Al Gore’s address to the US senate panel on climate change

Below is Al Gore’s speech that he gave January 29, 2009 at the Senate panel on climate change that was organized by Senator Kerry. Sentences are put into bold by MW.

We are here today to talk about how we as Americans and how the United States of America as part of the global community should address the dangerous and growing threat of the climate crisis.

We have arrived at a moment of decision. Our home – Earth – is in grave danger. What is at risk of being destroyed is not the planet itself, of course, but the conditions that have made it hospitable for human beings.

Moreover, we must face up to this urgent and unprecedented threat to the existence of our civilization at a time when our country must simultaneously solve two other worsening crises. Our economy is in its deepest recession since the 1930s. And our national security is endangered by a [mehr...]

Ein biegsamer Stein -made in Germany- soll Metallbauteile bald überflüssig machen

Die Münchener Firma Techno Carbon Technologies stellt einen umweltschonenden Werkstoff her, mit einem gewaltigen Potenzial in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen. Der Carbonfaser-Stein (CFS) besteht aus Granit mit einer Ummantelung aus Carbonfaser und macht den neuartigen Baustoff extrem zug- und druckbelastbar. Hinzu kommt eine immense Formstabilität und das bei [mehr...]

Wie hat sich die Suche nach industriellen Partnern entwickelt, die den Carbonfaser-Stein für sich nutzen können? In welche Richtungen gehen Sie dabei?

Anfangs bestand große Skepsis. Als die Firma Zai auf der ISPO 2007 den SPADA als ersten Ski mit Steinkern vorstellte, wollte noch niemand so recht glauben, dass das funktioniert.
Bereits im Mai 2007 haben wir auf der JEC Composites in Paris CFS ausgestellt und einen längs in der Mitte aufgeschnittenen Test-SPADA gezeigt, bei dem man von der Seite den polierten Stein-Kern sehen und anfassen konnte. Der Stein zeigte nicht die geringste Rissbildung, auch wenn Vertreter anderer Ski-Hersteller versucht haben, unser Musterteil durchzubrechen, – was wir einerseits nicht sehr nett fanden, andererseits auch für uns eine außergewöhnliche Erfahrung war: es hätte ja auch schief gehen können – passiert ist zum Glück nichts. Wir haben Zai das Teil unversehrt zurückgeben können. Schon Anfang 2008 wurden wir das erste Mal von Automobilfirmen angesprochen und gebeten, Präsentationen zum Thema CFS zu machen.
Am meisten beeindruckt Ingenieure wie Industrie-Manager die Tatsache, dass das von uns verwendete Kernmaterial – der Granit – das gleiche spezifische Gewicht hat, wie Aluminium. Dem Stein fehlt die Zugstabilität und damit die Prävention vor Bruch. Das Brechen verhindern wir durch dünnste Carbonfaserfilme an der Oberfläche. Diese Hülle spannt den Steinkern von aussen vor. Das ist das umgekehrte Prinzip wie beim Stahlbeton, wo die vorspannenden Kräfte ins Innere des vorzuspannenden Werkstoffs Beton kommen.

Ins Automobil ist es möglicherweise noch ein langer Weg –obwohl es aus meiner Sicht Sinn machen würde erste Prototypen zu bauen , da auch das Potenzial des Materials Crash-Energie abzubauen erstaunlich ist- aber wir haben genügend anderes Potenzial für Ideen, daß es uns bis dahin nicht langweilig wird: wir haben eine Gitarre aus CFS gebaut und die klingt auch wie eine Gitarre klingen soll, stärker im Bassbereich noch, als Holzgitarren und eines Tages wurden wir kontaktiert von einer Dame, die das Bügeln auf massivem Granit erfunden hat. Mit dünnen CFS-Platten wird der Bügeltisch dann so leicht, daß man das Teil bequem tragen und verstauen kann. Nun verdienen wir bereits Geld mit diesen Bügelbrettern, kaum 3 Monate nachdem wir den ersten Prototypen gebaut hatten. Am liebsten würden wir als nächstes Windkraftanlagen mit CFS bauen, das liegt dem Umweltschutzgedanken fast am nächsten, aber auch hier gilt es noch viel Skepsis zu überwinden.

Ist CFS zur Karosserieverstärkung nicht viel zu schwer gegenüber reinen Karbonfaserkarosserien?

Ja, das ist ein interessanter Einstiegspunkt in eine heisse Diskussion. Die schnelle Antwort lautet: reine Carbonstrukturen sind zu teuer. Es gibt fast keine Massen-Produkte, die nur aus Carbonfasern gemacht sind, bis auf den Sportbereich, und das hat gute Gründe. Es wurden Autos und ganze LKWs aus Carbon gebaut, dem Massenmarkt bleibt das Material weitgehend verschlossen. Die Carbonfaserherstellung ist teuer und energieintensiv.

Mit CFS reduzieren wir den Carbon-Einsatz auf ein Minimum, dort wo er gemäß den mechanischen Hebelarm-Gesetzen die grösste Zugkraft entwickelt, nämlich nur an der Oberfläche. Das ist genau das, was die Faser am besten kann: Zugkräfte aufnehmen. Der Teil CFS, der die Druckkräfte aufnimmt, besteht rein aus Stein. Das bringt den Nutzen und in Summe die Energieeinsparung bei der Herstellung des Material. Wir wollen aber mehr. Wir wollen hin zu einem Material, das mit Quasi-Null Energieaufwand hergestellt werden kann. Die Kohlefaser entsteht in einer kleinen heissen Zone, durch die unter Luftabschluss eine Polyethylen-Faser geschossen bzw. gezogen wird. Diese Zone hat relativ kleine Dimensionen, bei denen man sich leicht vorstellen kann, dass diese rein mit Sonnenlicht auf die nötigen Temperaturen gebracht werden kann. Dieser Prozess würde weder elektrische Energie noch
fossilen Brennstoff involvieren und dieser Prozess wäre massiv parallelisierbar.

