in the case of inaction. But so far not a single country has committed to spare that amount of money to ensure a safe future for our children.

Now the kids are starting for us. It is time that we follow suite.

Maiken Winter

Sources: Stewart Scott (stuart.h.scott (at) gmail.com), It’s getting hot in here, The Daily IIJ