Die Ostseestädte Sopot und die Trelleborg aus Polen beziehungsweise Schweden wollen gemeinsam eine Biogas-Produktion aufbauen. Wie das polnische Fachportal „Nowy Przemysl” berichtet, sollen dafür Algen verwendet werden, die das Meer an die Strände gespült hat. Dieses Projekt ist damit in doppelter Hinsicht sinnvoll. Zum einen werden die übermäßigen Algen von den Stränden entfernt, die nicht nur eine Belastung für die Umwelt sind, sondern auch für die gesamte Tourismusindustrie. Gerade Sopot ist sehr auf den Fremdverkehr angewiesen. Zum anderen werden die umweltschädlichen Algen für die Herstellung von Energie verwendet.
„Wir geben jedes Jahr eine halbe Million Kronen (51.000 Euro) dafür aus, um unsere Strände von den Algen zu säubern”, sagte Linda Wolski, die schwedische Projektleiterin. „Wir glauben, dass wir nun nicht nur die Umwelt schützen, sondern [mehr...]
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Der „ökologischer Fußabdruck“ bildet den Ressourcen-verbrauch der Menschen ab und zeigt, wie viel Fläche gebraucht wird, um den [mehr...]
Der „ökologischer Fußabdruck“ bildet den Ressourcen-verbrauch der Menschen ab und zeigt, wie viel Fläche gebraucht wird, um den Lebensstandard eines Menschen zu halten. Dazu gehören zum Beispiel die Flächen, auf denen die Nahrung angebaut wird (Getreide), wo die Ausgangsstoffe für die Kleidung angepflanzt werden (Baumwolle) und auf denen die Energie gewonnen wird (Stausee). Die Verwertung der Abfälle und die Bindung des durch den Menschen entstandenen CO2 wird ebenfalls berücksichtigt.
Viele Menschen haben den Wunsch, ihre Lebensweise nachhaltig zu gestalten. Die Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks und der persönlichen CO2-Bilanz sind erste Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Lebensweise.
Eine wichtige Grundlage ist der nachhaltige Einkauf, wenn Anbau- und Produktionsbedingungen von Lebensmitteln und Kleidung berücksichtigt werden. Gesunde und ausgewogene Mahlzeiten mit viel Gemüse und wenig Fleisch sind nachhaltig, wenn sie aus Grundnahrungsmitteln selbst gekocht werden, die aus der Region stammen. Der Einkauf sollte nach dem Saisonkalender erfolgen und Bioprodukte in den Vordergrund stellen. Wer regelmäßig zu viel im Kühlschrank hat, wirtschaftet nicht nachhaltig. Beim Einkauf von Fisch ist es wichtig, um welche Art es sich handelt und wo er herkommt. Zwei Zeichen, das MSC-Siegel für Wildfisch und das Naturland-Zeichen für Zuchtfisch weisen auf Fische hin, die unter akzeptablen Bedingungen gefangen wurden. Das Fairtrade-Zeichen weist auf Produkte hin, die unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten fair produziert wurden. Der Kauf von Shirts aus Bio-Baumwolle und FairTrade-Kleidung hilft bei der Nachhaltigkeit ebenso wie Second-Hand Ware.
Was sonst kann man noch tun, um die persönliche CO2-Bilanz zu verbessern? Die individuelle Mobilität sorgt für einen hohen CO2-Ausstoß. Die verstärkte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad hilft weiter. Die bewusste Nutzung umweltverträglicher Wasch- und Spülmittel schont die Umwelt ebenfalls. Bei langfristigeren Anschaffungen spielen neben der Notwendigkeit, die Langlebigkeit und der geringe Energieverbrauch eine hohe Bedeutung auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.
Susanne Kirsch