Nun fragen Sie zu Recht, wenn das Wahrheit würde, wo bleibt dann der Stein? Ja, wenn wir in dieser Welt irgendwann mal leben, dann haben wir den grössten Teil des Energiebedarfs für die Materialherstellung mit Hilfe von Sonnenlicht unter Kontrolle und sind ganz nah am Ziel einer CO2 freien Industrie, dann brauchen wir nicht mehr so viel von dem Stein, aber erstens muss man sich überlegen, wie der Weg dahin aussieht und zweitens fehlt der reinen Carbonfaser eine der wichtigsten mechanischen Eigenschaften, die auch den Metallen abgeht: Dämpfung. Flugzeuge werden deshalb aus Alumnium gebaut, weil das Material im Unterschied zu Stahl eine höhere Dämpfung hat. Ich behaupte: der reine Carbonfaserflieger wird so steif, dass er ohne die Beimischung von anderen Materialien nie fliegen wird. und sage: betrachten wir mal die Dämpfung, die eine gewisse Mange an Stein in einen Rumpf oder einen Flügel aus Carbon bringen würde. Mit Holz, oder Beton oder Glas geht das nicht, das geht nur mit Naturstein, so abenteuerlich sich das anhören mag, aber als die ersten Flugzeuge, die aus Holz gebaut waren, um Himmel auftauchten, zu dem Zeitpunkt hätte auch niemand geglaubt, dass die Vögel 30 Jahre später aus Metall gebaut werden. Das Mass für einen Leichtbauwerkstoff ist das Verhältnis von Steifigkeit bzw. Druchbelastbarkeit zu seinem spezifischen Gewicht. Und da hat CFS nun mal die gleichen Werte wie Holz. Eine Naturkonstante? Ich weiss es nicht, aber es ist so. Beton, Stahl und auch Aluminium liegen höher, es sei denn man nimmt höchstlegierte Metalle, die sehr aufwendig in der Herstellung und deshalb zu teuer sind. Das Hauptproblem ist, diese Werkstoffe gehen auch noch zur Neige. Naturstein und Kohlenstoff ist aber in unbegrenzten Mengen verfügbar. Wenn schon mit Hochdruck daran gearbeitet wird, CO2 abzuscheiden, anstatt es bei der Energieproduktion und der industriellen Produktion zu vermeiden, dann
sollte es nicht in Bunker verbannt werden, wo es eines Tages ohnehin wieder entweicht.

Für die Baubranche in Erdbebengebieten liegt das Hauptaugenmerk auf Formstabilität und Flexibiliät. Ihr Baustoff könnte damit einige Probleme lösen, sehen das die Bauherren auch so?

Absolut richtig. Wir finden den beste Beweis dafür in den Schweizer Alpen, mit den Viadukten der Rhätischen Bahn. Die Brückenpfeiler sind teilweise über 100 m hoch, haben
in den 100 Jahren ihres Bestehens mehr als ein Erdbeben erlebt und stehen noch heute, ohne Bedarf für nachhaltige Sanierung oder gar Neubau. Ich wohne am Münchner Nordkreuz und die 30 Jahre alte Zubringerbrücke muss jetzt komplett neu gebaut werden. All das CO2 für den Beton nun zum zweiten Mal und in 30 Jahren das ganze wieder. Die RhB – Brücke wird in 100 Jahren immer noch stehen. Warum? Weil der Stein, wenn er so verbaut wird, dass er keinen zu hohen Zugkräften ausgesetzt wird, extreme Flexibilität zeigt. Ein solcher 100 Meter-Pfeiler der RhB – Brücke könnte rein theoretisch um 10 cm zusammengedrückt werden, ohne dass der Stein in irgendeiner Form leidet. Aus dem gleichen Stein bauen wir den Kern für die Ski: Schweizer Gneis. Das gleiche wie für die RhB-Brücke – unter 100-jährigem Beweis – gilt für CFS, wir skalieren das ganze runter und nutzen diese Kompressibilität von Naturstein um Gitarrenböden oder Ski zu bauen und das gleiche würde – entsprechend wieder hochskaliert – auch im modernen Brückenbau funktionieren. Aber auch hier wird es ein langer Gang durch die Instanzen, um das zu beweisen. Uns fehlen die Mittel dazu, da müssen Investoren ran. Leider findet man im Umweltbereich so wenig mutige Investoren, derzeit zumindest. Die muss man vielleicht einmal als nächstes aus der Finanzwelt locken, da wurde ja offensichtlich wesentlich mehr Mut gezeigt in der Vergangenheit.

Bei diesen Ausführungen wird schnell klar, dass ein erhebliches Potenzial in dem Wunder-Werkstoff steckt, aber noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden muss, damit der Industrie in punkto Umweltbewusstsein die Augen geöffnet werden und sich entsprechende Investoren an die Materie trauen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Herrn Kuse für die prompten und ausführlichen Antworten und wünsche mir für die Zukunft, dass CFS ein durchschlagender Erfolg wird und irgendwann einmal einen Großteil der Energiefressenden Materialien ersetzen kann – bevor wir “unseren” Planeten gänzlich ausgeräubert haben.