Kohle-Unglück in Tennessee

Hier ist ein weiterer Grund dafür, so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umzustellen.

Am 21.12. brach in Tennessee ein Deich, der “coal sludge” eines Kohlekraftwerkes aufstaute. Solcher Kohleschlamm bleibt beim Verbrennen von Kohle übrig, und ist voller Gifte und – nach Scientific American – radioaktiver als Atommüll.

Mehr als 1.5 Milliarden Liter dieser Masse liefen in Nebenflüsse des Tennessee, USA. Die Tragweite und Auswirkungen dieses Unglücks sind noch unbekannt.

Eindeutig ist, dass es “Clean Coal” nicht gibt, und es endlich Zeit wird, uns von altertümlichen Technologien zu trennen. “Das Steinzeitalter hörte nicht deswegen auf, weil es keine Steine mehr gab,” (Zitat von Unbekannt), sondern weil die Menschen fähig waren, dazu zu lernen, und mutig genug waren, ihr neues Wissen anzuwenden. Wir könnten noch einiges von unseren Vorfahren lernen!

Quelle: It’s getting Hot in here, NYTimes (mit Film)

Maiken Winter

Zur Gründung von KLIMA-Magazin

Vor genau einem Monat ging es an den Start: KLIMA-Magazin, das erste deutsche Klimaschutzmagazin für den Massenmarkt. Das Magazin bietet einen Mix aus Reportagen, Interviews, Analysen und Service-Tipps, die es in weltweiten Kooperationen mit führenden Wissenschaftlern und Meinungsträgern entwickelt. Das CleanEnergy Project sprach mit Herausgeber Uwe Dulias, EX-Vize der „Bild“ und einem der Gründer der neuen Publikation.

Herr Dulias, im deutschen Medienmarkt gibt es bereits eine große Zahl etablierter Umweltmagazine sowie einige neue Zeitschriften über den Klimaschutz. Welchen Zusatznutzen bietet Ihr Magazin und wie unterscheidet es sich von bestehenden Angeboten?

Inhaltlich basiert das Konzept des KLIMA-Magazins auf drei Säulen. Wir starten im vorderen Teil mit einem News-, Analyse- und Reportage-Teil. In der Heft-Mitte befindet sich ein monothematisches Dossier. 16 Seiten, auf denen wir den großen klimapolitischen Debatten Raum geben wollen. Zum Beispiel ein Streitgespräch zum Thema Atomenergie. Mit Befürwortern, Gegnern und Betreibern von Kernkraftwerken. Die zweite Hälfte des Magazins soll Ratgeber-Funktionen erfüllen. Wohnen, Ernährung, Gesundheit, Reisen, Investieren, Verkehr – alles mit Bezug auf den Klimawandel. Denn der prägt inzwischen alle Teile unseres Lebens. Zudem glaube ich persönlich, dass dieses Thema die Welt noch lange in Atem hält. Es geht nicht nur um das Abschmelzen der Polkappen, den Kampf um wertvolle Energie-Ressourcen, die Frage, wo wir Hunderte von Millionen Klimaflüchtlinge in den nächsten 20 Jahren unterbringen sollen oder die Konflikte, die im Kampf um immer knapper werdende Wasser-Ressourcen entstehen werden. Es geht um unseren Alltag. Um das Leben heute und morgen.

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Obama bricht mit Öl-Bossen von Bush und setzt Umweltfragen an Agenda-Spitze

Originaltext: The Guardian; übersetzt vom Solarenergie-Förderverein Deutschland

Ein Lichtblick für erneuerbare Energien! Nobelpreisträger als neuer US-Energieminister; eine neue "Klima-Zarin" wird Koordinatorin.

Gestern vollzog Barack Obama den entschlossensten Bruch mit den vergangenen acht Jahren von George W. Bush. Er erklärte die Bildung einer neuen Energie-Wirtschaft für die USA zum entscheidenden Ziel seiner Präsidentschaft und berief einen Nobelpreisträger und Unterstützer von Al Gore in sein Kabinett.

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On the way to Poznan

For months I have waited for this day - to go to the UN Climate meetings in Poznan, and find out for myself how the road towards a sustainable and safe future is built, towards a future that will be decided upon in Copenhagen in December 2009.

My little adventure has not started so great. Hopefully this is just the difficult start to three highly productive days. A defect lock and constructions on the train tracks caused me to miss my train and will finally get me crawling into the hostel way after midnight (after having left at 7:30 am). At least I will be greeted by a comfortable 12 bed hostel room....Well, there ARE things that speak for a different way to travel by private jet and in fancy hotels like others might do...But at least I DO sit in a train again, which will get me slowly closer to my destination.

Why in the world am I going anyway? I want to exprience what makes the world move, how some of the processes are working that decide over the future of my children. The Poznan conference offers an overwhelming amount of information. Just deciding what sessions to attend seems like an impossible task. Hopefully, the vastness of programs will not stand in the way of an agreement towards a clear goal.

I will focus on finding out more about renewable energy solutions, because this is an area in which each one of us can make a difference. We just need more information on the different possibilities in this sector.

So please stay posted during the next - and last - 3 days of COP 14.

Maiken Winter