Das Problem mit den Alt-Handys

Jährlich werden rund eine Milliarde Handys weltweit verkauft und die Zahlen bewegen sich steil nach oben. Immer günstigere Angebote sorgen dafür, dass die Verkäufe derart explodieren. Die Probleme, die sich daraus ergeben, kommen jedoch erst viel später ans Tageslicht - nämlich dann, wenn es um die Entsorgung der ausgedienten Handys geht.

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Wenn Amerikaner die Ärmel hochkrempeln

Für mich ist eins der beeindruckendsten Eigenschaften vieler Amerikaner, daß sie Fehler eingestehen können; Initiative ergreifen, wenn sie verstanden haben, worum es geht; und diese konsequent durchziehen. Gut, es gab während der 8 langen Jahre der Bush Era Zeit genug, gründlich zu überlegen, was nächstes mal besser laufen muß; aber die Energie, der Wille, und Optimismus, der nun durch das amerikanische Land geht, sind erstaunlich und beneidenswert.

So bin ich felsenfest überzeugt, daß Al Gores Plan, den er heute – neben vielen anderen Empfehlungen – dem US Senat ans Herz legte, Wirklichkeit werden wird; nämlich in 10 Jahren die gesamte USA zu 100% mit Elektrizität aus erneuerbaren Energienzu versorgen. Dies wird möglich sein aus dem einfachen Grund, weil daran geglaubt wird, daß dieses Ziel machbar und nötig ist; weil endlich das Verständnis sich weit genug ausgebreitet hat, daß ein solcher Schritt wesentlich zur Verbesserung der Wirtschaftslage des Landes beitragen wird; und weil ein Ende der fossilen Energien nicht nur Unabhängigkeit von anderen Ländern bringt, sondern auch unbedingt notwendig ist, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Diese Katastrophe kann – so sind sich inzwischen viele, u.a. auch Al Gore und Senator Kerry, einig – nur verhindert werden, wenn die globale CO2 Konzentration langfristig auf unter 350 ppm sinkt.

Wir Deutschen könnten uns von dieser Zuversicht und der Willenskraft der Amerikaner eine große Scheibe abschneiden. Statt alle möglichen wenn und abers zu diskutieren und alle Details aller möglichen Eventualitäten zu analysieren, sollten wir endlich einmal einfach anfangen, das zu tun, was wir brauchen. In 10 Jahren 100% erneuerbare Energien zur Stromversorgung? Unmöglich, werden viele sagen. Wirklich? Think again. Wenn die USA diesen Plan verwirklichen werden (was noch nicht beschlossen ist, aber es sieht sehr danach aus), dann sollte Deutschland, das nicht nur viel kleiner und besser erschlossen ist, sondern auch schon sehr viel mehr erneuerbare Energien hat, so einem Ziel doch leicht folgen können. Oder sollte am Ende der Einfluß der Industrie in Deutschland sogar größer sein als in den USA?

Maiken

Fotoquelle: Grist

Vom Telefonanschluss bis zum Kaffee

Project Carbon Footprint Pilotprojekt berechnet CO2 – Fußabdruck von 15 Produkten und Dienstleistungen. Öffentliches Symposium diskutierte erste Ergebnisse zu Methodik und Kommunikation am 26. Januar 2009in Berlin.

Etwa 40 Prozent der klimarelevanten Emissionen eines jeden Bundesbürgers werden durch Ernährung und Konsum verursacht (Quelle: Umweltbundesamt 2007). Aber wie können wir unsere persönliche CO2e-Bilanz durch unser individuelles Ernährungs- und Konsumverhalten beeinflussen? Bislang haben Konsumenten kaum die Möglichkeit, sich über die Klimarelevanz von Produkten und Dienstleistungen zu informieren und bei ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Einheitliche und glaubwürdige Kommunikationsansätze zur produktbezogenen CO2e-Bilanz von Konsumgütern fehlen.

Neben Grundaussagen zu bestimmten Produktgruppen (z.B. energieverbrauchenden Geräten) gibt es wenig nachvollziehbare Informationen über die Klimarelevanz von Produkten. Ihr Einfluss auf unsere persönliche CO2e-Bilanz ist unklar.

PCF Pilotprojekt Deutschland

Unter der Trägerschaft von WWF, Öko-Institut, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und THEMA1 führen zehn Unternehmen ein gemeinsames Pilotprojekt durch, in dem sie für ausgewählte Produkte und Dienstleistungen die Emissionen an CO2 und anderen Treibhausgasen über den gesamten Lebenszyklus ermittelt haben, so genannte CO2-Fußabdrücke (Product Carbon Footprints /PCF). Erste Ergebnisse zu Methodik und Kommunikation wurden nun auf einem gemeinsamen Symposium am 26. Januar 2009 in Berlin öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Die beteiligten Unternehmen (BASF, dm-drogerie markt, DSM, FRoSTA, Henkel, REWE Group, Tchibo, Tetra Pak, T-Home und Unternehmensgruppe Tengelmann) haben für 15 Produkte und Dienstleistungen den CO2-Fußabdruck erfasst:

Textilveredelung, Dämmstoff, Toilettenpapier, Weinstabilisator, Tiefkühlgericht, Duschgel, Waschmittel, Fugenabdichtung, Klebstoff, Erdbeeren, Kaffee, Sporttasche, Eier, Telefonanschluss und Getränkekarton.
Ausführliche Dokumentationen der Fallstudien, Bilder der Produkte und Kernergebnisse zu Methodik und Kommunikation sind ab dem 26. Januar 2009 auf der Website www.pcf-projekt.de öffentlich zugänglich.

