Energieversorgung

Mikro-KWK-Anlagen für zu Hause

Es tut sich was auf dem Markt der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) für den Hausgebrauch, jedenfalls bei den Herstellern. Die Mikro-Heizkraftwerke vereinen sparsamen Energieeinsatz, Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur dezentralen Energieversorgung.

Die deutsche Firmengruppe Vaillant hat gemeinsam mit Honda die KWK-Anlage „ecoPOWER 1.0“ entwickelt und will sie noch vor Jahresmitte in Deutschland auf den Markt bringen. Das Mikro-Heizkraftwerk erzeugt ein Kilowatt elektrische und 2,5 Kilowatt thermische Leistung. Es kann in Neubauten, vor allen Dingen aber auch im Bestandsbau genutzt werden.

Beitrag zur dezentralen Energieversorgung

Auch die SenerTec GmbH, ein weiterer deutscher Hersteller von Heizungsgeräten, der zur englischen Baxi-Group gehört, hat für den Herbst 2011 die Markteinführung einer Mikro-KWK-Anlage angekündigt. Das Mini-Blockheizkraftwerk „Dachs Sterling SE“ leistet sechs Kilowatt thermisch und ein Kilowatt elektrisch und ist damit ebenfall wie die KWK-Anlage der Firma Vaillant speziell auf den Bedarf von Ein- und Zweifamilienhäusern ausgelegt.

Bei einer Anzahl von rund zwölf Millionen unsanierten Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland könnte das Mikro-Heizkraftwerk einen wesentlichen Beitrag zur dezentralen Energieversorgung leisten. Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme sollen Mikro-KWK-Anlagen den Primärenergiebedarf um bis zu 15 Prozent senken und zirka 20 Prozent weniger CO2 erzeugen.

Finanzieller Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen

Der überschüssige Strom kann in das Stromnetz eingespeist werden. Er wird über einen Grundpreis sowie einen KWK-Zuschlag vergütet. Eigentlich gibt es darüber hinaus Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) noch einen Zuschuss beim Kauf von Mini-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt. Allerdings stehen dafür zurzeit keine Mittel zur Verfügung.

Ab März 2011 sind auch wieder Investitionszuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Programms zur energetischen Gebäudesanierung möglich. Dann gibt es einen Zuschuss von fünf Prozent der Investitionskosten und maximal 2.500 Euro (Programmnummer 430). Eine Alternative sind zinsvergünstigte Kredite, die Konditionen hierfür werden Anfang März feststehen (Programmnummer 151).

Daniel Seemann

Tags CO2 | Deutschland | Emissionen | Kraft-Wärme-Kopplung | KWK | Ökostrom | umweltschutz Kategorien Erneuerbare Energien Wirtschaft und Unternehmen Cleantech Datum Donnerstag, den 10. Februar 2011 um 05:14 Uhr Autor Daniel Seemann

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