Quelle: PCF Pressemitteilung

Biogas - per Gesetz auf Erfolgskurs?

Am ersten Januar 2009 trat das neue EEG Gesetz für Biogasanlagen in Kraft. Die große Koalition bietet damit klein- und mittelständischen Landwirtschaftsbetrieben die Chance, eine zusätzliche Einnahmequelle attraktiv zu gestalten und rückt den Klimaschutzplänen der Bundesrepublik, durch den CO2 armen Energiemix, ein wenig näher.

Durch die neue EEG Novelle, mit einem umfangreichen Bonussystem und der damit verbundenen Anhebung der Vergütung für Strom aus Biogas, geben die Bundestagsabgeordneten der Branche adäquate Zukunftsperspektiven. Vielen viehaltenden landwirtschaftlichen Betrieben können somit höhere Investitionen zugestanden werden, die auf der Basis von Gülle mit der Neueinführung des Güllebonus basieren. Der Fachverband Biogas e.V. erwartet hierdurch eine noch bessere Verzahnung von Biogas und Viehhaltung. Durch das Bonussystem wird zudem die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum aktiv unterstützt, denn die gesamte Vergütungsstruktur wurde deutlich angehoben. So auch der Bonus für nachwachsende Rohstoffe (Nawaro-Bonus), der nach den neuen Bestimmungen um einen Cent je kW angehoben wurde und auch bestimmte pflanzliche Nebenprodukte zur Gasproduktion zulässt, die bisher vom Bonussystem ausgeschlossen waren. Für neue Strukturen und damit mehr Gewinn, sorgt auch die Einführung von Landschaftspflege- und Formaledehydbonus. Für Anlagen bis 500 kW werden durch den Landschaftspflegebonus 2ct/kWh fällig, wenn mehr als die Hälfte des Landschaftspflegegutes vergoren wird, wonach der Formaldehydbonus sich auf alte oder genehmigungspflichtige Anlagen bezieht, die bei Einhaltung der Formaldehydgrenzwerte ebenfalls mit einem Aufschlag rechnen dürfen.

Das Ziel der Europäischen Union, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieversorgung bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln, rückt damit in greifbare Nähe und machen das Endziel, den Anteil bis Mitte des Jahrhunderts auf 50% zu steigern, durchaus realisierbar. Durch die festen Abnahmepreise bietet das EEG damit Biogasanlagen-Betreibern langfristige Investitions- und Kalkulationssicherheit mit der Stromerzeugung aus Biomasse und Biogas.

Jim Hanser erhält höchste Auszeichnung der AMS

Wer schon öfter auf unserem Blog war, hat sicher schon von Jim Hansen gehöhrt: dem amerikanischen Klima-Wissenschaftler, der schon vor 20 Jahren vor dem amerikansicshen Kongreß vor den Folgen des Klimawandels gewarnt hat; der heute davor warnt, daß wir mit 385 ppm CO2 in der Atmosphäre schon weit oberhalb des akzeptablen Niveaus sind; der darauf pocht, daß wir die CO2 Konzentration so schnell wir möglich auf <350 ppm reduzieren müssen, und daß wir uns daher keine neuen Kohlekraftwerke ohne CCS leisten können.

Wenige Wissenschaftler trauen sich so wie Jim Hansen öffentlich ihre Meinung zu sagen.

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Solarstrom im Hosentaschenformat

In Zeiten, wo Laptop und Handy zu den alltäglichen Gebrauchgegenständen gehören und von fast Jedermann verwendet werden, steigt die Nachfrage nach mobiler Stromversorgung stetig. Nichts ist ärgerlicher, als ein leeres Akku, dass den Benutzer daran erinnert, sich auf die Suche nach der nächstgelegenen Steckdose zu machen. Aber nicht immer ist das Stromnetz ohne größere Probleme zu erreichen und das große Manko mobiler Gräte ist nun einmal die kurze Akku-Laufzeit.

Schnelle Abhilfe für solche Probleme bringt eine mobile Stromversorgung, die die Kraft der Sonne exzellent ausnutzt. Diese kleinen Solarkraftwerke arbeiten völlig autark und sind mit Batterie und Laderegler ausgestatte. Allerdings ist der Transport relativ lästig, zwar sind sie kompakt gebaut, als mobile Ladestation für Kleingeräte aber dennoch zu groß.

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